Ironman Das erste Mal in Hamburg

Der Triathlon ist fest etabliert in Hamburg, doch nun wurde es noch länger: Am 13. August 2017 wurde in der Hansestadt der erste „Ironman“-Wettbewerb ausgerichtet. Es ist die Steigerung des „normalen“ Triathlons. Dabei mussten die Athleten 3,86 Kilometer schwimmen, 180,2 Kilometer Rad fahren und schließlich 42,195 Kilometer laufen. Es gewann der Südafrikaner James Cunnama bei den Männern und Daniela Sämmler aus Deutschland bei den Frauen.

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Ironman Triathlon in Hamburg

Ironman-Premiere in Hamburg

Zum ersten Mal konnten Triathleten in Hamburg über die Königsdisziplin in ihrer Sportart starten, denn am Sonntag, 13. August 2017, feierte der Ironman seine Premiere in der Hansestadt. Nach dem ITU World Triathlon ist die Elbmetropole damit um eine Triathlon-Attraktion reicher. Über 10.000 Teilnehmer starteten dort im Juli, nun gingen 2.600 Teilnehmer auf die ganz lange Distanz. 

Diese geht an die körperlichen Grenzen: Zunächst müssen beim Ironman 3,8 Kilometer geschwommen werden. Anschließend geht es aufs Rad und auf eine 180,2 Kilometer lange Passage, ehe der zweite Wechsel erfolgt. Zum Schluss müssen die Teilnehmer noch einen kompletten Marathon, also 42,195 Kilometer, laufend zurücklegen. Im Ziel winkt der Lohn, ein echter Ironman zu sein.

Das Rennen 2017

Bei der Ironman-Premiere in Hamburg gingen 2.600 Extremsportler an den Start, davon kam mit 1.684 der Großteil aus Hamburg. Unter den Teilnehmern waren auch 89 Profis dabei, die die Chance nutzen wollten, sich für den Ironman aller Ironmans auf Hawaii zu qualifizieren. Bei den Männern sicherte sich der Südafrikaner James Cunnama den ersten Ironman-Sieg in Hamburg. Der Rostocker Michael Raelert sollte eigentlich das Feld anführen. Doch Raelert musste passen, lag mit Fieber im Bett. Gute Chancen auf den Sieg wurden stattdessen dem Kollegen Markus Fachbach aus aus Lahnstein eingeräumt. Er wurde Zweiter hinter dem Darmstädter Horst Reichel Zweiter. Damit standen zwei Deutsche auf dem Treppchen.

Bei den Frauen gab es dann sogar einen deutschen Sieg: Daniela Sämmler lief als erste durchs Ziel. Zugpferd bei den Frauen war Kristin Möller, die bisher vier Rennen über die Ironman-Distanz gewonnen hat. Dieses Mal reichte es nur zu Rang drei, hinter der Österreicherin Eva Wutti.

Was in diesem Jahr noch fehlte, waren die Spitzathleten. Weil die Zeit bis zum Mekka der Triathleten, dem Ironman Hawaii (14. Oktober 2017), zu kurz ist, verzichteten die Besten auf einen Start in Hamburg. So auch Deutschlands Top-Athlet Jan Frodeno. Ähnlich wird es wohl auch im Jahr 2018 sein. Dann findet der Ironman Hamburg am 29. Juli statt.

Weitere Ergebnisse unter: Ironman Hamburg

Knappe acht Stunden bis ins Ziel

Um ein Ironman zu werden, musste man im wahrsten Sinne des Wortes früh aufstehen. Der Start fand in der Früh um 6:40 Uhr für die Männer beziehungsweise 6:43 Uhr für die Frauen statt. Und endlich hörte der Regen auf, der die Hamburger zwei Tage durchgehend genervt hatte. Sogar die Sonne kam am morgen durch. Die schnellsten Athleten kamenn gegen 14:40 Uhr (Männer) beziehungsweise 15:40 Uhr (Frauen) im Zie an. Zielschluss ist um 23 Uhr, bis dahin muss die Ziellinie erreicht sein, um sich noch Ironman nennen zu dürfen.

„Der Ironman ist nach Marathon, Cyclassics und Triathlon das letzte große Format, das in einem Ausdauersportprofil gefehlt hat“, sagt Hamburgs Innensenator Andy Grote. Eine Konkurrenz zur Europameisterschaft in Frankfurt fünf Wochen vorher sehen die Veranstalter nicht. Hamburg sei eher die perfekte Ergänzung. Dabei muss es aber nicht bleiben, denn Grote kann sich für die Zukunft schon vorstellen, die EM nach Hamburg zu holen.

Um die Alster, bis Buchholz und zurück

Der Start des Ironman Hamburg erfolgte vom Alsteranleger am Jungfernstieg. Dann ging es durch die Binnenalster, unter Lombards- und Kennedybrücke hindurch in die Außenalster. Etwa auf Höhe Fontenay folgte die Wende und es ging zurück zur Binnenalster und zum Jungfernstieg. Das Ende der Schwimmstrecke war aber noch nicht erreicht. Zunächst folgte am Jungfernstieg ein „Australian Exit". Dabei geht es kurz hinaus aus dem Wasser und direkt wieder hinein. Nach einer weiteren Schleife Richtung Lombardsbrücke war in der Kleinen Alster das Ende der 3,8 Kilometer langen Schwimmstrecke erreicht. 

Dort ging es über die Stufen heraus aus dem Wasser auf den Rathausmarkt und über den Reesendamm zur Wechselzone am Ballindamm. Mit dem Rad mussten schließlich 182 Kilometer zurückgelegt werden, was in zwei Runden á 91 Kilometern erfolgte. Es ging vorbei am Hauptbahnhof, weiter in die HafenCity und schließlich zu einem der spektakulärsten Streckenabschnitte: der Überquerung der Köhlbrandbrücke. Über Altenwerder ging es dann in Richtung Harburg und hinaus aus der Stadt über Rosengarten, Sieversen, Nenndorf und Dibbersen bis zum südlichsten Punkt der Strecke in Buchholz. Anschließend ging es über Klecken und Helmstorf nach Seevetal und über Sinstorf auf die zweite Radrunde. War auch diese absolviert, führte die Strecke über Harburg und Wilhelmsburg erneut durch die HafenCity und zurück zur Alster. 

In der Wechselzone am Ballindamm schlüpften die Teilnehmer in die Laufschuhe und begaben sich auf den abschließenden Marathon. Über die Lombardsbrücke ging es vom Ballindamm zum westlichen Alsterufer und dort in Richtung Norden. Am Ufer der Außenalster entlang führte die Strecke schließlich über die Krugkoppelbrücke und Fernsicht auf die Bellevue. Kurz vor der Sierichstraße befand sich der Wendepunkt. Über die gleiche Strecke ging es anschließend zurück und in südlicher Richtung zur Binnenalster. Diese Schlaufe musste insgesamt viermal absolviert werden, bis man nach 41,925 Kilometer laufen und einer Gesamtstrecke von knapp 228 Kilometern ins Ziel vor dem prächtigen Hamburger Rathaus einlief.

Eine Übersicht über die gesamte Strecke finden Sie unter: Ironman Hamburg - Strecke

Die Geschichte des „Ironman“

Übersetzt heißt „Ironman“ eiserner Mensch. Eine recht zutreffende Bezeichnung, für alle, die diesen Extremsport ausüben. Die Anfänge des Ironman liegen auf Hawaii, dort findet seit 1978 der älteste Triathlon über die Langdistanz statt. Seit 1982 wird er immer im Oktober unter der Bezeichnung Ironman World Championship auf Big Island (zuvor im Frühling in O'ahu) durchgeführt.

Nach und nach entwickelte sich eine immer größere Begeisterung für diese Strecke und weltweit gab es immer mehr Veranstaltungen über die Ironman-Distanz. Die größten Wettbewerbe der Weltserie finden in Frankfurt am Main, Florianópolis (Brasilien), Port Elizabeth (Südafrika) und The Woodlands, Texas (USA) statt. Mit der Challenge Roth gibt es in Deutschland eine weitere traditionsreiche Veranstaltung über die Ironman-Distanz.

Die aktuelle Weltbestzeit der Männer über diese Strecke hält der Deutsche Jan Frodeno mit 7:35:39 Stunden (17. Juli 2016, Challenge Roth), bei den Frauen ist es Britin Chrissie Wellington in 8:18:13 Stunden (10. Juli 2011, Challenge Roth). Offizielle Weltrekorde gibt es aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheiten und Bedingungen (Klima, Meeresströmungen, Winde, Höhenprofil etc.) an den verschiedenen Veranstaltungsorten nicht.

Weitere Informationen: Ironman Hamburg

Das erste Mal in Hamburg
Der Triathlon ist fest etabliert in Hamburg, doch nun wurde es noch länger: Am 13. August 2017 wurde in der Hansestadt der erste „Ironman“-Wettbewerb ausgerichtet. Es ist die Steigerung des „normalen“ Triathlons. Dabei mussten die Athleten 3,86 Kilometer schwimmen, 180,2 Kilometer Rad fahren und schließlich 42,195 Kilometer laufen. Es gewann der Südafrikaner James Cunnama bei den Männern und Daniela Sämmler aus Deutschland bei den Frauen.
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