Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg

Welche kreativen Milieus gibt es in Hamburg? Wie sind sie entstanden? Welche geeigneten Ansätze gibt es zur Förderung kreativer Milieus und wo könnten sich diese in Hamburg in der Zukunft entwickeln? Dies sind Kernfragen des Gutachtens „Kreative Milieus und offene Räume“, das die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Anfang 2009 in Auftrag gegeben hat.

Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg - Graphik: Tom Unverzagt Das Gutachten macht deutlich, dass kreative Milieus einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Stadt leisten. In ihnen zeigen sich besonders gut Veränderungen der Gesellschaft. Hier können auf engem Raum neue Lebens- und Arbeitsformen und Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden und voneinander profitieren. Diese Mischung erzeugt lebendige und interessante Orte für Bewohner und Besucher. Bei den Prozessen gilt es jedoch, kritische Folgen für Anwohner und Beschäftigte zu vermeiden.  

Die Untersuchung zeigt weiter, dass Hamburg neben seinen kreativen Stammzellen Schanzenviertel/St. Pauli/Ottensen noch über weitere Quartiere verfügt, in denen sich Kreativwirtschaft und künstlerisches Wirken in besonderer Weise konzentrieren und das städtische Umfeld mit prägen. Ein besonderes Entwicklungspotential zeigt die Studie zum Beispiel für die Schnittstelle östliche City – Oberhafen/Großmarktareal. Aber auch für Räume im Osten der Inneren Stadt, wie Hammerbrook, Hamm-Süd und Rothenburgsort und Stadtviertel wie Wilhelmsburg oder Barmbek macht das Gutachten kreative Entwicklungspotentiale deutlich. Auch bei der Entwicklung der Szenen rückt Hamburg weiter ans Wasser.

Als wichtige Rahmenbedingungen werden nicht nur niedrigschwellige Raumangebote des Quartiers genannt, sondern unter anderem auch die Lage, die Vernetzung der Akteure im Quartier, wichtige Schlüsselpersonen sowie die Nähe zu Auftraggebern und Partnern.  

Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk: „Eine lebendige Metropole braucht eine lebendige kreative Szene. Das Gutachten zeigt, dass sich Hamburg weiter zu einer kreativen Metropole entwickeln kann. Wir unterstützen bereits eine ganze Reihe von konkreten Projekten – über das Gängeviertel bis zu dem geplanten Künstlerhaus Veringhöfe in Wilhelmsburg. Das entstehen kreativer Milieus ist aber nicht allein am Schreibtisch planbar. Die Studie fordert zu Recht von allen Akteuren und der Stadtplanung eine Kultur der Offenheit für kreative Milieus. Das Gutachten leistet damit auch einen wichtigen Beitrag für die aktuelle Debatte um die beste Stadtentwicklung und hilft uns damit, Hamburg weiter zu einer lebendigen Metropole zu entwickeln.“

Pressemeldung vom 19.01.2010

 

Pressestimmen zur Veröffentlichung des Gutachtens

Hamburger Abendblatt 

Die Welt

die tageszeitung

10. Juni 2010

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