Behörde für Umwelt und Energie

Lärmschutz Fortschreibung Lärmaktionsplan Hamburg 2013

Nach fünf Jahren steht in 2018 die Fortschreibung des Lärmaktionsplans an. Die dafür erforderliche Beteiligung der Öffentlichkeit wird als Online-Befragung durchgeführt. Dazu wird auch eine Darstellung des bereits Erreichten erfolgen.

Lärmaktionsplan Hamburg 2013

Der Lärmaktionsplan Hamburg 2013 listet die Schwerpunkte der Stadt in den Bereichen Straßen-, Schienenverkehr- sowie Fluglärm auf. Da besonders viele Anwohner von Straßenverkehrslärm betroffen sind, liegt hier der Schwerpunkt.

So beschäftigten sich neun Maßnahmen mit Lärm durch Straßenverkehr mit denen wichtige Beiträge zur Lärmminderung geleistet werden können. Dazu wurden u.a. auch Aussagen zu den Prüfzeiträumen getroffen.
Zu den bereits laufenden Vorhaben, die eine umweltverträgliche Mobilität fördern, gehören ein integrierter Verkehrsentwicklungsplan als strategische und verkehrsträgerübergreifende Planungsgrundlage und ein gesamtstädtisches Verkehrsmodell zur Simulation von Verkehrsabläufen dazu. Daneben sind die Ausweitung des betrieblichen Mobilitätsmanagements mit Beratung und Unterstützung von Unternehmen zur Reduktion von PKW-Fahrten, die Förderung der Elektromobilität sowie die Erarbeitung einer Pendler- und Besucherstrategie zur Erleichterung und Förderung des Umstiegs auf öffentliche Verkehrsmittel weitere wichtige Bausteine. Als wesentliche aktuelle Infrastrukturprojekte werden die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße und die sechs- bis achtspurige Erweiterung und Überdeckelung der A7 benannt. Ein zu erstellendes LKW-Lenkungskonzept wird die Aufgabe haben, den Güterverkehr im Hinblick auf die Lärm- und Schadstoffbelastung auf möglichst kurzen und unsensiblen Routen zu führen.

Hervorzuheben ist das „Programm der lautesten Straßen“
In diesem Programm sind zunächst die 40 „lautesten Straßen“ (Festlegung von Straßenabschnitten unter Berücksichtigung eines Betroffenenindexes) auf ihre Eignung

• zum Einbau lärmmindernder Fahrbahn Beläge
• zur Senkung der zulässigen Geschwindigkeit

zu prüfen.

Ein Programm zum passiven Schallschutz wurde im Septemper 2016 aufgelegt.

Außerdem sind zwölf Pilotprojekte aufgeführt mit Vorschlägen für gezielte Lärmminderungsmaßnahmen an einer Auswahl von Straßenabschnitten. Dazu haben vertiefende Prüfungen zu erfolgen.
Die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) wird die Prüfung und Umsetzung der Maßnahmen mit einem Controlling Prozess begleiten.

Als mögliche Lärmminderungsmaßnahmen an Schienenstrecken

• sind die Entdröhnung von Brückenbauwerken
• Maßnahmen direkt am Gleis
• Einsatz von Schallschürzen und Niedrigstschallschutzwänden im Gleisbereich
• aktiver Schallschutz in Form von Lärmschutzwänden sowie
• passiver Schallschutz in der Regel als Schallschutzfenster aufgeführt.
Die Prüfung der Umsetzbarkeit und die Ausführung liegen allerdings in der Verantwortung der Deutschen Bahn AG.
Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des DB Konzerns

Im Bereich des Fluglärms wird ebenfalls kontinuierlich an einem ganzen Bündel von Maßnahmen unter Begleitung der Fluglärmschutzkommission gearbeitet:

• Lärmoptimierung bei den Abflugrouten
• Restriktive Handhabung bei den Nachtflugbestimmungen
• Evaluierung der lärmabhängigen Landeentgelte
• betriebliche Regelungen am Boden
• passiver Schallschutz über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.
Aktuelle Entwicklungen finden Sie auf unserer Internetseite zum Fluglärmschutz

Die 52 im Lärmaktionsplan als ruhige Gebiete aufgeführten Flächen sind nach bestimmten Kriterien identifiziert worden. Die Vertiefung der vorgelegten Vorschläge erfolgt in einer gutachterlichen Aufarbeitung.

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