HamburgLesen 2015 3. Buchpreis der Staatsbibliothek

Am 30. Oktober 2015 vergab die Staatsbibliothek zum dritten Mal den Buchpreis HamburgLesen. Nominiert waren sieben Werke, die sich im besonderen Maße mit der Hansestadt befassen. Erfahren Sie hier den diesjährigen Gewinner.

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HamburgLesen

Buchpreis HamburgerLesen 2015

Preisverleihung
Freitag, 30. Oktober 2015 um 17 Uhr
Ort
Lichthof der Staatsbibliothek,
Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg (Rotherbaum)

Buchpreis HamburgLesen

2015 vergibt die Staatsbibliothek zum dritten Mal den HamburgLesen Buchpreis. Aus 300 Büchern wählte eine Auswahlkommission 30 herausragende Publikationen aus. Von diesen ermittelt ein Expertenteam des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens Hamburgs die sieben besten Titel, die der Jury vorgeschlagen wurden.

Im Mittelpunkt stehen dabei Werke mit Hamburg-Bezug. Der HamburgLesen-Buchpreis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Der diesjährige Gewinner 

Das Hamburg-Buch des Jahres 2015 ist der Roman "Vaterjahre". Der Buchpreis Hamburglesen wurde am 30. Oktober 2015 an den Autor Michael Kleeberg in der Staatsbibliothek übergeben.

Der Roman "Vaterjahre" handelt von der Liebe und Sorge des in Hamburg lebenden Vaters Karlmann "Charly" Renn. Ein moderner Jedermann, eingebunden in Beruf, Familie und Freundeskreis. Die Geschichte erzählt vom mühevollen Reifungsprozess und von Bewährungsproben im Alltag, in unserer Gesellschaft und zu unserer Zeit.

Ein Auszug aus der Laudatio: 

„So entwirft er ein Panorama unserer Gegenwart, in dem Hamburg nicht nur eine stellvertretende Rolle spielt, sondern zum Schauplatz des Typischen wird. So wie Lübeck der zwingende Ort für die „Buddenbrooks“, so ist Hamburg das treffliche Soziotop für die „Vaterjahre“. (Ulrich Greiner, Freie Akademie der Künste)

Die Nominierungen 2015

Folgende sieben Bücher waren in diesem Jahr für den Buchpreis der Staatsbibliothek nominiert:

  • Michael Kleeberg: Vaterjahre (Roman)
    (München, Dt. Verl.-Anst.)
  • Walter Lüden: Hamburg: Fotografien 1947 – 1965
    (Hamburg, Junius, 2014)
  • Reiner Lehberger: Loki Schmidt: die Biographie
    (Hamburg: Hoffmann und Campe, 2014)
  • Nicolas Christitch, Katrin Vierkant: Recorded - live in Hamburgs Plattenläden
    (Hamburg, Junius, 2015)
  • Detlef Garbe: Hauptausstellung: Zeitspuren - Das Konzentrationslager Neuengamme 1938 – 1945 und seine Nachgeschichte
    (Bremen, Ed. Temme, 2014)
  • Wilfried Dechau: Baakenhafenbrücke - fotografisches Tagebuch, Hamburg 27. Juni 2011 – 29. August 2013
    (Tübingen, Wasmuth, 2013)
  • Rainer-Maria Weiss: Mythos Hammaburg - archäologische Entdeckungen zu den Anfängen Hamburgs
    (Kiel, Wachholtz, 2015)

Rückblick: Die Gewinnerin 2014 

Der Buchpreis HamburgLesen wurde 2014 an Maike Bruhns für ihr Werk "Bauschmuck bei Fritz Schumacher. Ein Kaleidoskop der Künste" überreicht. 
Ein Auszug aus der Laudatio: 

„Fritz Schumacher hat seine Kraft, sein Sinnen und Trachten darauf gerichtet, eine ganze Stadt schön und lebenswert zu gestalten. Architektur und Kunst gehörten für ihn zusammen, alle Künste wurden von ihm für seine Pläne verknüpft. Als Oberbaudirektor hat er von 1909 bis 1933 mehr als hundert öffentliche Neubauten gestaltet und ausgestattet. Sie prägen das Stadtbild bis heute, mit einer fast leuchtenden Schönheit. Und heute, in einer Zeit, in der öffentliche Gelder in nicht unbeträchtlichem Umfang dafür ausgegeben werden müssen, diese von Fritz Schumacher geplante Schönheit vor einer allgemein um sich greifenden Verwahrlosung zu bewahren, ist ein Buch wie das von Maike Bruhns wichtiger denn je. Sie öffnet jedem, der es auch nur durchblättert, die Augen für Details und für den großen Plan, den Fritz Schumacher hatte.“

Rückblick: Der Gewinner 2013

Der Gewinner des HamburgLesen Buchpreises 2013 war Herausgeber Joachim Kersten. Sein Buch "Arno Schmidt in Hamburg" setzte sich gegen 2000 Titel des letzten Jahres durch. Als besonders bemerkenswert würdigte die Jury die lebendige Darstellung, denn das Gesamtarrangement aus Text- und Fotodokumenten, Briefen und Tagebüchern beleuchtet eindrucksvoll die Kindheit und Jugend von Arno Schmidt in Hamburg-Hamm.

Ein Auszug aus dem Gewinner-Buch "Arno Schmidt in Hamburg":

"Vorausgeschickt muß werd'n, daß "mein" Hamburg nicht mit der gängijen Vorstellung des Reisenden, oder der des Hunderprozentijen Hambürgers, zu tun hat: Hafen, Alster, Rathausmarkt, City allgemein - (obwohl ich das selbstrednd auch geseh'n habe!) - waren für mich Nebensache, unbedeutend, ein selten erblickter lärmender Rand."

Weitere Informationen: HamburgLesen - Der Buchpreis der Staatsbibliothek

3. Buchpreis der Staatsbibliothek
Am 30. Oktober 2015 vergab die Staatsbibliothek zum dritten Mal den Buchpreis HamburgLesen. Nominiert waren sieben Werke, die sich im besonderen Maße mit der Hansestadt befassen. Erfahren Sie hier den diesjährigen Gewinner.
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