Hamburg Marathon Äthiopier Deksisa siegte in Hamburg

Das Interesse am Hamburg Marathon war auch 2018 ungebrochen, die Startplätze für den größten Frühjahrsmarathon Deutschlands begehrt. Die 33. Auflage fand am 29. April 2018 statt. Das erste Mal konnten Teilnehmer auch auf der Halbmarathon-Strecke an den Start gehen. 

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Haspa Hamburg Marathon

Deksisa triumphiert in Hamburg

Sonntag, 29. April 2018: 9.30 Uhr, 14 Grad, Sonne, windstill, die Alster Spielgelglatt. Besser konnte das Wetter beim Start zum 33. Haspa Marathon nicht sein. Rückblick 2017: Regen, Sturm, Hagel, Wind, Sonne - vier Jahreszeiten in zwei Stunden.
Das war aktuell kein Thema. Und Organisator Frank Thaleiser sagte vor dem Start: „Wir verkünden das zwar jedes Jahr, aber dieses Mal stimmt es wirklich: Wir haben das stärkste Starterfeld aller Zeiten“. Insgesamt waren 14.250 Menschen beim Marathon am Start, das war knapp auf Vorjahresniveau. Die Gesamtteilnehmerzahl in allen Disziplinen (Marathon, Halbmarathon, Staffel, Zentel): 33.183. 

Keiner der Favoriten vorne

Eine Überraschung gab es aus sportlicher Sicht. Keiner der Favoriten war vorn zu finden. Am Ende gewann der Äthiopier Solomon Deksisa mit einer Zeit von 2:06:34 Stunden. Damit ist er der drittschnellste Hamburger Sieger aller Zeiten, verpasste allerdings den Streckenrekord (2:05:30 Stunden). „Es war ein sehr schönes Rennen und eine tolle Veranstaltung“, sagte er nach seinem Sieg. Sensationell auf Platz zwei kam sein Landsmann Tadu Abate. Es war sein erster Marathon. Seine Zeit: 2:06:56 Stunden.

Bester Deutscher auf Platz elf wurde Phillip Pflieger. „Ein Lauf, wie aus dem Lehrbuch“, stellte NDR-Kommentator Wilfried Hark fest. Seine Zeit: 2:13:29 Stunden. Damit hat er die Marathon-EM-Norm des Deutschen Leichathletik Verbandes locker unterboten und sich für die EM in Berlin qualifiziert. 

Shitaye Eshete gewinnt bei den Frauen

Bei den Frauen gewann Shitaye Eshete aus Bahrain mit einer Zeit von 2:24:53 Stunden. Auf Platz zwei kam Birke Debel aus Äthiopien. Ihre Zeit: 2:25:28. 

Mockenhaupt gewinnt Halbmarathon

Erstmals wurde im Rahmen de Hamburg Marathon auch ein Halbmarathon ausgetragen. Dieser wurde bei seiner Premiere sehr gut angenommen, insgesamt starteten auf dieser Strecke xx Läuferinnen und Läufer. Bei den Frauen holte sich Sabrina Mockenhaupt vom LT Haspa Marathon Hamburgden Sieg in 1:15:12 Stunden. Bei den Männern lief der Grieche Panagiotis Karaiskos nach 1:06:53 Stunden als Erster durchs Ziel.

Alle Ergebnisse vom Hamburg Marathon unter: Hamburg Marathon

Fakten zum Lauf

  • Die 33. Ausgabe ist erstmals auf 16.000 Startplätze begrenzt. Zur Zeit gibt es noch rund 1.700 Plätze für 90 Euro Startgebühr. Die Anmeldefrist endet am 29. März.
  • Die 1.650 Staffelstartplätze sind ausverkauft.
  • Die Premiere des Halbmarathons ist mit 3.333 Startplätzen ebenfalls ausverkauft.
  • Zum „Zehntel“ am 28. April werden 9.000 Kinder erwartet. Einige wenige Restplätze gibt es noch.
  • Zum Marathon kann man noch nachmelden (100 Euro). Die Online-Anmeldung ist geschlossen – eine Nachmeldung kann ausschließlich im Rahmen der Startnummernausgabe erfolgen

Weitere Informationen: Nachmeldung Marathon  Anmeldung Zehntel
Insgesamt werden am 28. und 29. April rund 35.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.

Haspa Marathon wird durch Halbmarathon ergänzt

Schon mal im Kalender notieren: Der 33. Haspa-Marathon findet am Sonntag, 29. April 2018 statt. Das Interesse ist schon jetzt riesig, bereits kurz nach Anmeldestart waren alle 1.000 Frühbucherstartplätze ausgebucht. Für die Auflage in 2018 gibt es eine Neuerung: Ein Halbmarathon wird Deutschlands größten Frühjahrsmarathon ergänzen. Der Halbmarathon ersetzt dabei den Women's Run, der 2017 als reiner Frauenlauf seine Premiere feierte. Jetzt wird die halbe Marathondistanz auch für Männer geöffnet. Mit Erfolg: Die 999 Startplätze waren bereits am 23. November 2017 ausverkauft. Auch für den Marathon sind bereits 10.000 Startplätze vergeben. Der Hamburg Marathon ist 2018 auf 16.000 Startplätze begrenzt.

Für den Halbmarathon wird es einen eigenen Start- und Zielbereich geben, die Strecke verläuft zu 99 Prozent auf der ersten Hälfte der Marathonstrecke. Der Startschuss fällt eine Stunde vor dem Start des Marathons. „Das zusätzliche Wettkampf-Format eines Halbmarathons spricht eine noch breitere Zielgruppe an und folgt damit einmal mehr Hamburgs Masterplan als Active City", sagte Sportstaatsrat Christoph Holstein. 3.333 Startplätze standen für die Premiere des Halbmarathons im Rahmen des Marathon Hamburg bereit, die Plätze sind bereits alle vergeben.

Vorbei an Elphi, Alster und Stadtpark

Der Hamburg Marathon nimmt die Teilnehmer kreuz und quer mit durch die Hansestadt und führt vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Los geht es an der Karolinenstraße vor dem Eingang zur Messe von wo es über die Reeperbahn in Richtung Altona und zurück zu den Landungsbrücken geht. Wenn die Läufer schließlich in der HafenCity sind, wird das Feld in diesem Jahr erstmals von der im Januar eröffneten Elbphilharmonie beobachtet. 

Von der Speicherstadt geht es schließlich durch den Wallringtunnel zum Jungfernstieg, einmal rum um die Binnenalster und schließlich auf der Ostseite der Außenalster nach Norden. Dort warten die City Nord und der Stadtpark. In Ohlsdorf geht es über den Alsterfluss und schließlich über Maienweg und Alsterkrugchaussee sowie die Stadtteile Eppendorf und Rotherbaum zurück zur Innenstadt. Das Ziel befindet sich wiederum zu Füßen des Fernsehturms vor der Messe.

Die Strecken

Marathon (42,195 Kilometer).           Start: 9.30 Uhr
Halbmarathon (21,1 Kilometer).        Start: 8.30 Uhr
Staffel (16,3/11,2/9,4/5,4 Kilometer). Start: 9.30 Uhr

30 Jahre Marathon

Der Marathon Hamburg ist mittlerweile über 30 Jahre alt. Die 30. Jubiläums-Ausgabe fand am 26. April 2015 statt. Und das mit einem Teilnehmerrekord: über 30.000 Läuferinnen und Läufer waren trotz strömendem Regen und einer Temperatur von lausigen 13 Grad am Start. Ausgerechnet zum Jubiläum begann das Elite-Rennen mit einem Fehlstart, danach lief jedoch alles nach Plan.

Bei den Männern triumphierte Lucas Rotich aus Kenia mit einer Zeit von 2:07:17 Stunden. Bester Deutscher beim 390. Hamburg Marathon war Julian Flügel auf Platz 16 mit einer Zeit von 2:14:51 Stunden. Das Rennen der Frauen gewann die Favoritin Meseret Hailu aus Äthiopien mit einer Zeit von 2:25:41 Stunden. Beste Deutsche wurde Sabrina Mockenhaupt, die nach 2:32:41 Stunden als Sechste ins Ziel lief. 

Blickt man zurück zum ersten Hamburg Marathon, so fand dieser fünf Jahre vor dem Mauerfall statt. Bundeskanzler war noch Helmut Kohl, Deutscher Fußballmeister wurde der VfB Stuttgart – vor dem Hamburger SV. Doch der Hamburg-Marathon ist bei Weitem nicht der älteste Lauf seiner Art. Marathon-Oldie ist das Rennen „Rund um den Baldeneysee“ in Essen. Diese Strecke wird seit 1963 ununterbrochen gelaufen.

Weitere Informationen und Anmeldung: Marathon Hamburg

Der Streckenverlauf

Karte

Das war der Hamburg Marathon 2017

Eine Hitzeschlacht war der Haspa Marathon 2017 beileibe nicht. Vielmehr hatten die Teilnehmer mit Temperaturen um die zehn Grad, Regen und sogar Hagel zu kämpfen. So wurde es auch nichts mit dem Streckenrekord, den der Ugander Stephen Kiprotich aufstellen wollte. Das schlechte Wetter machte  dem Olympiasieger von 2012 einen Strich durch die Rechnung. Im Schlussspurt wurde Kiprotich dann sogar noch überflügelt. Dort lieferte er sich nach kräftezehrenden 42,195 Kilometern ein Duell mit dem Äthopier Tsegaye Mekonnen. Und der siegte am Ende mit einer Zeit von 2:07:27 Stunden - knapp zwei Minuten über dem Streckenrekord (2:05:30 Stunden). Auf Platz drei kam mit Jacob Kendagor aus Kenia (2:08:50 Stunden) einer der Pacemaker. Als bester Deutscher lief Marcus Schöfisch (Polizei Sachsen, 2:17:56 Stunden) auf Rang zwölf ins Ziel.

Bei den Frauen gewann die Portugiesin Jéssica Augusto in 2:25:30 Stunden. Das war die siebtschnellste Zeit, die je eine Frau in Hamburg gelaufen ist. Rang zwei belegte Mergutu Ifa aus Äthiopien (2:29:47 Stunden), Dritte wurde die Kenianerin Viola Kibiwot (2:30:33 Stunden). Beste Deutsche wurde mit Mona Stockhecke vom Haspa-Laufteam eine Hamburgerin als Achte. Sie benötigte am Ende 2:36:36 Stunden. „Es war ein derbes Spiel mit den Jahreszeiten. Wenn die Sonne kam, dachte ich, jetzt komme ich ins rollen und schwups war ich wieder im Hagel drin“, sagte Stockhecke. Ihr Ziel, die WM-Norm für London 2017 zu laufen, erreichte sie aufgrund der schwierigen Bedingungen, die das Wetter stellte, nicht.

Schnelle Handbiker und gute Laune

Am schnellsten im Ziel waren übrigens die Handbiker. Dort gewann bei den Männern der Niederländer Jetze Plat (1:06:24 Stunden) vor den beiden Deutschen Vico Merklein (1:07:42 Stunden) und Patrick Gabriel (1:07:42 Stunden), die nahezu zeitgleich ins Ziel fuhren. Bei den Frauen kam Katrin Möller (1:39:00 Stunden) als Erste ins Ziel. Ihr folgten Annett Zenker-Urban (2:04:24 Stunden) und Kerstin Horn (3:05:46 Stunden, alle Deutschland) auf den Plätzen.

Trotz des Schietwetters waren über 16.000 Teilnehmer am Start und machten den Marathon wieder zu einem riesigen Sportfest. Die Laune ließ sich keiner der Teilnehmer vermiesen. Rechnet man die Teilnehmerzahl des Marathon mit der des Zehntel zusammen, waren es sogar über 32.000 Teilnehmer am Hamburger Marathon-Wochenende. Das Zehntel fand einen Tag vor dem Marathon statt und ist der größte Jugend- und Kinderlauf Norddeutschlands.Alle Ergebnisse vom Marathon finden Sie unter: Haspa Marathon

Weitere Informationen: Haspa Hamburg Marathon

 

Äthiopier Deksisa siegte in Hamburg
Das Interesse am Hamburg Marathon war auch 2018 ungebrochen, die Startplätze für den größten Frühjahrsmarathon Deutschlands begehrt. Die 33. Auflage fand am 29. April 2018 statt. Das erste Mal konnten Teilnehmer auch auf der Halbmarathon-Strecke an den Start gehen. 
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