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Kirchwerder – eine der ältesten Kulturlandschaften in Deutschland

Der Hamburger Stadtteil Kirchwerder, der zu den Vierlanden gehört, ist von den vielen Fachwerk- und Reetdachhäusern geprägt. Ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus der ganzen Region ist das Zollenspieker Fährhaus.

 

Charmantes Reetdachhaus
Charmantes Reetdachhaus (Bild: Christoph Bellin / bildarchiv-hamburg.de)

Kirchwerder ist der südlichste Stadtteil der Hansestadt Hamburg und bildet gemeinsam mit Altengamme, Neuengamme und Curslack die Region Vierlande. Kirchwerder gehört zum Bezirk Bergedorf. Auf einer Fläche von 50,7 Quadratkilometern leben hier etwa 8.900 Menschen.

Der ursprüngliche Name der Region ist Remerswerder. Seit 1217 wird der Ort urkundlich als Kirchwerder erwähnt. Das Gebiet wurde schon früh eingedeicht, weil es über eine damals strategisch wichtige Fährverbindung über die Elbe zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg verfügte. Diese Verbindung, die Zollenspieker Fähre, existiert auch heute noch. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich Kirchwerder zur Gemüsekammer von Hamburg.

Die Bauern aus der Region profitierten von steigenden Gemüsepreisen und natürlich davon, dass sie im Gegensatz zu den Bauern aus Bardowick auf der anderen Seite der Elbe keinen Zoll für ihre Waren zahlen müssen. Mit Inkrafttreten des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937/38 wurde Kirchwerder ein Stadtteil von Hamburg. 

 

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