Bezirk Hamburg-Mitte

Planten un Blomen Wiedereröffnung Eisbahn Große Wallanlagen

Eislauf-Arena ist für acht Millionen Euro modernisiert worden – neues Park-Café ganzjährig geöffnet.

Wiedereröffnung Eisbahn Große Wallanlagen

Pünktlich zum Saisonstart präsentiert sich die beliebte und traditionsreiche Eisbahn in den Großen Wallanlagen in ganz neuer Schönheit. Die eislauffreie Zeit wurde genutzt, um eine umfassende Modernisierung durchzuführen. Gemeinsam mit den Planern, bauausführenden Firmen und vielen Gästen haben heute Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan und Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter in Hamburg- Mitte, die neu gestaltete Eisbahn wiedereröffnet.

Umweltsenator Jens Kerstan: „Seit heute hat unsere Stadt wieder eine moderne attraktive Freizeitanlage. Mitten in der Stadt, in Hamburgs prominenter Parkanlage gelegen, strahlt die sanierte und modernisierte Eis- und Rollschuhbahn in neuem Glanz. Der neue Betreiber kann nun unter besseren Rahmenbedingungen ganzjährig planen und arbeiten. Ich wünsche ihm dafür die notwendige Portion Kreativität und unternehmerisches Geschick zum Wohle der Stadt.“

Dazu ergänzt Bezirksamtsleiter Falko Droßmann: „Die Eisbahn in Planten un Blomen gehört zu den beliebtesten Winterattraktionen unserer Stadt. Allerdings war im Laufe der Jahre doch eine gründliche Überholung erforderlich geworden. Allein hätte das der Bezirk jedoch nicht stemmen können und deshalb danke ich allen, die dieses beeindruckende Ergebnis, das wir heute hier sehen, möglich gemacht haben - damit auch noch die nächsten Generationen von Hamburgerinnen und Hamburgern hier das Schlittschuhlaufen lernen können. Und natürlich sind auch alle Nicht-Eisläufer fortan im neuen Park-Café herzlich willkommen.“

Die Maßnahmen im Einzelnen

Die Eislauffläche hat eine neue Beschichtung erhalten, wofür der Boden neu versiegelt wurde. Im Bestandsgebäude wurden sämtliche Wand-, Boden- und Deckenbelege erneuert. Die Räume für den Schlittschuhverleih, Aufenthalt, Speise- und Getränkeausgabe sowie der Umkleidebereich sind neu geordnet worden. Teilbereiche des begehbaren Daches und der Asphaltdecke wurden abgedichtet.

An der Stelle des alten Eingangs ist mit dem Park-Café ein neuer, attraktiver Gastronomiebereich entstanden, der das gastronomische Konzept aufwertet und von den Besuchern der Eisbahn wie auch des Parks ganzjährig genutzt werden kann. Auch die Arena selbst soll für Freizeitspiele wie dem Skaten im Sommer geöffnet sein. Am Holstenwall im Bereich des Parkeinganges wurde ein neuer, barrierefreier Eingang mit Aufzug gebaut. Im nördlichen Teil, wo sich früher die kaum genutzte und stark sanierungsbedürftige Tribünenanlage befand, ist ein neuer Multifunktionsraum entstanden, der sich als Kindertheater im Sommer oder für Gäste des Eisstockschießens im Winter eignet. Daneben wurde eine neue Garage für zwei Eishobel-Fahrzeuge gebaut. Die Kältetechnikanlage wurde bereits im vergangen Jahr komplett ersetzt und dem heutigen Stand der Technik angepasst. Ein Wärmerückgewinnungskonzept sichert die effiziente Nutzung der Abwärme für Warmwasser, Heizung, das Abtauen des Eisabriebes in der Schmelzgrube und die Lüftung, wodurch im ersten Jahr bereits deutliche Energieeinsparungen erzielt werden konnten.

Von den Baukosten in Höhe von insgesamt 7,91 Millionen Euro sind 5,9 Millionen aus dem Sanierungsfonds 2020 der Bürgerschaft und 2 Millionen aus der Investitionsreserve des Senats bereitgestellt worden. Betreiber der Eisbahn und des Parkcafés wird die Firma Indoo GmbH sein, deren Konzept sich nach einer europaweiten Ausschreibung als bestes durchsetzen konnte.

Die Eisbahn Wallanlagen wurde 1971 eröffnet. Sie entstand parallel zu den Umgestaltungsmaßnahmen im Rahmen der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 1973, die ganz im Sinne der Zeit die Grünanlagen als Orte aktiver Freizeitgestaltung interpretierte und entsprechende Orte vorsah. Die Anlage gehört mit 4.300 Quadratmetern noch heute zu den größten stationären Freiluft-Kunsteisbahnen Europas. Je nach Witterung besuchen während der Wintermonate von November bis März durchschnittlich 130.000 Gäste die Anlage.