Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Versorgungsangebote Fachgebiet Diabetes

Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus werden in Hamburg in nahezu allen Krankenhäusern behandelt. Es gibt jedoch einige Krankenhäuser, die sich auf die Behandlung von Diabetes mellitus spezialisiert haben. Dazu gehören auch spezielle Versorgungsangebote im Schulungsbereich und insbesondere die Diabetes-Fußambulanzen.

Versorgungsangebote für Menschen mit Diabetes in Hamburg

Im folgenden erhalten Sie Informationen über die verschiedenen Diabetestypen, die Symptome sowie die klinischen Versorgungsangebote (Stand: Januar 2012):

vergrößern Foto von mehreren Zuckerwürfeln Zucker (Bild: Foto: BGV) Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die auf einem absoluten oder relativen Mangel an Insulin beruht, durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist und in deren Folge zumeist erst nach längerer Krankheitsdauer Schäden an Blutgefäßen und Nervensystem auftreten können. Nach der Ätiologie (Ursache) werden folgende Diabetesformen unterschieden:

  • Typ 1 – Diabetes
  • Typ 2 – Diabetes
  • Andere Diabetesformen (genetische Defekte, Endokrinopathien, medikamentös induziert, Infektionen, genetische Syndrome)
  • Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

Hochrechnungen zufolge leiden etwa 180 000 Menschen in Hamburg an einem Diabetes mellitus, die Mehrheit von ihnen an einem Typ 2 Diabetes, früher Altersdiabetes.

In der Gruppe der über 65-Jährigen sind etwa 16 bis 23% von einer Diabeteserkrankung betroffen. Dazu kommt eine hohe Zahl von nicht bekannten Diabetikern (Dunkelziffer), die bei Erwachsenen auf zirka 50% geschätzt wird.

Wichtig ist, einen Diabetes mellitus so früh wie möglich zu erkennen, um rechtzeitig mit geeigneten Maßnahmen (Ernährung, körperliche Betätigung) oder auch medikamentöser Behandlung gegensteuern zu können.

Symptome

Typische Symptome des manifesten Diabetes mellitus:

Unspezifische Allgemeinsymptome:

  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Leistungsminderung

Symptome durch einen erhöhten Insulinspiegel und passagere Hypoglykämien (Unterzuckerung):

  • Heißhunger, Schwitzen, Kopfschmerzen

Symptome durch Hyperglykämie (Überzuckerung) und Glukosurie (Zuckerausscheidung mit dem Urin):

  • Häufiges Wasserlassen (Polyurie) und nächtliches Wasserlassen (Nykturie)
  • Vermehrter Durst (Polydipsie)
  • Gewichtsverlust

Symptome durch Störungen im Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt:

  • Nächtliche Wadenkrämpfe
  • Sehstörungen

Hauterscheinungen:

  • Juckreiz
  • Bakterielle und mykotische (Pilz-) Hautinfektionen
  • Diabetische Gesichtsröte
  • Nekrobiosis lipoidica (bräunlich rote Herde, meist an beiden Unterschenkeln,

Potenzstörungen, Amenorrhoe (Ausbleiben der Monatsblutung)

Diabetes-Typen

Typ-1-Diabetes (etwa zehn Prozent)

Die Symptome bei Diabetes mellitus Typ 1 entwickeln sich relativ schnell, innerhalb von einigen Tagen bis wenigen Wochen. Meist sind jugendliche Menschen betroffen. Ursache ist die Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen mit dem Ergebnis eines absoluten Insulinmangels. Genetische Faktoren spielen eine prädisponierende Rolle.

Typ-2-Diabetes (etwa 90 Prozent)

Die Symptome bei Typ-2-Diabetes entwickeln sich meist über einen längeren Zeitraum von bis zu mehreren Jahren. Die Erkrankung bleibt häufig lange unentdeckt, es treten keine oder nur geringfügige Beschwerden (vermehrter Durst, schlechtes Allgemeinbefinden, erhöhte Infektanfälligkeit, Juckreiz, leichte Ermüdbarkeit, Schwindel) auf. Vielfach weisen erst Folgeerkrankungen auf die Stoffwechselstörung hin.

Der Typ-2 Diabetes entwickelt sich in den meisten Fällen auf dem Boden eines metabolischen Syndroms (Wohlstandssyndrom). Überernährung mit Adipositas sind die entscheidenden Manifestationsfaktoren des Typ-2 Diabetes.

Schwangerschaftsdiabetes (drei Prozent aller Schwangeren)

Der Gestationsdiabetes (erhöhter Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft) verursacht meist wenig Symptome und verschwindet in der Mehrzahl der Fälle nach Beendigung der Schwangerschaft. Im Rahmen der Schwangerschaftsuntersuchungen kann er diagnostiziert werden.

Versorgungsangebote in Hamburger Krankenhäusern

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Asklepios Westklinikum Hamburg

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Asklepios Klinik St. Georg

Asklepios Klinik Barmbek

Asklepios Klinik Wandsbek

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift (für Kinder und Jugendliche)

AKK Altonaer Kinderkrankenhaus gGmbH (für Kinder und Jugendliche)

(für detailliertere Kontaktdaten bitte auf die Krankenhäuser klicken)

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