Michel Hamburg Hamburgs bekanntestes Wahrzeichen

Das Wahrzeichen der Hansestadt ist die Hauptkirche St. Michaelis. Besonders beeindruckend ist das Kirchenschiff samt der fünf Orgeln, der Gewölbekeller und die fabelhafte Aussicht vom Kirchturm. In seiner knapp 400-jährigen Geschichte musste der sogenannte "Michel" zweimal komplett wiederaufgebaut werden.

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St. Michaelis Kirche

Adresse
Englische Planke 1a, 20459 Hamburg
Homepage
St. Michaelis (Michel)
Öffnungszeiten
Mai bis Oktober 9 bis 20 Uhr (letzter Einlass 19:30 Uhr), November bis April 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr)
Öffentliche Verkehrsmittel
U3 Haltestelle Rödingsmarkt
S1, S2, S3 Haltestelle Stadthausbrücke
Buslinien M6, 37 Haltestelle Michaeliskirche
Parkplätze
Parkhaus Michel-Garage, Schaarmarkt

Der Michel ist das Wahrzeichen der Stadt

Button Tickets Standard kleinDer "Michel", wie die evangelische Hauptkirche St. Michaelis von Einheimischen und Besuchern gleichermaßen genannt wird, ist in der gesamten Hamburger Innenstadt präsent. Das mag vor allem am 132 Meter hohen Turm der Kirche liegen, denn dieser überragt die meisten Gebäude der Innenstadt und ist aus vielen Blickwinkeln zu sehen. Ob bei einem Spaziergang um die Außenalster, beim Besuch des Parks "Planten un Blomen" auf der alten Wallanlage oder entlang der Landungsbrücken – der "Michel" scheint allgegenwärtig. Mit unserer LiveCam am Turm können Sie sich das beeindruckende Hafenpanorama von der Hafencity bis nach St. Pauli ansehen: LiveCam Michel Hamburg. Weitere Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Nähe von St. Michaelis sind die Krameramtsstuben, der Großneumarkt, das Mahnmal St. Nikolai und die Deichstraße

 Quelle: www.bilderbruecke.com

Aussichtsplattform auf dem Kirchturm des Michels  

Die Barockkirche unweit des Hafens und der Landungsbrücken zählt zu den schönsten Kirchen Norddeutschlands. Mit 2.500 Sitzplätzen ist sie die größte Kirche in Hamburg. Besonders auffällig ist der mit Kupferplatten verkleidete Turm, der zudem als Aussichtsplattform geschätzt wird. In 82 Metern Höhe und nach 453 Stufen hat der Besucher einen wunderbaren Blick auf die Elbe und den Rest der Metropole. Die mit acht Metern größte Turmuhr Deutschlands befindet sich nur wenige Meter über der Plattform. An bestimmten Tagen ist auch nachts eine Begehung des Turms möglich. Aber Achtung: Manchmal ist eine Reservierung notwendig, informieren Sie sich also am besten am Tag Ihres gewünschten Nachtmichel-Besuches über die Öffnungszeiten und die Notwendigkeit einer Reservierung. Eine besondere Touristenattraktion ist auch der Michel-Trompeter: Werktags bläst der Türmer um 10 und 21 Uhr, sonntags und an kirchlichen Feiertagen um 12 Uhr seine Choräle in alle Richtungen.

Erzengel Michael, fünf Orgeln und das Gruftgewölbe

Über dem Haupteingang befindet sich eine kupferne Statue des Erzengels Michael. Er ist der Schutzpatron vieler Berufsgruppen, allen voran der Ritter und Soldaten. Für Musikfreunde dürften vor allem die fünf Kirchenorgeln im Inneren von Interesse sein. Die größte Orgel stammt aus dem Jahre 1961 und kommt auf stolze fünf Manuale. Jeden Mittag spielt ab zwölf Uhr für eine Viertelstunde lang ein Orgelspieler und der Klang verleiht dem in weiß gehaltenen Kirchenschiff eine ganz besondere Note. Wer nach der Besichtigung des Turms und des Kircheninneren noch immer voller Tatendrang ist, der kann hinabsteigen und das Gruftgewölbe besichtigen, denn das gesamte Kirchenschiff ist unterkellert.

Evangelischer Kirchenbau von 1669

Der gegenwärtige Kirchenbau von St. Michaelis musste im Laufe seiner Geschichte zweimal neu erbaut werden. Der erste Bau wurde im Zeitraum von 1647 bis 1669 auf dem Gebiet der früheren St. Michaeliskapelle erbaut und besaß ursprünglich nicht den charakteristischen runden Kirchturm. Im Jahr 1685 wurde St. Michaelis neben St. Petri, St. Jacobi, St. Nikolai und St. Katharinen zu Hamburgs fünfter Hauptkirche erhoben – so erhielt die Neustadt ein eigenes Kirchspiel. Am 10. März 1750 wurde die Kirche gegen 11 Uhr am Vormittag von einem Blitzeinschlag getroffen. Der Brand konnte nicht rechtzeitig gelöscht werden, der Kirchturm brach auf das Kirchendach und setzte das gesamte Gotteshaus in Brand.

Neues Aussehen des Michels nach Blitzeinschlag

Bereits ein Jahr nach dem Blitzeinschlag wurde der Grundstein für den zweiten Michel gelegt. Dabei erfolgte auch der Bau der Krypta. Dieser wurde am 19. Oktober 1762 eingeweiht. Die Fertigstellung des Turmes erfolgte erst im Jahr 1786. Der Turm war aus Holz und mit Kupfer verkleidet. Johann Friedrich Benzenberg nutzte den Kirchturm in 1802, um Fallexperimente zum Nachweis der Erdrotation durchzuführen – rund 50 Jahre vor Léon Foucault und seinem berühmten Pendelversuch. Am 3. Juli 1906 fing der Turm bei Lötarbeiten am Dachstuhl Feuer und brannte zusammen mit dem Kirchenschiff erneut bis auf die Grundmauern ab. 

Erneuter Wiederaufbau nach alten Plänen 

Noch im selben Jahr erfolgte der erneute Wiederaufbau der Kirche nach Plänen aus dem Jahr 1762. Obwohl sich einige namhafte Architekten wie Fritz Schumacher gegen einen Wiederaufbau nach alten Plänen aussprachen, wurde die Kirche mit Rücksicht auf den Wahrzeichencharakter und den Wunsch der Bevölkerung in der alten äußeren Form errichtet. Doch anstelle von Holz wurde Stahl und Beton verwendet, um das Bauwerk sicherer zu machen. Nach sechsjähriger Bauzeit wurde die Kirche am 19. Oktober 1912 wiederholt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Taufstein und der Gotteskasten für Spenden stammen noch aus dem Jahr 1763.  

Keine Ruine im Zweiten Weltkrieg 

Im Zweiten Weltkrieg und vor allem während der Operation Gomorrha im Juli und August 1943 wurde Hamburg massiv durch Luftangriffe der Alliierten zerstört. Auch die Umgebung der Kirche wurde verwüstet, doch der Michel blieb so gut wie unbeschädigt. Erst in der letzten zwei Jahren des Krieges wurde schließlich das Hauptschiff getroffen, dessen Schäden bis ins Jahr 1952 beseitigt wurden – der Kirchturm überstand den Krieg unbeschadet. So dient der Kirchturm heute immer noch als Orientierungspunkt für die auf der Elbe nach Hamburg fahrenden Schiffe. 

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Hamburgs bekanntestes Wahrzeichen
Das Wahrzeichen der Hansestadt ist die Hauptkirche St. Michaelis. Besonders beeindruckend ist das Kirchenschiff samt der fünf Orgeln, der Gewölbekeller und die fabelhafte Aussicht vom Kirchturm. In seiner knapp 400-jährigen Geschichte musste der sogenannte "Michel" zweimal komplett wiederaufgebaut werden.
http://www.hamburg.de/michel/
20150316 10:31:59
http://www.hamburg.de/image/1157354/1x1/150/150/904a2202a3972b0fffa9924c775743f0/re/michel-02.jpg