Senatskanzlei

Olaf Scholz in Paris „Unsere Werte an die kommende Generation weitergeben“

Scholz zu bildungspolitischen Gesprächen nach Paris gereist

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ist in seiner Funktion als Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit nach Paris gereist. Anlass ist die 6. Konferenz der französischen Recteurs d’Académie mit den deutschen Kultusministerinnen und Kultusministern der Länder, das sogenannte „Recteurs-Treffen“. 

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„Unsere Werte an die kommende Generation weitergeben“

Gastgeberin ist in diesem Jahr die französische Bildungsministerin Najat Vallaut-Belkacem. Auf deutscher Seite haben der Bevollmächtigte Scholz und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bremer Senatorin für Kinder und Bildung, Dr. Claudia Bogedan, zu dem Treffen eingeladen. Aus Hamburg nimmt der Staatsrat der Behörde für Schule und Berufsbildung, Dr. Michael Voges, teil.

Vor dem Hintergrund der aktuellen europäischen und internationalen Herausforderungen war die Pflege und Vertiefung der bildungspolitischen Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland zentrales Thema der Konferenz. Es wurde in unterschiedlichen Plenen diskutiert, auf welche Weise Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende in beiden Ländern motiviert werden können, die jeweilige Partnersprache zu erlernen und wie es gelingen kann, zugewanderte Jugendliche und Flüchtlinge soweit zu integrieren, dass sie einen Schul- oder Ausbildungsabschluss machen. Außerdem wurde erörtert, inwiefern die Zusammenarbeit der deutschen Bundesländer mit den französischen Akademiebezirken durch verschiedene Austausch- und Begegnungsformate weiter gefördert werden kann.

In seiner Ansprache sagte der Bevollmächtigte Olaf Scholz: „Deutschland und Frankreich haben ein dichtes Netz von hervorragenden Angeboten, die Sprache des Partnerlandes zu lernen. Die großen und kleinen Institutionen zeigen in erfreulich lebendiger Weise, dass die deutsch-französische Freundschaft das Recht auf Bildung auf sehr hohem Niveau verwirklicht.“

Scholz nannte in seiner Rede stellvertretend für viele Projekte, das Angebot Educ’ARTE: „Das Projekt kombiniert kulturelle Erziehung, schulische Bildung und Partizipation in hervor¬ragender Weise. Educ’ARTE zeigt, wie modern, innovativ und auch technisch hoch interessant soziale Integration sein kann. Ich beglückwünsche die Akademie Paris und die Akademie Straßburg, die das Projekt derzeit erproben und freue mich sehr, dass Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland schon in der Testphase dabei sind.“

Außerdem machte Scholz auf die Vorreiterrolle Hamburgs mit Modellen der beruflichen Integration aufmerksam: „Es gibt ein engmaschiges Angebot in Wohnnähe, das Jugendliche unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund und eben auch Flüchtlinge gleichermaßen unterstützt. Wir kümmern uns um jeden Einzelnen, sorgen dafür, dass die Schule abgeschlossen wird und jeder eine Ausbildung bekommt, mit der ein solides Erwerbsleben möglich ist.“ Mehrere Tausend jugendliche Flüchtlinge seien schon in Projekten der beruflichen Bildung integriert. Auch in diesem Zusammenhang stehe das Lernen der Sprache zunächst im Vordergrund, erklärte Scholz. 

„Damit jede Generation diese Freundschaft lernt, neu entdeckt und weiter entwickelt ist die enge Kooperation in Bildungsfragen eine so immens wichtige Aufgabe“, so Scholz. „Unsere Werte von Freundschaft, Verlässlichkeit und Gleichberechtigung an die kommende Generation weiter zu geben, das ist für das Europa der Zukunft von höchster Bedeutung.“