Verantwortung für eine gerechte Welt
Hamburg bleibt „Fairtrade-Stadt“!
Am Montag, den 27. Mai, wurde die Freie und Hansestadt Hamburg für weitere zwei Jahre von TransFair e.V. als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. Hamburgs Staatsrat für auswärtige Angelegenheiten Wolfgang Schmidt hat die Auszeichnung entgegen genommen. Die Stadt erfüllt weiterhin die entsprechenden Kriterien der Organisation.
Es ist ausdrückliches Senatsziel Fairtrade in Hamburg zu fördern. Als weltweit verbundene Stadt trägt Hamburg Anteil an der Verantwortung für eine gerechtere Welt. Die Auszeichnung Hamburgs als „Fairtrade‐Stadt“ ist Ansporn, die Verbreitung fair gehandelter Produkte in Hamburg im Dialog mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft weiter voranzubringen.
Damit ist Hamburg Teil einer weltweiten Bewegung von über 1,300 Fairtrade-Städten. Über 500 Einzelhändler, 220 gastronomische Betrieben, 21 öffentliche Institutionen und 40 Kirchengemeinden verkaufen oder verwenden hier fair gehandelte Produkte.
Hamburg als Spitzenreiter
Hamburg hat deutschlandweit die höchste Dichte von 18 in der Stadt ansässigen Lizenznehmer-Firmen, die für ihre Produkte das Fairtrade-Siegel verwenden dürfen. Darüber hinaus gibt es viele weitere Unternehmen und Weltläden, die auch den Einzelhandel und die Gastronomie mit einer breiten Auswahl von Nahrungs- und Genussmitteln beliefern.
Faire Hochschule
Die Erneuerung des Titels „Fairtrade-Stadt“ findet zugleich mit dem Abschluss des Studienprojektes „FairerHandel“ an der HAW statt. Der duale Bachelor-Studiengang Public Management erarbeitet im Rahmen eines Projektseminars einen Kriterienkatalog für eine Faire Hochschule. Ziel ist es, das Thema im Lehrplan der Universität zu integrieren und sich auch darüber hinaus praktisch für den fairen Handel einzusetzen. Ein erster Erfolg werden die in 2013 hergestellten Taschen und Beutel der Hochschule aus fair gehandelter Baumwolle sein.
TransFair e.V. überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Fairtrade-Towns ihrem Titel weiterhin gerecht werden. Hamburg wird in seinem Streben, dass fair gehandelte Produkte noch weitere Verbreitung in der Stadt finden, von vielen Akteuren und Maßnahmen unterstützt. Seit 2006 setzt sich das Aktionsbündnis „hamburg mal fair“ für die Stärkung des Fairen Handels in der Hansestadt ein. Ziel des Bildungsprojektes ist es, das öffentliche Bewusstsein für mehr Fairness und soziale Gerechtigkeit im Welthandel zu schärfen.
2010 startete das Projekt „Fair Trade Stadt Hamburg“ um Politik, Verwaltung und Wirtschaft in ihren Initiativen zum Fairen Handel zu begleiten. Im Hamburger Rathaus werden bei Sitzungen und Veranstaltungen ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee sowie verschiedene Kaltgetränke ausgeschenkt.
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