Behörde für Umwelt und Energie

"Mein Baum - Meine Stadt" Fragen & Antworten

Seit Beginn der Spendenaktion 2011 konnten insgesamt über 5.300 Baumlücken geschlossen werden, viele davon dank der Spenderinnen und Spender. Hier beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen rund um die Spendenaktion.

Baumpflanzaktion Hamburg

Wie teuer ist ein Baum?

Im Durchschnitt kostet ein Baum zusammen mit der Vorbereitung des Bodens und der Pflanzung 1.000 Euro. Werden 500 Euro gespendet, zahlt die Stadt den Rest und der Baum wird gepflanzt. Neu ist, dass es Großspendern nun freisteht, anstelle einer Teilspende von 500 Euro die kompletten Kosten einer Pflanzung zu übernehmen.

Woher kommen die neuen Bäume?

Die Bäume für die Aktion stammen aus den Baumschulen unterschiedlicher Anbaugebiete. Sie wurden dort durchschnittlich 10-15 Jahre herangezogen und haben einen Stammumfang von 18-25 cm. So ist am besten gewährleistet, dass sie für den besonders schwierigen Standort an einer Großstadtstraße mit wenig Platz für die Wurzeln und ungünstigen klimatischen Bedingungen vorbereitet sind.

Wieso sind die Bäume so teuer?

Die Preise der Bäume schwanken sortenabhängig. Der Wert von 1.000 Euro ist ein Durchschnittswert für die Gesamtkosten der Pflanzung. Den Löwenanteil dieser Kosten macht die Vorbereitung aus: Zunächst muss untersucht werden, ob sich an der Pflanzstelle Munition aus dem 2. Weltkrieg befindet. Danach wird eine Pflanzgrube ausgehoben und mit speziellen Pflanzsubstraten aufgefüllt. Daneben werden anschließend Baumpfähle und Baumschutzbügel eingesetzt. Erst dann kann der Baum gepflanzt werden. In der Gesamtbilanz liegen die Kosten für den Baum selbst daher nur bei ca. 20% der Gesamtsumme.

Wie kann ich sicher sein, dass meine Spende auch für meinen Baum ausgegeben wurde?

Sobald 500 Euro als Einzel- oder Sammelspende auf einen Baumstandort eingegangen sind, garantiert Hamburg die Pflanzung. Für welchen Baum man spenden will, kann der Spender per Baumkennzahl auf dem Überweisungsträger festlegen. Und: Die Loki Schmidt Stiftung Naturschutz Hamburg achtet darauf, dass das Geld des Spenders tatsächlich bei den Straßenbäumen ankommt. Die Stiftung berät auch weiterhin die Spender und hilft bei der Wahl des Standorts.

Kann ich mitbestimmen, welcher Baum an meinem Standort gepflanzt wird?

Das Artenspektrum der Bäume an den Hamburger Straßen ist außergewöhnlich groß. Weil die Nachpflanzungen überwiegend Lücken in bestehenden Baumreihen und Alleen schließen, steht die jeweilige Baumart damit bereits fest. Die für jede Lücke vorgegebene Baumart kann man auf einer Internet-Karte einsehen.

Wieso hat die Stadt denn nicht schon viel früher Bäume nachgepflanzt?

In den letzten Jahren mussten viele Pflanzungen zurückgestellt werden, um den bestehenden Baumbestand besser pflegen und vor weiteren Verlusten schützen zu können. Mit der Kampagne „Mein Baum – meine Stadt“ konnten seit 2011 nun auch wieder Bäume nachgepflanzt werden.

Warum können an vielen Standorten keine Bäume gepflanzt werden?

Gründe können sein:

  • Der neue Baum würde ein Verkehrsschild oder eine Ampel verdecken oder zu dicht an vorhandenen Häusern oder Lichtmasten stehen.
  • Am Standort befinden sich Sielanlagen oder Kabelschächte oder Fernwärmeleitungen im Untergrund.
  • Es stehen Baumaßnahmen am Pflanzort oder im Umfeld an.
  • Der fehlende Baum wird bereits aus anderen Gründen ersetzt, z.B. aus einem Versicherungsschaden.
  • Der Boden im Pflanzumfeld ist mit für den Baum gefährlichen Pilzen belastet.

Wie ist sichergestellt, dass diese Bäume an der Straße an- und weiterwachsen? Ist es sicher, dass sie beim nächsten Bauvorhaben in der Nähe nicht gleich wieder gefällt werden?

In ihren ersten Standjahren werden junge Bäume intensiver betreut als andere. Vor allem müssen sie in trockenen Zeiten gewässert werden, aber auch die Anbindungen an die Stützpfähle dürfen nicht einschnüren, wenn der Baum dicker wird. Eine fachgerechte Kronenpflege sorgt für einen schönen Wuchs. Geht trotz dieser Sorgfalt ein Baum z.B. wegen eines Pilzbefalls ein, wird er wieder nachgepflanzt. Dennoch kann nicht 100%ig ausgeschlossen werden, dass am Standort in Zukunft gebaut wird und er deshalb samt Baum verloren geht.