Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Infektionsschutz Krankenhaushygiene

Krankenhaushygiene

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) regelt Maßnahmen zur Verbesserung der Krankenhaushygiene.

  • Die gesetzlichen Regelungen beinhalten die Verpflichtung der Krankenhäuser und Einrichtungen für ambulantes Operieren zur kontinuierlichen, gezielten Erfassung und Bewertung bestimmter nosokomialer Infektionen 1) sowie zur Erfassung von Erregern mit besonderen Resistenzen und Multiresistenzen 2) (§ 23 Abs. 1 IfSG), der unverzüglichen Meldung von Ausbrüchen an das zuständige Fachamt Gesundheit ("Gesundheitsamt") (§ 6 Abs. 3 IfSG) sowie der Festlegung von innerbetrieblichen Verfahrensweisen zur Infektionshygiene in Hygieneplänen (§ 36 Abs.1 IfSG).
  • Die Festlegung der zu erfassenden nosokomialen Infektionen und Antibiotikaresistenzen erfolgt als verbindliche Vorgabe durch das Robert Koch-Institut (§ 4 Abs. 2 IfSG). Mit der Legaldefinition für nosokomiale Infektion stellt der Gesetzgeber die Erfassungspflicht auf klar definierte Indikatoren ab (§ 2 Nr. 8 IfSG.)

1) Unter dem Begriff "nosokomiale Infektionen" werden Infektionen bezeichnet, die in zeitlichem Zusammenhang mit einer stationären oder einer ambulanten medizinischen Maßnahme erworben wurden.

2) Die Beobachtung hinsichtlich der Resistenzentwicklung (Widerstandsfähigkeit) von Krankheitserregern ist wichtig, um mögliche Ursachen frühzeitig erkennen und mit geeigneten Maßnahmen reagieren zu können.)

Erfolge bei der Verbesserung der Krankenhaushygiene bedeuten eine Verbesserung der Qualität im Krankenhaus und damit mehr Sicherheit für diejenigen, die ein Krankenhaus aufsuchen oder dort arbeiten.

Die Fachabteilung Öffentlicher Gesundheitsdienst der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz hat die Aufgabe, die Rahmenbedingungen - insbesondere die Entwicklung und Weiterentwicklung von Hygienestandards - zu schaffen und die erforderliche Umsetzung zu fördern und zu unterstützen.

Die Fachämter Gesundheit der Bezirke sind vor Ort für die behördliche Überwachung der Krankenhaushygiene zuständig. Ihnen obliegt es, durch Beratung, Information und Kontrolle die Durchsetzung krankenhaushygienischer Erfordernisse zu unterstützen und nachhaltig zu fördern.

Fachlich beraten werden sie durch den Arbeitskreis Krankenhaushygiene am Institut für Hygiene und Umwelt, dem neben den Fachämtern Gesundheit auch Vertreterinnen und Vertreter der krankenhaushygienischen Arbeitsbereiche aus den Hamburger Krankenhäusern und der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz angehören.

Kontakt

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Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Dr. Ingeborg Kirchhoff
- Krankenhaushygiene -
Billstraße 80
20539 Hamburg

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