Behörde für Umwelt und Energie

Lärmschutz Lärmaktionsplan Hamburg 2013 (Stufe 2)

Der im Juli 2013 vom Senat und im November 2013 von der Bürgerschaft zur Kenntnis genommene Lärmaktionsplan Hamburg 2013 (Stufe 2) kann auf dieser Seite heruntergeladen werden.

Lärmaktionsplan Hamburg 2013

Der Lärmaktionsplan (LAP) listet die Schwerpunkte der Stadt in den Bereichen Straßen-, Schienenverkehrs- sowie Fluglärm auf. Da besonders viele Anwohner von Straßenverkehrslärm betroffen sind, liegt hier sein Schwerpunkt.

So beschäftigen sich 9 Maßnahmen mit Lärm durch Straßenverkehr mit denen wichtige Beiträge zur Lärmminderung geleistet werden können. Dazu wurden u.a. auch Aussagen zu den Prüfzeiträumen getroffen.
Zu den bereits laufenden Vorhaben, die eine umweltverträgliche Mobilität fördern, gehören ein integrierter Verkehrsentwicklungsplan als strategische und verkehrsträgerübergreifende Planungsgrundlage und ein gesamtstädtisches Verkehrsmodell zur Simulation von Verkehrsabläufen dazu. Daneben sind die Ausweitung des betrieblichen Mobilitätsmanagements mit Beratung und Unterstützung von Unternehmen zur Reduktion von PKW-Fahrten, die Förderung der Elektromobilität sowie die Erarbeitung einer Pendler- und Besucherstrategie zur Erleichterung und Förderung des Umstiegs auf öffentliche Verkehrsmittel weitere wichtige Bausteine. Als wesentliche aktuelle Infrastrukturprojekte werden die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße und die sechs- bis achtspurige Erweiterung und Überdeckelung der A7 benannt. Ein zu erstellendes LKW-Führungskonzept wird die Aufgabe haben, den Güterverkehr im Hinblick auf die Lärm- und Schadstoffbelastung auf möglichst kurzen und unsensiblen Routen zu führen.

Hervorzuheben ist das „Programm der lautesten Straßen“
In diesem Programm sollen zunächst die 40 lautesten Straßen (Festlegung von Straßenabschnitten unter Berücksichtigung eines Betroffenenindexes) auf ihre Eignung

• zum Einbau lärmmindernder Fahrbahn Beläge
• zur Senkung der zulässigen Geschwindigkeit oder
• zur Berücksichtigung passiven Schallschutzes

hin geprüft werden.

An 3 Straßenabschnitten ist bis April 2014 die Anordnung von Tempo 30 zur Nachtzeit (22 bis 6 Uhr) umgesetzt worden:

• Winsener Straße (Abschnitt Jägerstraße bis zum Anschluss an die A 253, Bezirk Harburg)
• Moorstraße (Bezirk Harburg)
• Harburger Chaussee (Abschnitt zwischen der Straße ‚An der Hafenbahn‘ und dem Beginn der gewerblichen Bebauung 500 m westlich, Bezirk Mitte).

Die ergebnisoffene Überprüfung der Restlichen der 40 lautesten Straßenabschnitte und die Überprüfung der Wirksamkeit von Tempo 30 nachts an den 3 Straßenabschnitten erfolgt im Rahmen eines im Dezember 2014 vergebenen Auftrags „Technische Unterstützung Geschwindigkeitskonzept“. Ergebnisse werden im Laufe des Jahres 2016 erwartet.

Außerdem sind zwölf Pilotprojekte aufgeführt mit Vorschlägen für gezielte Lärmminderungsmaßnahmen an einer Auswahl von Straßenabschnitten. Dazu haben vertiefende Prüfungen zu erfolgen.
Die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) wird die Prüfung und Umsetzung der Maßnahmen mit einem Controlling Prozess begleiten.

Als mögliche Lärmminderungsmaßnahmen an Schienenstrecken

• sind die Entdröhnung von Brückenbauwerken
• Maßnahmen direkt am Gleis
• Einsatz von Schallschürzen und Niedrigstschallschutzwänden im Gleisbereich
• aktiver Schallschutz in Form von Lärmschutzwänden sowie
• passiver Schallschutz in der Regel als Schallschutzfenster aufgeführt.
Die Prüfung der Umsetzbarkeit und die Ausführung liegen allerdings in der Verantwortung der Deutschen Bahn AG.
Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des DB Konzerns

Im Bereich des Fluglärms wird ebenfalls kontinuierlich an einem ganzen Bündel von Maßnahmen unter Begleitung der Fluglärmschutzkommission gearbeitet:

• Lärmoptimierung bei den Abflugrouten
• Restriktive Handhabung bei den Nachtflugbestimmungen
• Evaluierung der lärmabhängigen Landeentgelte
• betriebliche Regelungen am Boden
• passiver Schallschutz über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.
Aktuelle Entwicklungen finden Sie auf unserer Internetseite zum Fluglärmschutz

Die im Lärmaktionsplan als Vorschläge für ruhige Gebiete aufgeführten Flächen sind nach den im Lärmaktionsplan beschriebene Kriterien identifiziert worden. 2015 soll eine vertiefende Untersuchung durch ein Gutachten die Vorbereitung zur verbindlichen Festsetzung von ruhigen Gebieten in Hamburg ermöglichen.

Am Ende der Laufzeit des Lärmaktionsplans 2018 soll eine umfassende Berichterstattung über den Stand bei der Umsetzung der Vorschläge bzw. den Abbau der erkannten Lärmprobleme stattfinden.

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