Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Neue Miethöchstgrenzen Staatliche Übernahme von Kosten für Unterkunft und Heizung

Seit 19. Januar 2017 gelten neue Miethöchstwerte für Leistungsberechtigte nach den Sozialgesetzbüchern II und XII sowie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die Höchstwerte der Kosten der Unterkunft richten sich nach dem aktuellen Mietenspiegel für Hamburg aus 2015.

Kosten der Unterkunft (KdU) Mietobergrenzen Hamburg

Für Leistungsberechtigte nach den Sozialgesetzbüchern II und XII sowie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz werden die Kosten für Unterkunft und Heizung von der Sozialbehörde übernommen, soweit diese angemessen sind. 

Als Angemessenheitsgrenzen gelten seit dem 19.01.2017 die in der Arbeitshilfe zu den Kosten der Unterkunft und Heizung gemäß § 22 SGB II und § 35 SGB XII geregelten Höchstwerte.

Die Arbeitshilfe steht online in der 

zur Verfügung.

Kosten der Unterkunft

Als Maßstab für die Angemessenheit der Miete gilt die Bruttokaltmiete. Diese setzt sich zusammen aus der Nettokaltmiete und den sogenannten kalten Betriebskosten, außer den Kosten für Wasser. 

Übersicht der Angemessenheitsgrenzen seit dem 19. Januar 2017

Haushaltsgröße

Wohnfläche (in m²)

Angemessenheitsgrenze bruttokalt

1 Person

50

463,50 Euro

2 Personen

60

556,20 Euro

3 Personen

75

681,75 Euro

4 Personen

85

772,65 Euro

5 Personen

97

987,46 Euro

6 Personen

109

1109,62 Euro

Für die 7. Person bzw. für jede weitere Person im Haushalt erhöht sich die Angemessenheitsgrenze um jeweils 122,16 Euro.

Die aufgeführten Werte richten sich nach dem aktuellen Mietenspiegel für Hamburg (2015) bzw. für die kalten Betriebskosten nach dem Betriebskostenspiegel des Mietervereins zu Hamburg. 

Wasser- und Heizkosten

Die Übernahme der Wasser- und Heizkosten richtet sich nach den Regelungen, die in den Fachanweisungen zu § 22 SGB II  und § 35 SGB XII getroffen sind.

Leistungsberechtigte

Im Jahr 2015 haben 

  • rund 224.000 Personen Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II), dem SGB XII (Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) sowie  
  • rund 3.400 Personen nach § 2 Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. 

Im Jahr 2016 haben 

  • rund 223.000 Personen Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II), dem (SGB XII (Sozialhilfe bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung)) sowie  
  • rund 5.000 Personen nach § 2 Asylbewerberleistungsgesetz erhalten.

Davon umfasst sind auch die Kosten für die Unterkunft und Heizung. 
Bei den Angaben zu den Leistungsberechtigten handelt sich um die jahresdurchschnittlichen gerundeten Zahlen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der SGB II-Jahresdurchschnitt in 2016 anhand der Daten für Januar bis Oktober gebildet wurde. Die Zahlen für November und Dezember 2016 liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.