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Krebsregister Krebsregistrierung in Hamburg

Krebsregistrierung - Allgemeine Informationen

vergrößern Hamburgisches Krebsregister (Bild: BGV) Die Krebsregistrierung, das heißt die Erfassung von Krebserkrankungsfällen, dient der Krebsforschung und der Verbesserung der Qualität der onkologischen Versorgung. In Hamburg ist das Hamburgische Krebsregister (HKR) verantwortlich für die integrierte flächendeckende epidemiologische und klinische Krebsregistrierung und erfüllt die landes- und bundesgesetzlich vorgegebenen Aufgaben.

Das Hamburgische Krebsregister hat eine lange Geschichte und besteht mit Unterbrechungen seit 1926 als epidemiologisches Krebsregister. Derzeit  baut es eine zusätzliche flächendeckende klinische Krebsregistrierung auf. Im Rahmen der epidemiologischen Krebsregistrierung werden seit langem bevölkerungsbezogene Analysen durchgeführt. So werden Erkenntnisse über das Auftreten und die Häufigkeit von Krebserkrankungen und ihre Verteilung nach Alter und Geschlecht am Wohnort Hamburg gesammelt. Zeitliche Entwicklungen der Krebserkrankungen werden nachverfolgt und die Überlebenszeiten von erkrankten Patientinnen und Patienten berechnet. Somit trägt das Krebsregister dazu bei, das Wissen um die Krebserkrankungen und über ihre Trends in der Bevölkerung zu verbessern.

Die wohnbevölkerungsbezogenen Daten des HKR werden regelmäßig ausgewertet und der Öffentlichkeit berichtet. Aggregierte, das heißt nach Gruppen zusammengefasste Daten können von Interessierten über die Internetseite des HKR  aus einer Datenbank abgerufen werden. Aus dem vorliegenden Datenbestand gehen ausgewählte gesammelte Informationen in wissenschaftliche Studien ein.

Im Rahmen der behandlungsbezogenen Krebsregistrierung, die seit 2014 aufgrund einer bundesgesetzlichen Regelung zusätzlich aufgebaut wird, werden Analysen zur Behandlung von onkologischen Patientinnen und Patienten und zu dem Verlauf der Erkrankung am Behandlungsort Hamburg möglich. So kann auf Basis datengestützter objektiver Erkenntnisse der Einsatz der therapeutischen Möglichkeiten kontinuierlich dargestellt und beurteilt werden. Diese flächendeckende klinische Krebsregistrierung ermöglicht es den Ärztinnen und Ärzten, Therapien und die darauf beruhenden Heilungschancen zu vergleichen und daraus hervorgehend die Behandlungen zu optimieren. Die klinische Krebsregistrierung verbessert also das Wissen um Verlauf und Therapie von Krebserkrankungen.

Um dieses Ziel des Bundesgesetzgebers umzusetzen, wurde in Hamburg das Hamburgische Krebsregistergesetz (HmbKrebsRG) geschaffen. Es erlaubt, dass hierzu erforderliche Daten erhoben werden. Diese sind von den behandelnden Einrichtungen beziehungsweise Ärzten an das HKR weiter zu geben, wenn die Patientin oder der Patient dem nicht widerspricht. Gleichzeitig legt das Gesetz dem Hamburgischen Krebsregister strenge datenschutzrechtliche Vorschriften über den Schutz und den Umgang mit den ihm anvertrauten Daten auf.

Wesentliche Bedingungen für den Nutzen und die Sinnhaftigkeit des Krebsregisters sind die Qualität und vor allem Vollzähligkeit der erhobenen und übermittelten Daten. Dafür ist die Bereitschaft der betroffenen Patientinnen und Patienten zu einer Datenübermittlung sowie die der onkologisch behandelnden Praxen und Kliniken zu einer möglichst vollständigen Meldebeteiligung unerlässlich. Deshalb bittet das Hamburgische Krebsregister Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte um ihre Unterstützung und Mitarbeit:

  • durch die Bereitschaft der Patientinnen und Patienten, die Datenerhebung und -übermittlung zuzulassen,
  • durch die Einhaltung der Meldepflicht auf Seiten aller onkologisch behandelnden Praxen und Kliniken,
  • durch die Nutzung der Daten des Krebsregisters.