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Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Öffentlicher Personennahverkehr

Schwer behinderte Menschen und Begleitpersonen können die öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos nutzen. Die barrierefreie Gestaltung der Verkehrsmittel ist weit fortgeschritten und wird laufend verbessert. 

 

Hamburger U-Bahn. Foto: © Bernd Sterzl / PIXELIO
Hamburger U-Bahn (Bild: © Bernd Sterzl / PIXELIO)

Kostenlose Nutzung des Öffentlichen Personenverkehrs

„Freifahrt“ im Öffentlichen Personenverkehr erhalten schwer behinderte Menschen mit dem Ausweismerkmal G und GI, sofern keine Kraftfahrzeugsteuerermäßigung beansprucht wird. Schwer behinderte Personen  mit dem Ausweismerkmal aG können sowohl die „Freifahrt“ als auch die Kraftfahrzeugsteuerermäßigung in Anspruch nehmen. Personen mit den Ausweismerkmalen H, BI, VB oder EB erhalten unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls eine „Freifahrt“:

Für schwer behinderte Menschen, bei denen die Notwendigkeit der Begleitung festgestellt ist (in der Regel mit den Ausweismerkmalen B, BN, BI oder „•••Blind“), ist auch die Beförderung einer Begleitperson unentgeltlich.

Das Versorgungsamt übersendet (soweit ein Ausweis mit halbseitigem orangefarbenen Flächenaufdruck- „Freifahrtausweis“- zusteht) mit dem Feststellungsbescheid einen Antrag auf Ausstellung eines Ausweisbeiblattes. Wer die Freifahrt beantragt, erhält vom Versorgungsamt als Nachweis seiner Berechtigung zusätzlich ein Beiblatt mit Wertmarke. Die Kosten für die „Freifahrt“ betragen 30 Euro für von sechs Monate.

Die vollständigen Regelungen zu Freifahrten finden sich in der Broschüre "Behinderung und Ausweis".

Informationen zur Barrierefreiheit

Ein entscheidender Faktor für die Mobilität von Menschen mit Behinderungen sind detaillierte Informationen über die Ausstattung von Schnellbahnhaltestellen, Bahnhöfen und Fahrzeugen sowie zu den barrierefreien Verkehrsverbindungen mit Bus und Bahn. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) bietet entsprechende Informationen im Internet, in der Broschüre „Barrierefrei unterwegs“, im Fahrplanbuch sowie telefonisch (040–19 449) an.

Auf seinen Seiten „Mobilität für alle“ informiert der HVV mit Hilfe von Skizzen, Plänen, Fotos und 360 Treppen, Fahrtreppen und Aufzüge von Regional- und Schnellbahn-Haltestellen sowie die Einstiegsbedingungen in die Züge. Und das nicht nur für das Gebiet des HVV, sondern darüber hinaus für ganz Schleswig-Holstein. Sie erhalten wichtige Informationen zum Umstieg zwischen Bus und Bahn und können sich über die Barrierefreiheit oder Kontaktmöglichkeiten von ausgewählten Sehenswürdigkeiten informieren.  

Kostenloses Mobilitätstraining

Die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V. bietet ein kostenloses Training für mobilitätseingeschränkte Menschen im Öffentlichen Personennahverkehr in Hamburg an.  

U-und S-Bahn sowie Regionalbahnen

Die Hamburger Schnellbahnhaltestellen werden schrittweise mit Aufzügen oder Rampen und Blindenleitstreifen ausgestattet. Neue Haltestellen werden grundsätzlich barrierefrei geplant und gestaltet. Bei U-Bahn-Haltestellen werden darüber hinaus die Bahnsteige ganz oder teilweise angehoben, um den Fahrgästen einen nahezu niveaufreien Einstieg anbieten zu können. Bei den S-Bahn-Haltestellen ist dies nicht erforderlich, weil alle Bahnsteige eine einheitliche Höhe aufweisen und bei Bedarf eine Rampe zur Einfahrt zur Verfügung gestellt werden kann. Im Hamburger Stadtgebiet ist rund die Hälfte der 147 Schnellbahnhaltestellen weitgehend barrierefrei gestaltet, der Umbau weiterer Haltestellen ist in Vorbereitung.

Auf den Internetseiten des HVV finden Sie ausführliche Informationen zur Nutzung des Bahnnetzes.

Busse und Fähren

Nahezu alle im Hamburger Stadtgebiet eingesetzten Busse sind als Niederflurfahrzeuge mit Rampen und können seitlich abgesenkt werden, um den Einstieg zu erleichtern. Die Haltestellen der Hafenfähren befinden sich auf schwimmenden Pontons, die von Land aus über Brücken zu erreichen sind. Die Neigung der Brücken ist gezeitenabhängig. Der HVV bietet praktische Hinweise zur Nutzung des Busnetzes und der Hafenfähren. 

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Foto: www.pixelio.de