Moorburg – Grüne Landschaften und Hafenindustrie prägen das Stadtbild
Bereits seit Ende des vierzehnten Jahrhunderts zählt Moorburg zu Hamburg und ist damit eines seiner ältesten Viertel. Mit dem angrenzenden Altenwerder im Norden, Wilhelmsburg im Osten, Hausbruch im Süd-Westen und Francop im Westen war Moorburg bis 1937 der einzige Hamburger Stadtteil auf der Südseite der Elbe. Wie auch seine gesamte Umgebung (bis auf Wilhelmsburg) liegt Moorburg im Bezirk Harburg, hebt sich jedoch durch seine außergewöhnliche Topographie ab. Als sogenanntes "Straßendorf", eine lang gestreckte Siedlungsform, die hauptsächlich um eine einzige Hauptverkehrsstraße verläuft, bedeckt Moorburg eine Fläche von circa neun Quadratkilometer mit etwa 800 Einwohnern. Da sich jedoch inzwischen über 90 Prozent der Immobilien in Besitz der Stadt Hamburg befinden, ist zu erwarten, dass Moorburg in der Zukunft einem weiteren Containerterminal weichen muss. Die Bestrebungen in diese Richtung wurden bereits seit 1982 deutlich, da sich Moorburg seitdem im Hafenerweiterungsgebiet befindet. Proteste der Anwohner erreichten allerdings einen Aufschub bis zum Jahr 2035.
Besondere Aufmerksamkeit verschaffte Moorburg unlängst die Diskussion um das für 2012 geplante Kohlekraftwerk. Das aus Klimaschutzgründen teilweise kritisch gesehene Bauprojekt von Vattenfall Europe soll ein im Jahre 2004 gesprengtes Heizöl- und Gas-Kraftwerk ersetzen und befindet sich seit 2007 im Bau.
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