Hamburg Marathon 2016 Der Weltranglistenerste gewinnt in Hamburg

Am Sonntag, den 17. April 2016 starteten wieder Zehntausende über die Strecke von 42,195 Kilometer. Und einige hofften noch auf ein Olympia-Ticket. So, wie der Weltranglistenerste Tesfaye Abera, der erwartungsgemäß gewann.

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Hamburg Marathon

Hamburg Marathon 2016: Streckenrekord bei den Frauen

Auch in diesem Jahr starteten wieder rund 25 000 Läufer, die im Einzel oder als Staffel die Marathon-Strecke bewältigen wollten. Angefeuert wurde sie von 700 000 Zuschauer ander Strecke.  Es ist Deutschlands größtes Sportspektakel. Neben vielen internationalen Stars waren bei der 31. Auflage des Rennens auch wieder Amateure und Prominente dabei, um ihre persönliche Bestzeit zu toppen. Einer von Ihnen war Tagesschausprecher Thorsten Schröder und der war sich vor dem Start begeistert: „Das Wetter ist total in Ordnung, allerbeste Temperaturen“. In der Tat: Hamburg zeigte sich von seiner besten Seite. Strahlend blauer Himmel und neun Grad. Für Läufer ist das Ideal.

Aber das Besondere in diesem Jahr: Mehr als 140 Topläufer wollten in der Hansestadt die Norm für die Olympischen Spiele in Rio erfüllen. Bei den Männern dabei: Der Weltranglistenerste Tesfaye Abera aus Äthiopien. Er war Favorit und wurde seiner Rolle auch gerecht. Er siegte in 2:06:59 Stunden. Ein Weltranglistenerster war in Hamburg übrigens noch nie am Start.  Bei den Frauen wurde die äthiopische Vorjahressiegerin Meseret Hailu (2:21:01) Zweite. Es gewann die Favoritin Meselech Melkamu (ebenfalls Äthiopien). Sie schaffte mit 2:21:54 Stunden einen Streckenrekord. Melkamu stand erst seit einer Woche vor dem Rennen auf der Startliste, bekam ihr Visum für Deutschland kurzfristig.

Anja Scherl aus Regensburg wurde Dritte mit einer Zeit von 2:27:50 Stunden und hat damit die Olympia-Norm geschafft. Sie blieb über acht Minuten unter ihrer Bestzeit. Bester Deutscher bei den Männer war einmal mehr Julian Flügel aus Fulda, der die Olympia-Norm (2:14 Stunden) bereits beim Marathon in Berlin 2015 erreicht hatte.

Die Sieger 2016

Männer
1. Tesfaye Abera (Äthiopien, 2:06:26 Stunden)
2. Philomon Rono (Kenia, 2:07:20 Stunden)
3. Josphat Kiprono (Kenia, 2.10:44 Stunden)
4. Abaynah Ayele (Äthiopien, 2.12:21 Stunden)
5. Merhavi Kesete (Eritrea, 2:12:25 Stunden)
22. Julian Flügel (Fulda, 2.17:10 Stunden)

Frauen
1. Meselech Melkamu (Äthiopien, 2.21:54 Stunden)
2. Meseret Hailu (Äthiopien, 2.26:26 Stunden)
3. Anja Scherl (Regensburg, 22:27:50 Stunden)
4. Monika Stefanowicz (Polen, 2:28:26 Stunden)
5. Madai perez (Mexiko, 2:29:27 Stunden)

So war es im vergangenen Jahr

Der 30. Haspa Marathon Hamburg fand am 26. April 2015 statt. Und das mit einem Teilnehmerrekord: über 30 000 Läuferinnen und Läufer waren bei strömenden Regen und 13 Grad am Start. Das Elite-Rennen begann mit einem Fehlstart, danach lief alles nach Plan.

Sieger 2015

Das Rennen der Frauen gewann erwartungsgemäß die Favoritin Meseret Hailu aus Äthiopien mit 2:25:41 Stunden ins Ziel. Siegprämie: 15 000 Euro. Sabrina Mockenhaupt wurde Sechste mit 2:32:41 Stunden und blieb 2:42 Minuten hinter ihrer eigenen Vorgabe. Bei den Herren (Siegprämie: 20 000 Euro) triumphierte Lucas Rotich aus Kenia mit einer Zeit von 2:07:17 Stunden vor Ghirmay Ghebreslassie aus Eritrea (2:07:47) und Stephen Chebogut (Kenia, 2:08:01). Bester Deutscher war Julian Flügel auf Platz 16 mit einer Zeit von 2:14:51 Stunden.

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl gab wieder einen Dualstart von der Karolinenstraße und den Kirchhöfen. Zur Versorgung wurden in diesem Jahr größere Messehallen als zuletzt benutzt.

30 Jahre Marathon in Hamburg

Das erste Rennen war fünf Jahre vor dem Mauerfall und Helmut Kohl war noch Bundeskanzler. Deutscher Fußballmeister wurde übrigens der VfB Stuttgart – vor dem Hamburger SV. Doch der Hamburg-Marathon ist bei Weitem nicht der älteste Lauf seiner Art. Marathon-Oldie ist das Rennen „Rund um den Baldeneysee“ (zweiter Sonntag im Oktober). Diese Strecke wird seit 1963 ununterbrochen gelaufen.
Zum Jubiläumsrennen 2015 konnte Hamburg-Marathon-Chef Frank Thaleiser mit einem Paukenschlag aufwarten: Es war ihm gelungen, mit Sabrina Mockenhaupt (34), Deutschlands bekannteste Langstreckeläuferin, von einem Start in Hamburg zu überzeugen. „Hamburg stand schon immer auf meiner ,To-do-Liste'. Genauso, wie man einmal in New York gelaufen sein muss, sollte man das auch in Hamburg gemacht haben“, sagte die nur 1,56 Meter kleine Läuferin dem Hamburger Abendblatt. Mockenhaupt hat auf verschieden Strecken (Bahn, Straße, Gelände) 40 Deutsche-Meister-Titel gesammelt und war im Jahr 2013 Europameisterin über 10 000 Meter.
Weiter standen auf der Starterliste: die frisch verlobten Feyisa Bekele und Meseret Hailu aus Äthiopien sowie Diana Lobacevska (Litauen) und Netsanet Achamo Abeyo (Äthiopien). 

Impressionen aus vergangenen Jahren

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Der Weltranglistenerste gewinnt in Hamburg
Am Sonntag, den 17. April 2016 starteten wieder Zehntausende über die Strecke von 42,195 Kilometer. Und einige hofften noch auf ein Olympia-Ticket. So, wie der Weltranglistenerste Tesfaye Abera, der erwartungsgemäß gewann.
http://www.hamburg.de/marathon/
20160418 13:40:02
http://www.hamburg.de/image/2677910/1x1/150/150/b4b73fe7b989b021b3bd481795654eab/SF/marathon-panorama.jpg