Bezirk Hamburg-Mitte

Altstadt Öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs Hamburg-Altstadt 46

Der Bebauungsplan-Entwurf Hamburg-Altstadt 46 „Neues Arbeiten und Wohnen am Hopfenmarkt“ liegt öffentlich aus.

Öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs Hamburg-Altstadt 46

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hat beschlossen, den Entwurf des Bebauungsplans Hamburg-Altstadt 46 gemäß § 3 Absatz 2 des Baugesetzbuchs (BauGB) in der Fassung vom 23. September 2004 (BGBl. I S. 2415), zuletzt geändert am 29. Mai 2017 (BGBl. I S. 1198, 1302), öffentlich auszulegen:

Die öffentliche Auslegung findet in der Zeit vom 26. Juni 2017 bis zum 28. Juli 2017 im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts Hamburg-Mitte, Klosterwall 8 (City-Hof Block D), 6. Stock (Foyerbereich), 20095 Hamburg statt.

Während der öffentlichen Auslegung können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger den Entwurf des Bebauungsplans einsehen und gegebenenfalls hierzu Stellungnahmen schriftlich vorbringen. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben. Das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamtes Hamburg-Mitte ist:

montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 15 Uhr

für den Publikumsverkehr geöffnet. Die Mitarbeiter des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung informieren Sie gerne über die Planinhalte und das weitere Verfahren. Die während der öffentlichen Auslegung eingegangenen Stellungnahmen sind Teil des Rechtsetzungsverfahrens. Diese werden vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung und den beschlussfassenden Gremien in die Bewertung und Entscheidung über den Bebauungsplan einbezogen. Nach erfolgter Feststellung des Bebauungsplans wird allen Bürgerinnen und Bürgern, die Stellungnahmen vorgebracht haben, das Ergebnis der Abwägung mitgeteilt.

Das Plangebiet umfasst Grundstücke zwischen dem Großen Burstah, Hahntrapp, der Willy-Brandt-Straße und dem Nikolaifleet sowie angrenzende Verkehrsflächen. Anlass der Planung war der 2012 erfolgte Auszug der Allianz Versicherungs AG aus dem am Großen Burstah gelegenen Bürokomplex. Da der 1971 fertig gestellte Gebäudekomplex der Allianz Versicherungs AG den Anforderungen an moderne Büroarbeitsplätze nicht mehr gerecht wird, soll er rückgebaut und durch Neubauten ersetzt werden. Gleiches gilt für das 1970 fertig gestellte Bürogebäude des Landeskirchenamtes.

Das Plangebiet befindet sich im Südwesten der Hamburger Altstadt, die als Keimzelle der Hamburger Siedlungsgeschichte von großer historischer Bedeutung ist. Neben der stadtbaugeschichtlichen Bedeutung sind für die Planaufstellung auch die zentralörtlichen Funktionen aufgrund der Citylage von besonderer Bedeutung. Das Plangebiet liegt an der Schnittstelle zwischen dem durch Einzelhandel dominierten und dem maßgeblich durch Büronutzungen geprägten Bereich von Altstadt und City-Kernbereich, die in den letzten Jahren sukzessive durch neue Wohnnutzungen funktional ergänzt wurden. Mit der Lage zwischen Rathausviertel, Cremon-Insel und Speicherstadt hat das Plangebiet auch für den Tourismus eine hohe Bedeutung.

Im Vorwege des förmlichen B-Plan-Verfahrens wurde 2013 ein hochbaulicher Realisierungswettbewerb auf Basis eines Masterplans zur Wiederherstellung des historischen Stadtgrundrisses als Vorgabe durchgeführt. Die Ergebnisse des Wettbewerbs, welches für die Überarbeitung von zwei Baufeldern 2014 und 2015 wiederholt wurde, bilden die Grundlage für die nun vorliegenden Funktionsplan- und Bebauungsplan-Entwürfe.

Ziel des Bebauungsplans Hamburg-Altstadt 46 ist die städtebauliche Neuordnung der Fläche mit dem Schwerpunkt Büro- und anteilig Wohnnutzung. Im gut 2,46 Hektar großen Plangebiet soll im Hinblick auf die Schaffung lebendiger, funktionsgemischter Nutzungsstrukturen ein Mix aus überwiegend Bürogebäuden, anteiligem (Miet-)Wohnungsbau am Hahntrapp / Wölberstieg sowie Hotel-, Laden- und Gastronomieflächen entstehen. Insgesamt sind aktuell rund 62 Wohneinheiten (frei finanziert) geplant. Außerdem soll die ehemals den historischen Stadtgrundriss prägende Bohnenstraße, die in den 1970er Jahren durch den Gebäudekomplex der Allianz Versicherungs AG überplant wurde, wiederhergestellt werden.

Die Umsetzung des Bebauungskonzepts ist nach bestehendem Planungsrecht nicht möglich. Es wurde daher die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans erforderlich. 

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Planungsziele und im Kontext der Realisierung von Vorhaben zweier unterschiedlicher Grundeigentümer bzw. Vorhabenträger wird seitens des Fachamtes Stadt- und Landschaftsplanung ein sogenannter Angebotsbebauungsplan aufgestellt. Im Hinblick auf die Umsetzung des Bebauungsplans wurde mit beiden Vorhabenträgern jeweils ein städtebaulicher Vertrag geschlossen, in welchem verbindliche Regelungen u.a. zur Umsetzung der Einzelvorhaben, der einzelnen Nutzungen, der Kostenübernahme und der Gestaltung enthalten sind.

Der Bebauungsplan wird gemäß § 13 a BauGB als Bebauungsplan der Innenentwicklung ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Absatz 4 BauGB aufgestellt.

Ansprechpartner im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung sind Herr Humburg (Tel. 040 42854-3377) und Frau Singer (Tel. 040 42854-2852).