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Behörde für Schule und Berufsbildung Behörde für Schule und Berufsbildung

Migration / Integration

02.03.2012

In Hamburg leben ca. 515.000 Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind ca. 29% der Hamburger Bevölkerung. Damit liegt Hamburg deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 18%. Ein Schwerpunktthema der Landeszentrale ist deshalb das Thema "Migration und Integration".

Die vom Statistikamt Nord errechneten Zahlen kommen dadurch zustande, dass zu den Menschen mit Migrationshintergrund zählen:

  • Menschen, die nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik zugewandert sind, sowie
  • alle in Deutschland Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil (Ausländer, Eingebürgerter, Vertriebener, Aussiedler, Spätaussiedler oder Asylbewerber).

70% der in Hamburg lebenden Menschen mit Migrationshintergrund gehören zu den seit 1950 Zugewanderten; 30% sind in Deutschland geboren. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung mit Migrationshintergrund liegt bei 33,6 Jahren und ist damit niedriger als das der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund mit 45,3 Jahren. Und auch der Männeranteil ist in der Bevölkerung mit Migrationshintergrund mit 52% höher als in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (47%).

Migration hat Geschichte, auch und ganz besonders in einer Hafenstadt wie Hamburg. Diese Stadt lebt in besonderer Weise vom Fernhandel und damit von Menschen und Gütern aus anderen Ländern. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Migration immer schon eher der Normalfall als eine besondere Ausnahme war. Angehörige vieler Nationen und Völker haben und hatten immer schon vielfältige Kontakte in diese Stadt und haben zu ihrer Vielfalt und ihrem Reichtum beigetragen.

Die Landeszentrale hält in ihrem Info-Laden aktuell folgende Publikationen zu diesem Thema bereit:


Crossover Geschichte - Historisches Bewusstsein Jugendlicher in der Einwanderungsgesellschaft

(ullstein bild)

Crossover Geschichte*
Historisches Bewusstsein Jugendlicher in der Einwanderungsgesellschaft
von Viola B. Georgi und Rainer Ohliger (Hrsg.)

"Crossover bezeichnet in Kunst und Wissenschaft die Entstehung von Innovativem durch die Verschmelzung und Neukombination bestehender Merkmale. In der Einwanderungsgesellschaft kann dieser Begriff angesichts der Vielfalt an Erinnerungskulturen und Geschichtsbildern ebenso für einen interkulturellen und multiperspektivischen Umgang mit Geschichte stehen. Das Buch geht der Frage nach, wie sich Geschichte an Jugendliche unterschiedlicher Herkunft vermitteln lässt. Dabei geht es sowohl darum, sie an der deutschen Erinnerungskultur teilhaben zu lassen, als auch darum, die Geschichte(n) der eingewanderten Jugendlichen anzuerkennen. Es bietet theoretische Zugänge sowie Beispiele aus der praktischen Geschichtsarbeit und lässt außerdem Jugendliche mit Migrationshintergrund selbst zu Wort kommen." (Klappentext)

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Black Box Dschihad

(Hanser Literaturverlag)

Black Box Dschihad*
Daniel und Sa´ed auf ihrem Weg ins Paradies

"Warum will ein junger Mensch Gotteskrieger werden? Um diese Frage zu beantworten, erforscht Martin Schäuble das Leben zweier junger Männer, die diesen Weg gegangen sind.: Daniel aus dem Saarland, Sohn einer ganz normalen bürgerlichen Familie, Gymnasiast, zeitweise Hip-Hopper und Basketballer. Und Sa´ed aus Nablus, der Stadt in den Palästinensergebieten, eines von neun Geschwistern, Schulabbrecher, weil er zum Lebensunterhalt der Familie beitragen muss. - Sie haben wenig gemeinsam und doch irgendwann dasselbe Ziel: den Kampf im Dschihad. Der eine wird gestoppt; er ist einer der sogenannten "Sauerlandbomber". Der andere tötet mehrere Menschen bei einem Selbstmordanschlag in Israel. Fragt man nach dem Warum, wird man eine für beide gültige Antwort nicht finden. Martin Schäuble versucht deshalb, den beiden so nahe wie möglich zu kommen: In parallel erzählten Biografien erforscht er ihr Leben, spricht dazu mit Verwandten, Freunden, Lehrern und bringt Licht ins Dunkel von Vorstellungen und Motiven, die uns erschrecken - und die wir dennoch kennen müssen, wenn wir den islamistischen Terror verstehen wollen." (Klappentext)
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Islamismus in Deutschland

(Herder Verlag)


Islamismus in Deutschland*
Zwischen Panikmache und Naivität von Johannes Kandel

"Spätestens nach der Aufdeckung der Sauerland-Gruppe ist klar: Islamistischer Terror ist in Deutschland längst schon angekommen. Höchste Zeit, einige Fragen zu klären: Wie eng sind Islamismus und Islam verbunden? Wie wahrscheinlich ist die Gefahr terroristischer Anschläge in Deutschland tatsächlich? Welche islamistischen Gruppen gibt es hierzulande? Wo liegen Gefahren für unser Gemeinwesen, wie kann man ihnen begegnen? Wie weit kann und soll der Dialog gehen? Und welche Chancen hat die Integration?" (Klappentext)



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Die Geduldeten

(Tof Intermedia GmbH)

Die Geduldeten

Nur geduldet sind die Brüder Celso, Neves und Eduine aus Angola, Mamadou aus Guinea und die Schwestern Nora und Otilya aus Kinshasa im Kongo. Alle kamen allein, ohne Eltern nach Deutschland in der Hoffnung, hier Zuflucht zu finden. Der Film begleitet die Kinder und Jugendlichen zwei Jahre lang bei ihrem Weg durch den Dschungel der deutschen Ausländergesetzgebung. Vor allem aber erzählt die Langzeitbeobachtung davon, wie Eduine und Mamadou, Celso und Nora, Neves und Otilya ein fremdes Land entdecken, wie sie eine fremde Kultur und Sprache erlernen und wie sie sich allein in Deutschland behaupten.

 

Ein Film von Natascha Breuers und Ralf Jesse (DVD)

TOF Intermedia 2008

Genre: Dokumentarfilm 98 min.

Sprache: Deutsch

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Migration und Weltgeschichte

(Wochenschauverlag)

 



 












 

Das Buch ‚Migration und Weltgeschichte’* setzt sich mit verschiedenen Formen von Wanderungen auseinander, wirft Schlaglichter auf historische und aktuelle weltweite Wanderungsbewegungen und stellt schließlich das „Bafa Bafa“ Spiel vor; ein Spiel, das die US-Amerikanische Navy entwickelt hat, um Armeeangehörige auf Auslandseinsätze vorzubereiten. Dieses Spiel kann Mitspielenden den schockierenden und entmutigenden Eindruck völliger Verlorenheit in der Fremde vermitteln.
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Integration und Einwanderung

(Wochenschau Verlag)





 













In dem Buch ‚Integration und Einwanderung’*, herausgegeben von Wichard Woyke, kommen unterschiedliche Autorinnen zu verschiedenen Aspekten des Themas Einwanderung in Deutschland und Europa zu Wort. Hier handelt es sich um einer vergleichende Bestandsaufnahme und Beschreibung, die einen sachlicheren Blick auf den Zusammenhang eröffnen kann.  
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Deutschland, gefühlte Heimat

(dtv)


















Elke Reichhart lässt in ihrem Buch ‚Deutschland, gefühlte Heimat’* junge Einwanderer aus neun verschiedenen Ländern, die in Deutschland leben, selber zu Wort kommen. Die Schilderungen dieser Menschen, mit einem vorangestellten Gespräch mit dem Fußballspieler Asamoah, bringen die Menschen näher und lassen die Fragen nach all denen, die nicht so viel Glück hatten, im Raum stehen.  
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Die Rechte der Anderen

(Seyla Benhabib)




















Die Rechte der Anderen*
Ausländer, Migranten, Bürger


Lassen Globalisierung und stetig wachsende Migration die Bedeutung nationaler Grenzen schwinden? Gebieten es die Menschenrechte, legal oder illegal Zugewanderten die Teilhabe an den Rechten der Zivilgesesllschaft zu gewähren? Das Buch der Kosmopolitin Seyla Benhabib lädt dazu ein, angesichts verschwimmender Grenzen von Territorialität, Souveränität und Staatsbürgerschaft über die Beziehungen zwischen Demokratie und Menschenrechten neu nachzudenken. Es sei, so die Autorin, die Logik demokratischer Repräsentation, die das Recht jeden Staates auf die Einbürgerung begründe. Zugleich sei der Umgang mit den in ihrer Mitte lebenden Ausländern, Fremden und Anderen ein entscheidender Test für das moralische Bewusstsein und die politische Reflexivität einer Dekmokratie.
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Arabboy

(Güner Yasemin Balci)



















Arabboy*
Eine Jugend in Deutschland oder Das kurze Leben des Rashid A.

Die in Berlin-Neuköln geborene Autorin Güner Yasemin Balci beschreibt das kurze Leben des Sohns einer libanesisch-palästinensischen Familie. Rashid der sich in Internetchatrooms "Arabboy" nennt, macht Karriere im kriminellen Milieu in Neuköln und verliert die Kontrolle über sein Leben. Er und seine Freunde gehorchen dem Gesetz der Straße. Kaum jemand kennt ihre Welt. Die Autorin blickt hinter die Fassade und erzählt die Geschichte einer gescheiterten Integration.
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Eure Ehre - unser Leid

(blanvalet)


















Mit ihrem Buch "Eure Ehre - unser Leid"* beschreibt Serap Cileli das Schicksal und die Lebensgeschichten von Zwangsverheirateten Frauen in patriarchalen Strukturen. Sie erzählt von ihrem eigenen Leben und vom Leiden ihrer Schützlinge, für deren Freiheit sie sich einsetzt. Serap Cileli wurde mit 15 Jahren verheiratet. Erst nach sieben Jahren Zwangsehe gelang ihr mit ihren Kindern die Flucht zurück nach Deutschland.
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Informationen zur politischen Bildung

 






Heft 271 - überarbeitete Neuauflage 2005 - Vorurteile


Darüber hinaus führen wir bei uns eine Reihe von Büchern, die sich mit dem Islam und anderen Aspekten von Migration beschäftigen, die Sie auch in der Liste unserer Publikationen finden.
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Wer ist wir?

(Navid Kermani)





















Wer ist wir?*

Die Zuwanderung von Menschen islamischen Glaubens nach Deutschland ist ein Faktum. Umstritten ist dagegen, was islamisch sein ausmacht. Navid Kermani setzt sich kritisch mit den Fragen auseinander, die sich aus der Einwanderung von Muslimen einerseits, dem Selbstverständnis Deutschlands und Europas andererseits ergeben. Die Prinzipien des Islam stünden der Integration in eine säkulare europäische Gesellschaftsordnung zwar nicht im Wege, begünstigten sie aber auch nicht. Angesichts der Vielfalt menschlicher Biografien sei es normal, sich mit unterschiedlichen Anschauungen zu identifizieren. Problematisch werde es, wenn nur noch eine einseitige Identität bestimmend sei. Dieser Gefahr müsse durch selbstbewusstes Werben für Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit entgegengewirkt werden.
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Moderate Islamisten als Reformakteure?

(Muriel Asseburg)


















Moderate Islamisten als Reformakteure?*
Muriel Asseburg

In vielen Staaten des Nahen und mittleren Ostens und Nordafrikas sind bereits heute "Moderate Islamisten" - den den Regimeeliten - die wichtigsten politischen Akteure oder sie werden es künftig sein. Sie können sich in der Regel auf eine breite soziale Basis und religiöse Netzwerke stützen und sie besitzen die Fähigkeit, populäre Botschaften glaubwürdig zu formulieren. Oft sind sie die einzige effektiv organisierte Alternative zu autoritären Regimen. Ob moderate Islamisten dann auch tatsächlich als Reformakteure wirken, hängt jedoch nicht von nur von Agenden und Prioritäten ab, sondern vor allem von den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, von ihrer Organisationsform und dem Grad ihrer Beteiligung am politischen Prozess.
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Fundamentalismus

(LzpB Brandenburg)



















Kilian Kinderberger

Fundamentalismus*

Politiiserte Religionen

Eine Darstellung fundamentalistischer zeitgenössischer Religionen

Potsdam 2004
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Der Dschihad in Asien

(dtv)



















Berndt Georg Thamm

Der Dschihad in Asien*

Die islamistische Gefahr in Russland und China

München 2008
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Der Islam und die Frauen

(Betsy Udink)
















 


Allah und Eva*
Der Islam und die Frauen

Pakistan versteht sich als ideal muslimisches Gemeinwesen, als das "Land der Reinen". In keinem anderen islamischen Land ist die Trennung der Geschlechter in der Öffentlichkeit so radikal. Mächtige Frauenorganisationen propagieren hier das Idealbild der "freien" muslimischen Frau. Aber wie sieht es in Städten und Dörfern, in den Familien und muslimischen Einrichtungen wirklich aus? Betsy Udink berichtet von der ständigen Angst von Frauen und Mädchen, von ihren Vätern oder Ehemännern im Namen des Korans und der Familienehre misshandelt, verstümmelt oder getötet werden. Sie erzählt vom sexuellen Missbrauch kleiner Jungen, den brutalen Folgen der Gesetze gegen Gotteslästerung und von einem Frauengefängnis, in dem selbst kleine Kinder wie Vieh gehalten werden.
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Der Islam braucht eine sexuelle Revolution

(Seyran Ates)



















Der Islam braucht eine sexuelle Revolution*
Eine Streitschrift

Seyran Ates fordert in ihrem Buch "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution" Tabubrüche und sexuelle Freiheiten für muslimische Frauen. Sie plädiert für eine sexuelle Revolution im Islam. Genau wie die Frauen und Männer in westlichen Ländern, die in den 60er Jahren erfolgreich für ihre sexuelle Selbstbestimmung gekämpft haben, müssen sich auch die Musliminnen und Muslime ihre Rechte erstreiten. Nur so können Freiheit und Menschenwürde in der islamischen Welt wirklich gelebt werden.



Die mit einem * gekennzeichneten Publikationen sind im Rahmen unserer Bereitstellungspauschale (15 Euro für 5 Bücher im Kalenderjahr) erhältlich.

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Veranstaltungen und Seminare

Seit vielen Jahren bietet der Verein für politische Bildung im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung  jährlich ca. 50 Seminare gezielt für Mitbürgerinnen mit Migrationshintergrund an. In diesen „Rathausseminaren“ werden Neubürgerinnen und Neubürger über das politische System in Hamburg unterrichtet.

Das Thema Migration ist ebenfalls ein Schwerpunkt in der Förderung der politischen Bildung. Die Landeszentrale fördert finanziell eine Vielzahl von Veranstaltungen zu diesem Thema, die von Hamburger Bildungsträgern durchgeführt werden. Sie finden diese Veranstaltungen unter

http://politische-bildung-hamburg.kursportal.info