Überregionale und internationale Zusammenarbeit
Norddeutsche Zusammenarbeit fortführen
Hamburg ist Zentrum des norddeutschen Wirtschaftsraums und Arbeitsmarktes, den die Hansestadt mit ihren Nachbarn Schleswig‐Holstein, Mecklenburg‐Vorpommern, Niedersachsen und Bremen teilt. Kooperationen zwischen den Verwaltungen der norddeutschen Länder, insbesondere zwischen Hamburg und Schleswig‐Holstein, blicken auf eine lange Tradition zurück. Es liegt daher in ihrem eigenen Interesse, die Zusammenarbeit in der Metropolregion und in Norddeutschland partnerschaftlich fortzuführen. So kann die Metropolregion Hamburg in ihrer Entwicklung als lebenswerte Region und wettbewerbsfähiger Wirtschaftsraum weiter gestärkt werden. Im Vordergrund stehen bei bi‐ oder multilateralen Kooperationen insbesondere die Ausnutzung von Synergieeffekten sowie die Schaffung effizienterer Verwaltungsstrukturen. Ziel ist eine Profilbildung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten norddeutschen Raumes. Norddeutsche Kooperationen bieten zudem die Chancen, gemeinsame Interessen verstärkt gegenüber dem Bund, innerhalb des Ostseeraumes oder auch der Europäischen Union durchzusetzen. Ein Beispiel hierfür ist das Hanse‐Office als gemeinsame Vertretung von Hamburg und Schleswig‐Holstein bei der EU.
Hamburgs Interessen im Bund vertreten
Hamburg wird über die Interessensvertretung im Bundesrat und in Zusammenarbeit mit anderen Ländern darauf achten, dass - insbesondere bei Themen des Finanzföderalismus - eine gerechte und solidarische Verteilung der Lasten und Mittel zwischen Bund und Ländern, aber auch zwischen den Ländern gewahrt bleibt.
Hamburger Interessen in Europa vertreten
Um seine Interessen bei der EU erfolgreich zu vertreten, muss Hamburg aktiv und kompetent in Brüssel - insbesondere über das Hanse‐Office - präsent sein. Dabei geht es derzeit vor allem um die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens und seine Berücksichtigung in der EU‐Verkehrspolitik ebenso wie um die Fahrrinnenanpassung der Elbe und den Bestand der regionalen Finanzinstitutionen. Zudem ist sicherzustellen, dass Hamburg auch künftig die Möglichkeit haben wird, Wachstum und Beschäftigung ebenso wie Forschung, Wissenschaft und Innovation mit europäischen Mitteln zu fördern.
Zusammenarbeit im Ostseeraum weiterführen
Die wichtigste Schwerpunktregion der Hamburger internationalen Zusammenarbeit stellt der Ostseeraum dar. Sowohl mit bilateralen Partnern, als auch in ostseeweiten Netzwerken wie die Baltic Sea States Sub‐regional Cooperation (BSSSC) arbeitet Hamburg hier in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, EU‐Politik, Klimaschutz, Gesundheit, Transport und Jugend erfolgreich zusammen. Das Engagement mit norddeutschen Partnern in Bezug auf den Ostseerat hat sich bewährt und soll fortgesetzt werden. Die Kooperation mit unseren direkten Nachbarn in Kopenhagen und der Örseundregion soll intensiviert werden.
Förderung der internationalen Beziehungen Hamburgs
Die ausgeprägte Internationalität Hamburgs ist ein bedeutender Standortfaktor. Hamburg befindet sich heute mit zahlreichen deutschen und europäischen Großstädten in starkem Wettbewerb um Investoren und qualifizierte Arbeitskräfte. Es ist deshalb wichtig, die internationale Wahrnehmung Hamburgs zu stärken und deutlich zu machen, dass die Hansestadt ein interessanter Investitionsstandort und eine attraktive und lebenswerte Stadt ist. Mit Blick auf die Interessen Hamburgs und des Hamburger Hafens umfassen die Schwerpunktregionen des Senats außerhalb Europas vornehmlich Ostasien – dort besonders China, Japan und Korea – aber auch Indien und Südamerika, die besondere Wachstumschancen bieten.
Pflege der Beziehungen zu den Hamburger Partnerstädten
In diesem Rahmen werden die Partnerschaften Hamburgs mit St. Petersburg, Marseille, Shanghai, Dresden, Osaka, León, Prag, Chicago und Dar es Salaam weiter gepflegt. Das dient auch der internationalen Wahrnehmung Hamburgs. So wird Hamburg zum Beispiel im Hinblick auf den Titel der Partnerstadt Marseille als Kulturhauptstadt Europas 2013 die kulturelle Kooperation mit dieser Partnerstadt deutlich stärken.
Außenwirtschaftsstandort Hamburg stärken
Der Senat wird die einzigartige Außenwirtschaftsstruktur Hamburgs – insbesondere der Ländervereine, der Konsulate sowie der ausländischen Unternehmen pflegen und die Hamburger Unternehmen auf den Märkten der Wachstumsregionen der Welt sowie den traditionell wichtigen europäischen Märkten intensiv unterstützen.
Ansiedlung EU‐Lateinamerika/Karibik‐Stiftung
Nachdem die Staaten der EU, Lateinamerikas und der Karibik sich auf Hamburg als Sitz der neuen EULateinamerika/ Karibik‐Stiftung geeinigt haben, gilt es nun, die Ansiedelung und die Startphase der Stiftung unterstützend zu begleiten.
Fair Trade und nachhaltige Entwicklungspolitik fördern
Als weltweit verbundene Stadt trägt Hamburg Anteil an der Verantwortung für eine gerechtere Welt. Die Auszeichnung Hamburgs als „Fairtrade‐Stadt“ ist Ansporn, die Verbreitung fair gehandelter Produkte in Hamburg im Dialog mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft weiter voranzubringen. Der Senat wird sich bei seinen entwicklungspolitischen Aktivitäten von den Sachverständigen im Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik beraten lassen. Der Senat wird die erfolgreichen Ansätze der Erinnerungskultur zukunftsgerichtet fortentwickeln.
Arbeitsprogramm des Senats
Hamburg gut regieren | Finanzen und Haushalt | Verwaltung | Wirtschaft und Innovation | Hafen und Schifffahrt | Verkehr und Infrastruktur | Umwelt und Energie | Arbeit und Soziales | Wohnen und Stadtentwicklung | Familie | Gleichstellung | Schule und Berufsbildung | Wissenschaft und Forschung | Kultur | Medien | Integration | Kirchen in Hamburg | Sport | Innere Sicherheit | Justiz | Gesundheit, Verbraucherschutz und Pflege | Demokratie in Hamburg | Überregionale und internationale Zusammenarbeit | Arbeitsprogramm zum Herunterladen (Pdf)

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