Halbzeitbilanz
Kultur
Die Kultur in Hamburg bekommt wieder die Anerkennung und Sicherheit, die ihr gebührt. Die Gesamtausgaben für die Kultur steigen von 2012 auf 2013 von 247,3 Millionen Euro auf 251,9 Millionen und der Kulturetat ohne Investitionen steigt sogar von 218,7 in 2012 auf 231,9 in 2013. Hinzu kommen noch Mittel aus der Kultur- und Tourismustaxe und aus dem Sanierungsfonds. Damit ist es gelungen, die Kultur jenseits der immer schon stark schwankenden Investitionsmittel zu stärken.
Durch die Einführung der Kultur- und Tourismustaxe stehen zudem allein 2013 zusätzliche Mittel für die Kultur in Höhe von 5,6 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen zahlreiche Projekte von der Freien Szene, unter anderem über den neu eingerichteten Elbkulturfonds, bis zu überregional bedeutenden Ausstellungen gefördert werden.
Mit einer Sanierungsoffensive hat der Senat angefangen, die kulturelle Infrastruktur zu sichern. So wird das Schauspielhaus für rund 16,5 Millionen Euro grundsaniert. Bis heute wurden zudem aus dem Sanierungsfonds rund 20,7 Millionen Euro für die Sanierung von weiteren Kultureinrichtungen bereitgestellt, u.a. für die grundlegende Ertüchtigung der Nordhalle der Deichtorhallen, des Planetariums, wie auch die Sanierung von St. Nikolai, St. Katharinen und der Sternwarte Bergedorf und für die Sanierung des Bühnenbereichs des Helmssaales im Harburger Theater.
Hamburg gewinnt kulturell überregional an Bedeutung. Kent Nagano und Georges Delnon konnten für die Nachfolge von Simone Young an der Hamburgischen Staatsoper verpflichtet, der Vertrag mit Joachim Lux am Thalia Theater verlängert werden. Karin Beier wird ab der kommenden Spielzeit neue Intendantin am Deutschen Schauspielhaus.
Weiterentwicklung der Musikstadt Hamburg unter anderem durch die finanzielle Absicherung von Reeperbahnfestival, Elbjazz und Dockville. Ab 2013 wird zudem erstmals der Echo Jazz in Hamburg vergeben. Die Neuordnung des Projektes Elbphilharmonie ist auf den Weg gebracht worden, um Geburtsfehler aus der Vergangenheit zu beheben und sicherzustellen, dass Hamburg eines der besten Konzerthäuser der Welt bekommt.
Bewahrung des kulturellen Erbes Hamburgs durch die Anmeldung der Hamburger Sternwarte in Bergedorf zum Weltkulturerbe ebenso wie die des Jüdischen Friedhofs Altona in der Königstraße und die weitere Vorbereitung der Weltkulturerbe-Anmeldung des Chilehauses mit Kontorhausviertel und angrenzender Speicherstadt. Zudem hat der Senat die Novellierung des Denkmalschutzgesetzes durch das „Ipsa-Lege“ System beschlossen, mit dem Ziel, für Hamburg ein Denkmalschutzrecht zu schaffen, das den schützenswerten Bestand an historischen Gebäuden und Ensembles sichert und zugleich klare und transparente Regelungen für private Eigentümer und für Investoren schafft.
Stärkung der Museumslandschaft durch Aufstockung des Ausstellungsfonds von 2 auf 2,5 Millionen Euro. Zudem hat der Senat die Neuordnung der Stiftung Historische Museen Hamburgs beschlossen, mit der insbesondere die drei großen stadthistorischen Museen – das Museum für Hamburgische Geschichte, das Museum der Arbeit und das Altonaer Museum – entlang ihrer jeweiligen Schwerpunkte gestärkt werden und der dauerhafte Erhalt aller ehemals staatlichen Museen erstmals gesetzlich fest geschrieben wird.









