SONDERVERÖFFENTLICHUNG
  •  
  •  
  •  
  •  
  • 2 Kommentare

Herz der Maya

Hamburg stellt nicht nur Dreh- und Angelpunkt zwischen Deutschland und Zentralamerika dar, sondern ist auch seit vielen Jahrzehnten ein Zentrum der Mayaforschung. Die Hansestadt beherbegt eine der weltweit bedeutendsten Mayasammlungen. Das Museum für Völkerkunde zeigt nun in einer neuen Ausstellung die Vielfalt und den Umfang der Sammlung. 

 

Herz der Maya
(Bild: Museum für Völkerkunde Hamburg)

Auf über 700 qm Ausstellungsfläche kann der Besucher von der klassischen Maya-Kultur zur Gegenwart Mittelamerikas archäologische Schätze wie wertvolle Ton-Figurinen und Gefäße mit den einzigartigen Malereien der Maya bestaunen. Von der vorspanischen Zeit gelangt man in die Zeit der grausamen Unterdrückung der Maya durch die Eroberung unter Alvarado. Das moderne Leben der heutigen Maya präsentiert sich in der originalgetreuen Nachbildung einer guatemaltekischen Dorfstraße mit Dorfmuseum, Schule und, als Schlußpunkt, der Dorfkirche. Dazu erschließt sich auf der Reise duch die Maya-Welt Interessantes zu den Ursprüngen des Ballspiels, und den bis heute reichenden Geheimnissen des Maya-Kalenders mit seinen rätselhaften Prophezeiungen. Große und kleine Besucher tauchen so in die Kultur und das Leben der Maya ein und erhalten auf spannende Weise einen Einblick in die Kultur eines Volkes, die an Bedeutung und Faszination nicht verliert.

Die geheimnisumwitterte Kultur der Maya gehört zu den facettenreichsten der Menschheit. Ihre Errungenschaften in Kunst und Wissenschaft waren erstaunlich: Sie hatten ein eigenes Schriftsystem sowie einen exakten Kalender, bauten Großstädte mit Prachtbauten, wie 70 m hohe Pyramiden, kannten die Null, verfügten über ausgedehnte Fernhandelsnetze und schufen atemberaubende Kunstschätze. 
Faszinierender ist jedoch die Tatsache, dass die Maya bis heute Großteile ihrer alten Kultur in ihr Leben integrieren. Bei den ca. 10 Mio heutigen Maya in Guatemala, Mexiko, Honduras, El Salvador und Belize ist der Mayakalender noch immer ein Zeitmesser. Am 21.12.2012 endet ein großer Zyklus des Mayakalenders. Das Ende eines Zeitzyklus ist auch der Beginn eines neuen. Dieser Zeitenwechsel bedeutet für die Maya eine schwierige Übergangszeit und die Möglichkeit auf Veränderungen zum Guten oder Schlechten. Wie viele Maya glaubt auch das Museumsteam an die Wende zum Guten und will deshalb am 21.12.2012 eine fröhliche Finissage feiern. 

Zu den weltweit einzigartigen Glanzpunkten der Sammlung zählen die Textilien, wie Trachten, Decken, Tücher und Tanzkostüme. Mit ihren bunten Farben und abwechslungsreichen Mustern sind sie eine Augenweide. Für die Maya bedeuten sie darüber hinaus auch ein Stück Selbstverständnis. Eine Bluse, Rock, Hemd, Hose oder Kopftuch im traditionellen Stil zu tragen, bedeutet ein Bekenntnis zur Mayakultur, wobei sich die Muster, Farben und Schnitte von Ort zu Ort unterscheiden.

Große und kleine Besucher tauchen so in die Kultur und das Leben der Maya ein und erhalten auf spannende Weise einen Einblick in die Kultur eines Volkes, die an Bedeutung und Faszination nicht verliert.

Museum für Völkerkunde Hamburg
Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg

Öffnungszeitendes Museums
Montag geschlossen
Di. bis So. 10 - 18 Uhr
Do. bis 21 Uhr

Weitere Ausstellungen im Überblick

 
 
 
Artikel bewerten:
 
 
trackback-icon Trackback URI für diesen Artikel
einblendenausblenden 2 Kommentare
Kommentare werden geladen...