Marpol-Abkommen
Schätzungsweise 600.000 Tonnen Öl werden jährlich ins Meer eingeleitet, als Resultat aus dem normalen Schiffbetrieb, infolge von Unfällen und illegaler Einleitungen.
250.000 Tonnen davon sind Öl - Wasser - Gemische und Brennstoffrückstände (Sludge) aus dem Schiffsmaschinenbereich.
Die weltweiten Stickstoffemissionen der Schifffahrt entsprechen 42% der nordamerikanischen oder 74% der OECD Staaten oder 190% der deutschen.
Bei den Schwefelemissionen sind dies 43% der USA Emissionen, 53% OECD, 178% der deutschen.
(U3) | MARPOL ist das Instrument, der Verschmutzung der Meere und der Luft aus dem Schiffsbetrieb Herr zu werden. |
Zur Reduzierung und Vermeidung der Verunreinigung der Meere und Küsten durch die Schifffahrt wurde eine Anzahl von internationalen und nationalen Bestimmungen geschaffen und in Kraft gesetzt. Eine wesentliche Grundlage zur Reinhaltung der Meere ist das im Auftrage der UNO von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) geschaffene internationale MARPOL Übereinkommen von 1973, modifiziert durch das Zusatzprotokoll von 1978 (MARPOL 73/78).
Das MARPOL Übereinkommen enthält 6 Anlagen:
Anlage I - Regeln zur Verhütung der Verschmutzung durch Öl
Anlage II - Regeln zur Beförderung schädlicher flüssiger Stoffe.
Anlage III- Regeln über den Transport von verpackten Schadstoffen
Anlage IV - Regeln zur Verhütung der Verschmutzung durch Schiffsabwasser
Anlage V - Regeln zur Verhütung der Verschmutzung durch Schiffsmüll
Anlage VI - Regeln zur Verhütung der Verschmutzung durch Schiffsabgase
Im Sinne dieser Vorschriften sind auch die erforderlichen Auffanganlagen für ölhaltige Rückstände, chemikalienhaltige Tankwaschwässer und Schiffsmüll in den Häfen einzurichten, um den Seeschiffen weltweit die Möglichkeit zu geben, effektiv und jederzeit Abfälle aus dem Schiffsbetrieb und der Ladung abzugeben.
Im Hamburger Hafen sind Auffanganlagen für MARPOL Anlage I , Anlage II, Anlage IV und Anlage V vorhanden.
Für Anlage III sind keine Auffanganlagen erforderlich.
Die Zeiten, in denen Abfälle und Einleitungen der Schifffahrt im Meer verschwanden, sind vorbei. Die immer aggressiver werdenden Rückstände sind von den Meeren und Küsten nicht mehr zu verkraften. Jeder kennt die vielfältigen, schädigenden Wirkungen von Öl- und Chemikalienrückständen sowie Müll. Illegale Abfallbeseitigung ist auch in der Schifffahrt kein Kavaliersdelikt mehr.
Der Weg zum Schutz der Weltmeere ist deshalb:
(M221)

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