LBV Aktuell Hamburg macht Parken einfach

Hamburg macht Parken einfach

Jeder kennt das Problem: Man fährt mit dem Auto in die Stadt und findet keinen Parkplatz. Das soll nun in Hamburg leichter werden. Autofahrerinnen und Autofahrer finden künftig per App einfach den nächsten freien Parkplatz und bezahlen die Parkgebühren auch gleich mobil.

vergrößern Bild klein Mobilitätspartnerschaft T-Systems und LBV (Bild: Landesbetrieb Verkehr) Im öffentlichen Raum der Hamburger Innenstadt gibt es zahlreiche hochfrequentierte und kostenpflichtige Parkplätze. Hinzu kommen Park-and-Ride-Flächen und weitere privat bewirtschaftete Stellplätze. Wie aber sollen Autofahrer wissen, wo gerade der nächste freie Stellplatz zu finden ist?

Die Hamburger Antwort auf diese Frage: Digitales Parken.

In den kommenden beiden Jahren wird der Landesbetrieb Verkehr (LBV) zusammen mit T-Systems dazu die Fortschritte der Mobilfunktechnik für energiearme Sensorik nutzen und große Teile des kostenpflichtigen Parkraums mit Sensoren ausstatten. Die Autofahrerinnen und Autofahrer sehen dann über die Smartphone-App von T-Systems freie Stellplätze in Echtzeit.

Mit dem digitalen Parkservice will die Stadt Hamburg ihre Vorreiterrolle als Smart City stärken und ihre Ambitionen um die Ausrichtung des ITS-Weltkongresses im Jahr 2021 unterstreichen.

Geplante Realisierung

Den Startschuss für das Projekt gaben T-Systems und die Freie und Hansestadt Hamburg mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung im Dezember 2016.

Damit Echtzeitinformationen über verfügbare Parkplätze vorliegen, werden in den nächsten drei Jahren bis zu 11.000 Parkplätze im öffentlichen Raum sowie Parkhäuser und private Stellplätze vernetzt. Mit der App gehört auch lästiges Suchen von Kleingeld der Vergangenheit an. Denn Autofahrer können ihren Parkplatz über die App nicht nur buchen, sondern auch bezahlen. Dafür sind nur zwei Klicks nötig. „Jeder Autofahrer wünscht sich, einfach und ohne Stress einen Parkplatz zu finden. Wir bieten eine App fürs komfortable Parken: Parkplatz finden, buchen, bezahlen, fertig“, unterstreicht Reinhard Clemens, Telekom-Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender T-Systems.

Los geht es im Sommer 2017 mit  der Bezahlung des Parkplatzes per Smartphone. Damit die App darüber hinaus freie Parkplätze in der Innenstadt anzeigt, werden unter Federführung des Landesbetriebs Verkehr (LBV) die ersten hundert Parkplätze im Hamburger Osten rund um den Wandsbeker Markt mit Sensoren ausgestattet. „Das reduziert Fahrten in überlastete Zielgebiete und die Verkehrssicherheit wird erhöht“, sagt Dr. Jörg Oltrogge, Geschäftsführer des LBV,  auf der Computermesse CeBIT in Hannover.

Im Laufe des Jahres sollen weitere Städte an das digitale Parksystem der Telekom angebunden werden.

Sensoren beenden stressige Parkplatzsuche

Für das digitale Parken setzt die Telekom schwerpunktmäßig Sensoren ein. Diese melden über ein Schmalband-Mobilfunknetz (Narrowband Internet of Things), ob ein Parkplatz frei ist. Zusätzlich können auch andere Datenquellen genutzt werden, um eine Wahrscheinlichkeit für freien Parkraum zu berechnen. Dazu zählen unter anderem Informationen aus Parkscheinautomaten oder von verschiedenen Parkraumbetreibern. Schwarmdaten aus dem Mobilfunknetz lassen sich ebenfalls für Wahrscheinlichkeitsberechnungen zu freiem Parkraum nutzen.

 

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