Auftaktveranstaltung
In einem bunten Programm wurden die Gäste sowohl inhaltlich über das Konzept und die Struktur der Regionalen Bildungskonferenzen informiert als auch durch vier ganz unterschiedliche kulturelle Darbietungen unterhalten, inspiriert und animiert.
Eröffnet wurde das Programm vom 40-kinder-starken Streichorchester der Louise-Schröder-Schule, das das Publikum mit einem Mix von Klassik bis „Gassenhauer“ beeindruckte. In seinem anschließenden Grußwort betonte Norbert Rosenboom, Leiter des Amtes für Bildung der Behörde für Schule und Berufsbildung, die Notwendigkeit, Bildungsangebote aufeinander abzustimmen, dabei vorhandene Netzwerke zu nutzen und bei Bedarf weiter auszubauen. Anschließend wies Wolfgang Kopitzsch, Leiter des Bezirksamtes Hamburg Nord, in seiner Ansprache auf die Erfahrungen der Bezirke in der Jugend- und Sozialarbeit hin, die in vielfältigen und langjährigen Projekten die Bildungs- und Betreuungsarbeit bereits miteinander verknüpfen.
Als nächsten Programmpunkt gab es einen mitreißenden Auftritt der HipHop Academy mit Beat-Box und Street Choreographie – der passende Einstieg für die Präsentation des Modells der Regionalen Bildungskonferenzen durch Bernd Heckmann und Hans-Werner Schäfer. Die Mitarbeiter der Strategischen Abteilung der Behörde für Schule und Berufsbildung haben den „Fahrplan“ für mehr Bildungsbeteiligung in einem einjährigen Prozess erarbeitet, an dem neben Vertreterinnen und Vertretern aus allen sieben Bezirksämtern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozial-, Kultur- und Stadtentwicklungsbehörde maßgeblich beteiligt waren.
Bundesweit ist das Hamburger Modell der Vernetzung und Optimierung von Bildungsangeboten übrigens das einzige, das flächendeckend erfolgen wird Vorbilder waren unter anderen die „Weinheimer Initiative“, der „Bildungscampus Wolfsburg“ oder „Ein Quadratmeter Bildung“ in Berlin.
Direkt nach der Pause gab es einen vom Publikum frenetisch gefeierten Auftritt von THINK BIG, der Bigband der Jugendmusikschule, deren Schwung Wilfried Lohre vom Stiftungsverband „Lernen vor Ort“, dem „großen Bruder“ der Regionalen Bildungskonferenzen auf Bundesebene, für einen Impuls gebenden Vortrag nutzte. Besonders an die Bereitschaft zur Überwindung hierarchisch verfestigter Strukturen als Voraussetzung für eine gelingende Kooperation unterschiedlicher Player appellierte Lohre. Auch Bildungssenatorin Christa Goetsch, die direkt von einer Sitzung aus Berlin zur Auftaktveranstaltung geeilt war, bezeichnete das Bestreben zur Institutionen übergreifenden Vernetzung als „eine große Herausforderung, die aber im Ergebnis der Bildungsbeteiligung jedes einzelnen Menschen zum Vorteil gereichen wird.“
Unter mächtigem Trommelwirbel der Sambagruppe Batang und Samba Batucada der Max-Brauer-Schule endete das Rahmenprogramm der Auftaktveranstaltung, und die Gäste hatten bei süßen Häppchen und pikantem Fingerfood von „Alraune gGmbH“ die Gelegenheit zum Austausch. „Was die Bildungskonferenzen anstreben,“, so Alraune-Geschäftsführerin Petra Lafferentz, „setzen wir bereits seit Jahren um. Mit unterschiedlichen Kooperationspartnern aus Jugendämtern, Sozialen Diensten und Schulen schaffen wir Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen mit schwierigen Bildungsbiografien, die auf dem ersten Ausbildungsmarkt nie eine Chance hätten.“
„Mit diesem Auftakt sind wir sehr zufrieden.“, so Bernd Heckmann am Schluss der Veranstaltung. „Das Programm sollte den Gedanken der Regionalen Bildungskonferenzen widerspiegeln. Deshalb haben wir mit dem Kinderstreichorchester, der HipHop Academy, der Bigband, der Sambagruppe und auch mit Alraune Akteure und Projekte ausgewählt, die aus Vernetzung von Bildungsprojekten entstanden sind. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.“

Mister Wong
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