Kurzinformationen über das Finanzamt Hamburg-Bergedorf
Das Finanzamt Bergedorf wurde am 01. September 1920 für den Bereich der „Landherrenschaft Bergedorf“ errichtet. Der Bezirk mit ca. 120.000 Einwohnern umfasst heute als Kerngebiet das 847 Jahre alte Bergedorf und das 752 Jahre alte Lohbrügge. Dieses urbane Zentrum wird im Süden, Südosten und Westen umgeben von dem auch heute noch überwiegend ländlichen Bereich der Elbmarschniederung, die sich zwischen dem Geestrand im Norden und der Elbe im Süden erstreckt. Sie erhält ihren Charakter durch Marschhufendörfer, Deiche sowie eine Vielzahl von Entwässerungsgräben; das Land ist bestückt mit Treibhauskulturen.
Von selbstbewussten „Veerlannern“ wird der Hamburger belehrt, dass die schon 1556 namentlich bezeichneten Kirchspiele Altengamme, Curslack, Kirchwerder und Neuengamme mit ihren sehenswerten Kirchen und den stattlichen Bauernhäusern nichts gemein haben mit den „Marschlanden“ im Westen. Immerhin sind die Vierländer schon im 17. Jahrhundert zu Wohlstand gelangt und haben sich bis 1868 eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt. Damals kamen sie zusammen mit Bergedorf in Hamburger Alleinbesitz. Demgegenüber hat Hamburg die zwischen ihm und den Vierlanden liegenden „Marschlande“ im westlichen Finanzamtsbereich, nämlich Spadenland, Tatenberg, Moorfleet, Ochsenwerder, Billwerder, Allermöhe und Reitbrook, schon relativ frühzeitig unter seine Kontrolle bringen und somit „einhamburgern“ können. Bergedorf selbst war von 1420 bis 1866 beiderstädtischer Besitz Hamburgs und Lübecks, so dass die Amtsmänner aus diesen beiden Hansestädten sich einander im Sechsjahreswechsel als Statthalter im Bergedorfer Schloss abwechselten.
Nach mehreren Umzügen in der Anfangszeit hatte das Finanzamt ab 1934 für 50 Jahre seinen Sitz gemeinsam mit dem Amtsgericht Bergedorf in der Ernst-Mantius-Straße. Dann bezog das Finanzamt im Jahr 1984 aufgrund des gestiegenen Raumbedarfs den Neubau im Ludwig-Rosenberg-Ring 41, in dem es sich auch heute noch befindet. Damit hat das Finanzamt Bergedorf seinen Sitz nunmehr in Lohbrügge, allerdings nur wenige Schritte von Bergedorf entfernt.
Mitarbeiter
Mit insgesamt 147 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Finanzamt Hamburg-Bergedorf zwar personell das kleinste der Hamburger Regionalfinanzämter, ist aber für den größten Bezirk (ca. 15.475 ha) in Hamburg zuständig.
Über die Hälfte der Bediensteten ist teilzeitbeschäftigt und nutzt das Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle. Außerdem liegt die Frauenquote über 80 Prozent.
Seit September 2008 ist das Finanzamt Bergedorf auch - wieder - Ausbildungsfinanzamt.
Steuerpflichtige
Das Finanzamt Bergedorf ist für ca. 43.400 Steuerpflichtige zuständig. Dazu gehören neben der großen Anzahl von Arbeitnehmern und Steuerpflichtigen mit anderen Einkünften auch die ca. 9.900 Gewerbebetriebe vom Kleinstbetrieb bis zum Großbetrieb.
Eine Sonderzuständigkeit besteht für alle land- und forstwirtschaftlichen Betriebe, die nördlich der Elbe belegen sind.
(Stand: Februar 2009)

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