Justizbehörde

Grundsteinlegung Offener Vollzug in Glasmoor wird ausgebaut

Neues Hafthaus, Instandsetzung eines alten, und eine moderne Küche: Der offene Vollzug in Glasmoor wird  für männliche Strafgefangene modernisiert und auf 250 Haftplätze ausgebaut - 41 mehr als derzeit vorhanden.

Offener Vollzug - Glasmoor - JVA - Einzelhaft - Sanierung - Grundsteinlegung - Resozialisierung - FHH - Hamburg

Dazu kommt, dass die Saalbelegung beendet wird und die Gefangenen künftig in Einzel- oder Doppelhafträumen  untergebracht werden. Senator Dr. Till Steffen und Anstaltsleiterin Angela Biermann haben heute mit der Grundsteinlegung den Bau des Hafthaus‘ III eingeleitet.

Die Baupläne, eine Tageszeitung, Fotos von der JVA Glasmoor, einen Text über den Offenen Vollzug, einen kleinen Betrag in gängigen Münzen (3,88 €) und ein Schlüsselanhänger aus der Vollzugsproduktionslinie „Santa Fu“ als Glücksbringer befinden sich in der Zeitkapsel, die mit dem Grundstein heute in die Mauer zu dem neuen Hafthaus gelegt wurden. Senator Dr. Till Steffen sagte bei der Grundsteinlegung: „Resozialisierung beginnt bereits im Gefängnis. Der offene Justizvollzug ist ein wichtiges Angebot für Gefangene, damit sie den Weg zurück in die Gesellschaft leichter finden. Im offenen Vollzug können wir die Gefangenen dabei eng begleiten. Indem sie regelmäßig Freiheit üben und im besten Fall sogar einer Arbeit nachgehen, können sie lernen Vertrauen aufzubauen und Chancen zu nutzen.  

Zusammen mit unserer Personaloffensive, dem neuen Opferhilfe- und Resozialisierungsgesetz, den Umstrukturierungsmaßnahmen im Jugendvollzug und den Sanierungsplänen mit Fuhlsbüttel, gehört das Bauvorhaben in Glasmoor zu unserem Programm den Justizvollzug ganz auf Resozialisierung auszurichten und modernen Vollzug auf allen Ebenen auszubauen.“

Angela Biermann, Leiterin der JVA Glasmoor, hob hervor: „Die Anstalt freut sich, durch die Vergrößerung und die nun angemessenen Unterbringungsmöglichkeiten dem tatsächlichen Haftplatzbedarf im offenen Vollzug gerecht werden zu können. Ein offener Vollzug, der den Übergang in ein straffreies Leben in jedem Einzelfall gut vorbereitet, wird damit optimal unterstützt. Gleichzeitig werden hier moderne Arbeitsplätze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen, die ihnen die anspruchsvolle Tätigkeit im Strafvollzug erleichtern.“

Am Standort Glasmoor wird nicht nur ein neues Hafthaus mit 108 Einzelhafträumen gebaut. Es gibt auch noch weitere Modernisierungsmaßnahmen. So ist geplant, dass das Hafthaus I Instand zu setzen und die Unterbringung der Inhaftierten zu verbessern: Die Saalunterbringung mit bis zu acht Betten wird beendet und durch kleinere Einheiten ersetzt. Insgesamt werden die Kapazitäten werden von 209 auf 250 Haftplätze erhöht. Außerdem wird die Küche grundsaniert. 33,3 Millionen Euro hat die Bürgerschaft im vergangenen Herbst dafür bereitgestellt.  Nach Fertigstellung des Neubaus des Hafthauses III und der Grundsanierung der Küche soll im Sommer 2019 mit dem Umbau des Hafthauses I begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Sommer 2022 geplant.