Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Mietmissbrauch? Nutzen Sie Ihre Rechte!

Behörden und Mietervereine unterstützen Ihre Aktivitäten

Gegen Mietmissbrauch Hamburg

vergrößern Plakat 'Gemeinsam gegen Mietmissbrauch' Plakat 'Gemeinsam gegen Mietmissbrauch' (Bild: FHH) Wenn Sie  Probleme mit Ihrem Vermieter oder Energieversorgungsunternehmen haben, können Behörden und Mietervereine Sie unter folgenden Voraussetzungen unterstützen:

Es muss sich um gravierende Mängel handeln. Das ist zum Beispiel der Fall,

  • wenn die Wohnung kleiner ist als im Mietvertrag angegeben,
  • wenn die Wohnung starken Schimmelbefall hat oder feucht ist oder
  • wenn Ihre Betriebs- oder Heizkostenabrechnung sehr hoch ist.

Eine Unterstützung kann auch dann erfolgen,

  • wenn der Quadratmeterpreis deutlich über der ortüblichen Vergleichsmiete liegt und Anhaltspunkte bestehen, dass für diesen Wohnungstyp in der Stadt nur ein unzureichendes Angebot besteht und der Vermieter dies ausgenutzt hat,
  • wenn die Betriebskosten- und Heizkostenabrechnung sehr hoch ist oder Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit einzelner Forderungen haben,
  • wenn Ihre Miete erhöht werden soll, insbesondere auch bei Wohnungsmodernisierungen.

Bei Nachbarschaftsstreitigkeiten aber auch bei kleineren Mietmängeln kann eine Kostenübernahme allerdings nicht erfolgen.

Kann der Mitgliedsbeitrag für einen Mieterverein übernommen werden?

Wenn Sie

  • Arbeitslosengeld II (ALG II),
  • Sozialhilfe oder
  • Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung erhalten

und entsprechende Anhaltspunkte bestehen, übernimmt die für Sie zuständige Dienststelle den Jahresbeitrag für einen der beiden Hamburger Mietervereine. Informieren Sie bitte Ihre Sachbearbeiter im Job-Center der ARGE bzw. im Grundsicherungs- und Sozialamt.

Bestehen Zweifel, ob in Ihrem konkreten Fall eine rechtliche Durchsetzung sinnvoll sein könnte, klärt das Jobcenter bzw. das Grundsicherungs- und Sozialamt vorab mit den Mietervereinen die Erfolgsaussichten.

Sie haben das Wahlrecht, welcher der beiden Vereine („Mieterverein zu Hamburg“ oder „Mieter helfen Mietern“) Sie unterstützen soll.