Bezirk Hamburg-Mitte

Hamburg-Mitte Bezirkliches Wohnungsbauprogramm Hamburg-Mitte 2016

Am 22. September 2016 wurde von der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte das Bezirkliche Wohnungsbauprogramm 2016 (3. Fortschreibung) einstimmig beschlossen.

Bezirkliches Wohnungsbauprogramm Hamburg-Mitte 2016

Das Bezirkliche Wohnungsbauprogramm 2016 erfasst ein mögliches Baupotenzial von insgesamt rund 20.000 Wohneinheiten für den Bezirk Hamburg-Mitte für den Zeitraum 2016 bis etwa 2030 (siehe „Tabellarische Zusammenfassung“ im Anhang). Diese verteilen sich nach heutigem Stand mit einem auskömmlichen Mengengerüst auf die einzelnen Folgejahre, sodass trotz absehbarer Änderungen in den jeweiligen Projektentwicklungen, den einzelnen Planrechts- und Genehmigungsverfahren die Zielzahl gemäß des heutigen „Vertrages für Hamburg – Wohnungsneubau“ gesichert sein sollte.

Davon befinden sich zirka 3.800 Wohneinheiten in sogenannten „Suchräumen“ (farbig hervorgehoben), die wegen den zum Teil erheblichen Untersuchungs- und Klärungsbedarfen als langfristig zu entwickelnde Potenziale einzuordnen sind. Hierunter sind zirka 2.100 Wohneinheiten in solchen Suchräumen verortet, die 2016 neu aufgenommen wurden. Gegenüber 2013 konnten die damaligen Suchräume deutlich reduziert und in konkrete Standorte respektive Flächendispositionen aufgelöst werden.

Solche Flächen und Standorte, bei denen eine Projektentwicklung und Mobilisierbarkeit noch nicht näher terminiert werden kann, sind in der Spalte „2020 ff“ mit einem Baupotenzial von rund 9.500 Wohneinheiten eingestellt worden. Hierüber gibt es belastbare Perspektiven für eine Absicherung des Wohnungsneubaus über die gesamte Dekade.

Die jeweiligen Baupotenziale für den öffentlich geförderten Mietwohnungsbau mit einem Anteil von insgesamt rund 6.200 Wohneinheiten liegen hiernach bei zirka 31 % (gemessen am gesamten Wohnungsbaupotenzial).

Im Rahmen der Gesamtfortschreibung des Bezirklichen Wohnungsbauprogramms Hamburg-Mitte konnten nun 47 neue Potenzialflächen mit insgesamt rund 9.800 Wohneinheiten in das Wohnungsbauprogramm 2016 aufgenommen werden.
Aus dem alten Wohnungsbauprogramm 2013 wurden von den seinerzeit 128 Flächen aktuell insgesamt 92 Flächen fortgeschrieben, während die restlichen Flächen aufgrund ihres erfolgreichen Entwicklungsverlaufs (Bezugsfertigkeit der einzelnen Bauvorhaben) im Bezirklichen Wohnungsbauprogramm 2016 nun nicht mehr enthalten sind.

Mit den neuen Potenzialflächen liegen die räumlichen Schwerpunkte im innerstädtischen Stadtteil Hammerbrook (zirka 16 %), in den östlichen Stadtteilen Billstedt (zirka 14 %) und Rothenburgsort (zirka 9 %) sowie auf den Elbinseln. Das größte Wohnungsbaupotenzial konzentriert sich dabei in Wilhelmsburg (zirka 38 %).

Es wird weiterhin eine große gemeinsame Herausforderung für alle Beteiligten bleiben, den dringend benötigten Wohnungsneubau in einer „guten Mischung“ im Rahmen eines quartiersverträglichen Städtebaus und architektonischer Nachhaltigkeit in Akzeptanz der Nachbarn und zugleich im Kontext der wohnungspolitischen Ziele des Bezirks Hamburg-Mitte unter Würdigung der Senatsziele zu erreichen.

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