Leben in Finkenwerder
Das Leben in Finkenwerder wird maßgeblich geprägt vom Flugzeugbau, Airbus S. A. S., eine Tochtergesellschaft der EADS, ist Europas größter Flugzeughersteller. Der Hauptsitz befindet sich in Toulouse, im Hamburger Werk Finkenwerder werden Flugzeuge, wie etwa der Airbus A380, montiert. Das vierstrahlige Großraumflugzeug mit zwei durchgängigen Passagierdecks kann nach fertiger Montage vom betriebseigenen Flugplatz Hamburg-Finkenwerder starten und landen und ist vom Elbufer aus von Interessierten gut zu beobachten. Täglich landen auf dem Sonderlandeplatz zwischen zehn und fünfzehn Flugzeuge – regelmäßig starten Flieger durch, die das Stammwerk in Toulouse ansteuern.
Früher spielte auch der Schiffsbau eine wichtige Rolle im Stadtteil. Doch im Jahre 1968 fusionierten die Deutsche Werft AG mit der Howaldtswerke Hamburg AG und der Kieler Howaldtswerke AG, Kiel zur Howaldtswerke-Deutsche Werft AG mit Sitz in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel. Das Werk Finkenwerder sollte zunächst auf Schiffsneubauten ausgerichtet werden, wurde aber 1973 endgültig geschlossen. Den Veränderungen der Zeit getrotzt hat indes der Obstanbau, der sich noch immer auf Gebieten des Stadtteils erstreckt.
Im heutigen Ortskern findet der Besucher viele Backsteinbauten nach traditioneller Hamburger Bauweise. Heute wird das Leben im Stadtteil vor allem durch den Flugzeugbau dominiert, die Teil- und Endmontage von Airbus-Flugzeugen findet hier statt. Tausende von Angestellten pendeln jeden Werktag auf die ehemalige Insel. Verkehrstechnisch erschlossen ist Finkenwerder durch zahlreiche Buslinien und Elb-Fähren, die von den Landungsbrücken in St. Pauli oder von Teufelsbrück starten.
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