Michel Hamburg
St. Michaelis – Hamburgs Wahrzeichen
Das Wahrzeichen der Hansestadt ist die Hauptkirche St. Michaelis. Das Kirchenschiff samt dreier Orgeln sowie der Gewölbekeller beeindrucken und vom Kirchenturm genießt der Besucher eine tolle Aussicht auf die Stadt.
- Öffnungszeiten
- Mai bis Oktober 9:00 bis 20:00 Uhr, November bis April 10:00 bis 18:00 Uhr
- Öffentliche Verkehrsmittel
- U3 Haltestelle Baumwall, Buslinien 112, 37 Haltestelle Michaeliskirche
- Parkplätze
- Parkhaus Michel-Garage, Schaarmarkt
Wer durch die Hamburger Innenstadt läuft, hat zuweilen das Gefühl, der Michel folgt ihm überall hin.
Das mag vor allem am 132 Meter hohem Turm der Hauptkirche St. Michaelis liegen, denn dieser überragt die meisten Gebäude der Innenstadt und ist aus vielen Blickwinkeln zu sehen.
Ob bei einem Spaziergang um die Außenalster, beim Besuch des Parks "Planten un Blomen" auf der alten Wallanlage oder entlang der Landungsbrücken – die traditionsreiche Kirche, liebevoll "Michel" genannt, scheint allgegenwärtig.
Überragender Michel
Für viele Architekturfreunde zählt die Barockkirche mit der markanten Haube unweit des Hafens und der Landungsbrücken zu den schönsten Kirchen Norddeutschlands.
Besonders ins Auge fällt dabei der mit Kupferplatten verkleidete Turm, der vor allem als eine beliebte Aussichtsplattform geschätzt wird. In 82 Metern Höhe hat der Besucher einen wunderbaren Blick auf die Metropole des Nordens und ist zudem der mit acht Metern größten Turmuhr Deutschlands ganz nah.
Eine besondere Touristenattraktion ist auch der Michel-Trompeter: Täglich bläst der Türmer um 10 und 21 Uhr, sonntags um 12 Uhr, seine Choräle in alle Richtungen.
Auf den Zeiger gehen?
Schon vor der Turmbesteigung kann über dem Haupteingang der kupferne Erzengel Michael erspäht werden. Er ist der Schutzpatron vieler Berufsgruppen, allen voran der Ritter und Soldaten.
Für Musikfreunde dürften die insgesamt drei Kirchenorgeln im Inneren von Interesse sein. Die größte Orgel stammt aus dem Jahre 1961 und kommt auf stolze fünf Manuale.
Jeden Mittag geht ab zwölf Uhr für eine Viertelstunde lang ein "Tastenakrobat" zu Werke – und der Klang verleiht dem in weiß gehaltenen Kirchenschiff eine ganz besondere Note.
Wer nach der Besichtigung des Turms und des Kircheninneren noch immer voller Tatendrang ist, der kann hinabsteigen und das Gruftgewölbe besichtigen – das gesamte Kirchenschiff ist unterkellert.
Der Michel sollte also von ganz unten bis ganz oben erkundet werden – ein wahres Wahrzeichen.
Weitere Sehenswürdigkeiten
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Autor: Andres Lehmann











