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Musteraufgaben 2014 Deutsch: Einführung

Einführung Musteraufgaben Deutsch

Deutsch: Einführung

1   Erläuterungen zur Wahl der Aufgabenart

Das erörternde Erschließen pragmatischer Texte ist – neben z. B. der Interpretation literarischer Texte – eine in den Einheit­lichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA) Deutsch definierte prüfungs­­relevante Aufgabenart (vgl. www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/1989/1989_12_01-EPA-Deutsch.pdf, u. a. S. 21 u. S. 29 ff). Sie fordert analytische und argumentative Kompetenzen und greift inhaltlich auf wesentliche Themenfelder des Deutschunterrichts zurück: Sprache, Medien, Lesen/Literatur. Die zugrunde gelegten Texte beziehen sich in der Regel auf aktuelle Fragestellungen und die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler.

Perspektivisch eröffnen sich Möglichkeiten, das erörternde Erschließen pragmatischer Texte in länderübergreifenden Abituraufgaben über 2014 hinaus weiterzuentwickeln. So kann z. B. materialgestütztes Argumentieren statt des erörternden Erschließens eines pragmatischen Textes gefordert oder adressatenbezogenes Argumentieren in Anlehnung an journalistische Schreibformen als Alternative angeboten werden. Informationen hierzu werden mit entsprechendem zeitlichem Vorlauf gegeben und Musterbeispiele für die genannten Aufgabenarten veröffentlicht.

2   Beschreibung der Aufgabenart

Das erörternde Erschließen, in dessen Zentrum die Erörterung einer Fragestellung steht, erfolgt auf der Grundlage des untersuchenden Erschließens pragmatischer Texte. Erörtern ist die eingehende, methodisch aufgebaute Auseinandersetzung mit einem Thema in schriftlicher Form. Es fördert die Urteilsfähigkeit und Standpunktbildung in einer zunehmend pluralen Informationsgesellschaft und setzt in besonderer Weise die Kenntnis und die Verfügbarkeit geeigneter Argumentationsstrategien und -verfahren voraus. Für das erörternde Erschließen auf der Grundlage eines pragmatischen Textes werden folgende Operationen bzw. Leistungen erwartet:

  • Erfassen des Textes in wesentlichen Elementen und Strukturen,
  • Aufzeigen der Position des Verfassers,
  • funktionales Erläutern der wesentlichen sprachlich-stilistischen Gestaltungsmittel im Hinblick auf die Aussage,
  • argumentative Auseinandersetzung mit zentralen Thesen, Argumenten, Darstellungs­formen der Textvorlage im Rahmen des historischen und aktuellen Verstehenshorizontes,
  • weiterführende Problematisierung: Aufbau und Entfaltung einer eigenständigen fachspezifischen Argumentation,
  • begründete Urteilsbildung.

 

3   Inhaltliche Ausrichtung

Die Texte beziehen sich auf Inhalte und Themenfelder des Deutschunterrichts:

Sprache: aktuelle Entwicklungen der deutschen Sprache: Sprachnormen, Sprachwandel, Sprachvarietäten

Medien: Medienbegriff, Medienwandel, Medienkritik, mediales Handeln

Lesen und Literatur: Leseprozess, persönliche Leseerfahrungen, Funktionen von Literatur

Überschneidungen der Themenfelder sind möglich, z. B. indem der Einfluss bestimmter Medien auf Sprachnutzung und Sprachentwicklung thematisiert bzw. erörtert wird. Übergreifende Fragestellungen zielen auf Formen der Kommunikation sowie auf die Bedeutung von Sprache, Medien und Literatur für die persönliche bzw. gesellschaftliche Entwicklung.

Kontakt

Kirsten Räthling, Zentrale Prüfungen (BQ 23)

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