Konzernabschluss 2008
(FHH, Finanzbehörde)
Hamburg zieht Bilanz: Mit dem Geschäftsbericht legt die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) für das Geschäftsjahr 2008 den kaufmännischen Jahresabschluss für die Kernverwaltung und den zweiten Konzernabschluss für die gesamte öffentliche Gebietskörperschaft vor.
Damit unterstreicht Hamburg seine Vorreiterrolle in der Reform des öffentlichen Haushalts- und Rechnungswesens. Neben Hessen, das vor kurzem eine Eröffnungsbilanz vorgelegt hat, bekennt sich Hamburg als einziges Bundesland zu einer den Bedürfnissen nachfolgender Generationen gerecht werdenden doppischen Rechnungslegung. Zurzeit wird der doppische Jahresabschluss der Kernverwaltung – wie auch der Konzernabschluss der Stadt – noch freiwillig und zusätzlich zur kameralen Rechnungslegung erstellt. Im Vergleich zur Kameralistik, die lediglich Einnahmen und Ausgaben eines Jahres betrachtet und somit als rein zahlungsorientiertes Rechnungswesen wenig über den Stand des Vermögens, die Vermögensveränderungen oder den tatsächlichen Ressourcenverbrauch aussagt und damit ein verzerrtes Bild der finanzpolitischen Wirklichkeit zeichnet, schafft die Doppik eine völlig neue Transparenz. Nur die kaufmännische Rechnungslegung stellt Vermögen und Schulden sowie das gesamte Ressourcenaufkommen bzw. den –verbrauch transparent dar. Zusätzlich zeigt der Konzernabschluss die Schulden ausgegliederter Einrichtungen. Politische Entscheidungsträger haben dadurch eine verbesserte Informationsgrundlage, die anders als die Kameralistik die Folgewirkungen getroffener Entscheidungen nicht ausblendet.
Mit der Kernverwaltung und 390 Unternehmensbeteiligungen weist der Konzern Hamburg eine Bilanzsumme von 63,3 Mrd. Euro auf. Dies entspricht in der Größenordnung einem mittelgroßen deutschen DAX-Unternehmen.

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