Länderspecials Amerika in Hamburg

Musik, Sport, Hollywood-Filme, der American Lifestyle und auch das typisch amerikanische Essen mit Burgern und Steaks erfreuen sich größter Beliebtheit in Hamburg. Waren es im 19. Jahrhundert vor allem deutsche und europäische Auswanderer, die Spuren in Amerika hinterließen, ist es heute die amerikanische Kultur, die Deutschland und Hamburg kulturell prägt. Heute leben fast 3300 Amerikaner in Hamburg, die das kulturelle und wirtschaftliche Leben der Stadt bereichern.


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Amerika in Hamburg

Amerikanische Gastronomie in der Hansestadt

Vor allem das typisch amerikanische Essen ist in Hamburg, wie überall in Deutschland, sehr beliebt. Das Old MacDonald im Stellinger Weg 33 ist ein amerikanisches Diner und eine Sportsbar in Einem. Wer also frische amerikanische Burger liebt, ist hier genau richtig! Zudem lockt es mit einer gemütlichen Außenterrasse im Sommer und LIVE Sportübertragungen. Auch das Miss Pepper, das gleich an zwei Standorten in Hamburg vertreten ist, zieht viele hungrige Mäuler mit seinen amerikanischen Köstlichkeiten an. Wer gerne bowlen geht und die amerikanische Küche mag, kann in der Bowling World, in der Wagnerstraße gemeinsam mit der Familie oder Freunden zahlreiche Events und Specials und die amerikanische Küche bei aktuellen Sporthighlights genießen. Das Café del Sol ist ein Restaurant im amerikanischen Landhaus-Stil. Neben köstlichen Speisen gibt es auch hervorragende Cocktails und ein Brunch-Angebot am Wochenende. Natürlich darf auch das Hard Rock Café Hamburg in unserer Auflistung der amerikanischen Restaurants und Cafés nicht fehlen. Es ist das vierte seiner Art in Deutschland und populär durch seine Vielfältigkeit vom Souvenirshop bis hin zum Café. Das weltbekannte Logo unterstreicht die Popularität des in Amerika erfundenen Hard Rock Cafés natürlich zusätzlich. Des Weiteren bietet Ihnen das Steakhouse BIG BULL in Hamburg-Winterhude eine große Auswahl an amerikanischem Essen höchster Qualität, insbesondere Steaks. Das Restaurant hat das Motto: "immer etwas mehr...", welches hält, was es verspricht.

Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und Ausstellungen

Ein besonderes Highlight in Hamburg ist die alljährliche Street Mag Show. Das Programm der Show beschränkt sich nicht nur auf die Präsentation von Hot Rods, Custom Cars, Low Ridern und Harley-Davidsons. Als Deutschlands größte American-Car & Harley-Show mit ca. 2.000 Fahrzeugen vermittelt die Street Mag Show den Gästen ein Gefühl von Route 66, Diners und Rock`n Roll. Zum Rahmenprogramm gehören Stuntshows, Rock'n'Roll-Livemusik und American Food.

Die Chippendales bringen 2014 wieder ein klein wenig Amerika nach Hamburg. Sie sind nach 2012 zum zweiten Mal in der Hansestadt  zu Gast und bringen mit ihrer atemberaubenden Show Chippendales - Forever Sexy! amerikanisches Flair in die Hafenstadt. 

American Lifestyle

Wer den "Amercian Dream" träumen möchte, kann sich in einer der Boxspringbetten-Filialen ein amerikanisches Bett zulegen. Diese Läden haben sich auf die in Amerika so gängigen pompösen Betten spezialisiert und bieten die verschiedensten Modelle an. Der Route 66 Kfz Meisterbetrieb in der Kieler Straße, bietet nicht nur die Reparatur von klassischen US-Fahrzeugen, sondern auch die Beschaffung von Ersatzteilen und den Verkauf von klassischen US-Fahrzeugen an. Auch der Kilan-Shop ist ein Laden, in dem man Ersatzteile für amerikanische Fahrzeuge kaufen kann. Ob Chevrolet, Chrysler, Dodge oder Hummer: Hier werden Sie für jede amerikanische Automarke fündig. Das Isico-Sportgeschäft existiert bereits seit 1988 und wurde als Sportgeschäft für amerikanische Sportartikel gegründet. Es befindet sich in der Hannoversche Straße 86 und bietet alles rund um die amerikanische Sportbekleidung. 

Deutsch-amerikanischer Kulturaustausch

Das Amerikazentrum am Sandtorkai 48 ist ein Kulturinstitut, das den deutsch-amerikanischen Bildungs- und Kulturaustausch unterstützt und Kulturveranstaltungen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen bietet. Im Hamburg-America-Center entstehen Büroflächen für Unternehmen oder Firmen mit Amerika-Bezug an einem exklusiven Standort in der HafenCity. Das Hamburg-America-Center fördert so den Austausch zweier Länder, die seit langem ein besonderes Verhältnis miteinander verbindet. Es ist ein sehr modernes architektonisches Gebäude, das von dem renommierten New Yorker Architekturbüro Richard Meier & Partners geplant wurde. Der Deutsch-Amerikanische Frauen-Club e.V. (DAFC) hat zwei große Arbeitsbereiche. 1951 von amerikanischen und deutschen Frauen gegründet, war das Ziel dieses Vereins, Kindern in den schweren Nachkriegsjahren zu helfen und die Familien zu entlasten. Seit 1953 sind durch den DAFC 10 Spielplatzhäuser entstanden. Ein zweiter großer Arbeitsbereich betrifft den Deutsch-Amerikanischen Studentenaustausch. Der Club beteiligt sich seit 55 Jahren finanziell und ideell an dem vom Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs durchgeführten Programm und möchte somit das Verständnis von Studenten beider Nationen fördern. Monatliche Veranstaltungen, Museumsbesuche, Bridge oder Golfgruppen fördern das freundschaftliche Miteinander. Der AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. vermittelt schon seit über 60 Jahren Schüler- und Studenten-Austausche zwischen Deutschland und Amerika. 

Die deutsche-amerikanische Geschichte in Hamburg

Zur Mitte des 19. Jahrhunderts setzten die großen Auswanderungswellen nach Amerika ein. Die industrielle Revolution hatte zu dieser Zeit in Europa viele traditionelle Berufe aussterben lassen. Neue Erfindungen und die fortschreitende Technisierung ermöglichten gleichzeitig aber auch den Ausbau von Eisenbahnstrecken und den Bau von Dampfschiffen, die die Ozeane schneller überqueren konnten.  Im Zuge dieser ersten Globalisierung konnte auch das einfache Volk erstmals Ortswechsel von größeren Entfernungen vornehmen. Somit begann die Auswanderungswelle in die Vereinigten Staaten. Einen Teil dieser Auswanderungsgeschichte ist im Auswanderermuseum in Ballinstadt Hamburg erfahrbar. Der damalige Direktor der Reederei HAPAGA, Albert Ballin, hatte damals im Hamburger Hafen das größte Gasthaus der Welt errichten lassen. Viele Tausend Menschen aus ganz Europa kamen hier jede Woche an und warteten auf die Abfahrt ihrer Schiffe. Für etwa fünf Millionen Menschen war Hamburg zwischen 1850 und 1934 das Tor in ein neues Leben. Ihnen ist die BallinStadt Auswandererwelt gewidmet.
Ende des 19. Jahrhunderts nutzten aber auch einige Amerikaner die neuen Schiffslinien und wanderten nach Deutschland aus. Hamburg war dabei eines der Ziele.  

Im Zuge dieser Intensivierung der Schiffslinien zwischen Hamburg und Amerika wurde im Mai 1847 die Hamburg-Amerikanische Paketfahrt-Actien-Gesellschaft (auch Hamburg-Amerika Linie oder kurz Hapag) gegründet. Sie war eine deutsche Reederei, die im Laufe der Zeit die ganze Welt umspannte. Nach 123 Jahren fusionierte die HAPAG am 1. September 1970 mit dem Bremer Norddeutschen Lloyd zur Hapag-Lloyd AG. Heute ist sie eine der größten Linienreedereien der Welt. Für weitere Informationen zu diesem spannenden Teil der hamburgisch-amerikanischen Geschichte empfehlen wir "Die Hamburg-Amerika-Linie" von Karl Thiess. Dieses Buch informiert über zahlreiche Erfolge der Hamburg-Amerika-Linie. Der Verfasser selbst war in diesem Betrieb tätig und beschreibt dies ausschließlich mit guten Erinnerungen. Das Buch "Bauvorschrift für einen Frachtdampfer der Hamburg-Amerika-Linie" ist eine Anleitung zum Bau eines solchen Frachtdampfers.

Die amerikanisch-hamburgische Geschichte begann jedoch schon lange vor den großen Auswanderungswellen aus Deutschland nach Amerika, die über die Häfen von Hamburg und Bremerhaven abgewickelt worden sind. Das Amerikanische Generalkonsulat in Hamburg ist eines der ersten amerikanischen Konsulate und eines der ersten weltweit. Am 17. Juni 1790 wurde es bereits gegründet, wobei ein gebürtiger Hamburger schottischer Herkunft zum stellvertretenden Konsul ernannt wurde. Da die Vereinigten Staaten am Ersten Weltkrieg teilnahmen, musste das Konsulat von 1917 bis 1922 geschlossen werden. Auch für die Dauer des Zweiten Krieges war der Betrieb in allen amerikanischen Konsulaten in Deutschland seit Juli 1941 eingestellt. Während dieser Zeit vertrat die Schweizerische Gesandtschaft amerikanische Interessen. Erst am 1. März 1946 öffnete das Generalkonsulat erneut seine Türen. 1950 kaufte die amerikanische Regierung die Gebäude am Alsterufer, in denen das Generalkonsulat bis heute seinen Sitz hat. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York gehört das Generalkonsulat zu den bestbewachten Orten Hamburgs.

Auch heute hat diese Zuwanderung noch Spuren vieler in Hamburg lebender Amerikaner hinterlassen. Circa 3.296 Amerikaner und Amerikanerinnen nennen Hamburg heute ihr Zuhause. Heute immigrieren Amerikaner nach Hamburg, weil sie von deutschen und hier niedergelassenen amerikanischen Firmen als Experten angeworben werden. Auch die Universitäten in Hamburg unterhalten Austauschprogramme mit zahlreichen Partnerhochschulen in den USA. Der Tourismus aus den USA spielt darüberhinaus eine bedeutende Rolle für Hamburg. 


Amerika in Hamburg
Musik, Sport, Hollywood-Filme, der American Lifestyle und auch das typisch amerikanische Essen mit Burgern und Steaks erfreuen sich größter Beliebtheit in Hamburg. Waren es im 19. Jahrhundert vor allem deutsche und europäische Auswanderer, die Spuren in Amerika hinterließen, ist es heute die amerikanische Kultur, die Deutschland und Hamburg kulturell prägt. Heute leben fast 3300 Amerikaner in Hamburg, die das kulturelle und wirtschaftliche Leben der Stadt bereichern.
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