Senatskanzlei

Praktikantin im Interview Pauline Grimmer - Praktikantin beim Kulturbevollmächtigten in Hamburg

Mehrsprachig mit Begeisterung: Pauline Grimmer ist Praktikantin im Büro des Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit. Was das besondere an ihrem Studiengang ist und wie ihr das Praktikum in Hamburg gefällt, berichtet sie im Interview.​​​​​​​

Praktikum beim Kulturvebollmächtigten

Aufgewachsen ist sie in Metz, Frankreich und hatte schon in der Grundschule Deutschunterricht. Später machte sie einen deutsch-französischen Schulabschluss. Deutsch-Französisch ging es bei ihr auch im Studium weiter: Der Studiengang „Angewandte Politikwissenschaft“ findet als Kooperation sowohl in der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg als auch in am IEP Aix-en-Provence bei Marseille statt.

Du hast dich ja schon früh für Deutsch als Fremdsprache entschieden - was war deine Motivation dafür?

Metz, wo ich aufgewachsen bin, ist ja recht nah an der Grenze zu Deutschland. Deshalb wird dort schon in der Grundschule Deutsch als Fremdsprache angeboten, ich habe mit sieben Jahren angefangen. Klar, am Anfang nur einfache Dinge wie „Ich heiße Pauline und komme aus Metz“ – aber mit der Zeit hat mich die Sprache immer mehr interessiert. Deshalb habe ich mich entschieden, auch auf dem Gymnasium weiter Deutsch zu lernen.

Und dann hast du sogar das „Abibac“ gemacht.

Genau! Das ist ein Abschluss, mit dem ich sowohl in Deutschland als auch in Frankreich studieren kann. Es ist zwar ein ziemlich großer Lernaufwand, aber ich wollte es gerne machen, auch weil ich dann später mehr berufliche Chancen habe.

Diese Richtung hast du auch im Studium weiterverfolgt, oder?

Richtig, ich studiere den deutsch-französischen Studiengang „Angewandte Politikwissenschaft“. Der findet sowohl in Freiburg als auch in Aix-en-Provence bei Marseille statt und ist so angelegt, dass man den Master direkt aufbauend auf den Bachelor macht. Dadurch habe ich zum einen die Möglichkeit, mein Deutsch noch weiter zu verbessern. Gleichzeitig spricht mich die Praxisnähe des Faches so an – denn es heißt nicht umsonst „angewandte Politikwissenschaft“. Außer Inhalten aus den Politikwissenschaften gibt es auch Veranstaltungen zum Beispiel aus Recht, Geschichte und Ökonomie. Also wirklich interdisziplinär! Im Moment bin ich im fünften Semester und mache jetzt mein sechsmonatiges Praktikum. 

Für das Praktikum hat es dich ja aus dem Süden fast ganz in den Norden verschlagen, nach Hamburg. Wie bist du denn auf dieses Praktikum gestoßen?

Für mich war klar, dass ich mich im Praktikum mit dem Thema der deutsch-französischen Zusammenarbeit oder mit Europa beschäftigen wollte. Da bin ich natürlich schnell auf den Bevollmächtigten für den kulturellen Austausch gestoßen – seit 2015 ist das ja Olaf Scholz, weshalb die Behörde hier in Hamburg angesiedelt ist. Also habe ich mich beworben – und nun arbeite ich hier!

Wie sieht denn dein Arbeitsalltag hier aus, welche Aufgaben übernimmst du?

Zunächst muss man sagen, dass wir ein recht kleines Team sind. Dadurch können wir sehr schnell und direkt kommunizieren und ich kriege aus allen Bereichen etwas mit. Genauso verschieden sind dann auch meine Aufgaben. Zum Beispiel arbeite ich mit an der Planung von Terminen oder der Erstellung von Inhalten für diverse Projekte, wie deutsch-französische Expertenkommissionen.

Die Arbeit hier hat auch diplomatische Aspekte, oft habe ich Kontakt zu den verschiedensten Institutionen, die Veranstaltungen zu deutsch-französischen Themen planen oder den Bevollmächtigten für ein Grußwort anfragen. Genauso stehen wir auch mit der Französischen Botschaft in Berlin und der Deutschen in Paris in Kontakt. Ich mag diese Vielseitigkeit. 

Das klingt tatsächlich sehr spannend! Ich kann mir vorstellen, dass sehr viele jüngere Menschen Interesse an einem Praktikum bei euch haben. Wem würdest du ein Praktikum denn besonders empfehlen?

Natürlich sollte der- oder diejenige Interesse an der französischen Kultur und an deutsch-französischen Beziehungen mitbringen. Außerdem sollte man französisch sprechen können, weil wir natürlich den ganzen Tag mit französischsprachigen Inhalten oder Menschen zu tun haben. Der Studiengang dagegen ist nicht festgelegt - andere Mitarbeiterinnen haben zum Beispiel Kommunikationswissenschaften oder Jura studiert. Nicht zuletzt sollte einem natürlich auch die Arbeit im Team Spaß machen, denn wir sind hier nur wenige Mitarbeiter und arbeiten eng zusammen. 

Dann wird es sicher an Nachfolgern oder Nachfolgerinnen nicht mangeln. Vielen Dank für das Interview und noch eine schöne Zeit in Hamburg!

Vielen Dank!