Kleiner Grasbrook – Auf der ehemaligen Binneninsel ist heute vor allem Hafen
Der Hamburger Stadtteil Kleiner Grasbrook gehört dem Bezirk Hamburg-Mitte an. Der Stadtteil liegt nahezu vollständig im Freihafengebiet und ist mit nur circa 1.250 Einwohnern auf einer Fläche von 4,5 Quadratkilometern recht dünn besiedelt. Den Großteil der Fläche nehmen Anlagen des Hamburger Hafens ein und ein Teil des Gebiets liegt sogar brach. Das Quartier Kleiner Grasbrook, ehemals eine Binneninsel, grenzt an die Stadtteile Veddel, Steinwerder und im Süden an das dicht besiedelte Wohngebiet Wilhelmsburg. Auf der anderen Seite der Elbe im Norden liegt die ehemalige Insel Großer Grasbrook, die wiederum an die Hamburger Innenstadt grenzt.
Die gesamte Insel Grasbrook diente ursprünglich als Viehweide und wurde im 16. Jahrhundert durch den Bau eines künstlichen Grabens geteilt. Danach erfolgte die allmähliche Besiedlung, bis Kleiner Grasbrook im späten 19. Jahrhundert zu einem Stadtteil wurde. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden zahlreiche Kaianlagen, Häfen und Lagerhallen. Jedoch wurden 90 Prozent der Gebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach dem Wiederaufbau und einer Umstrukturierung entstand eines der modernsten Frucht- und Kühlzentren Europas, in dem bis heute Südfrüchte, meist Bananen, gelöscht, gekühlt und weiterverteilt werden.
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