SONDERVERÖFFENTLICHUNG

KomponistenQuartier CPE Bach-Museum

Carl Philipp Emanuel Bach ist der berühmteste und musikalisch bedeutendste Sohn Johann Sebastian Bachs. Zwei Jahrzehnte – von 1768 bis 1788 – prägte Bach das Hamburger Musikleben. Das CPE Bach-Museum beschreibt das Leben und Wirken des Komponisten in einer multimedialen Ausstellung.

Carl Philip Emanuel Bach Ausstellung

KomponistenQuartier

Adresse
Peterstraße 28, 20355 Hamburg
E-Mail
info@komponistenquartier.de
Homepage
Komponisten-Quartier Hamburg e.V.

Das neue CPE Bach-Museum im KomponistenQuartier

Am 18. März 2015 wurden im KomponistenQuartier die neuen Ausstellungsräume für Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Adolf Hasse in Anwesenheit von Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler feierlich eröffnet.

Im KomponistenQuartier wird die Musiktradition der Hansestadt von der Barockzeit bis zur frühen Moderne anschaulich dargestellt. In den historisch rekonstruierten Hamburger Bürger- und Kaufmannshäusern in der Peterstraße beteht bereits seit 1971 das Brahms-Museum, 2011 wurde das Telemann-Museum eröffnet. 

Bachs Leben und Wirken in einer multimedialen Schau

Das CPE Bach-Museum Hamburg zeichnet ein Bild des Menschen Bach und seiner Umgebung. Die Besucher können sich zusammen mit Bach und dem englischen Musikhistoriker Charles Burney auf einen virtuellen Spaziergang durch die Hansestadt begeben und den Gesprächen der beiden lauschen. Bachs Wohnung wurde mit teils rekonstruierten Möbeln nachgebaut. Hier können sich die Besucher an Hörstationen über die Eigenarten und die gesellschaftliche Wirkung von Bachs Musik informieren. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Bachs Lieblingsinstrument, das Clavichord. Zeitgenossen bewunderten seine Virtuosität auf diesem Instrument.

Zwei Jahrzehnte prägte Bach das Hamburger Musikleben

Nach rund 30 Jahren als Kammercembalist am Hof Friedrichs II. von Preußen, zog es CPE Bach im Jahre 1767 in die Hansestadt. Hier wurde er Johanneumskantor und Musikdirektor der fünf Hauptkirchen - als Nachfolger seines verstorbenen Patenonkels Georg Philipp Telemann.

Sein Arbeitspensum war gewaltig: Bach war für jährlich etwa 200 Aufführungen in den fünf Hauptkirchen der Stadt verantwortlich. Dazu komponierte er Musik zu den großen Festen des Kirchenjahrs, für die Bestellung neuer Pastoren, für die großen Feste der Hamburger Bürgerkapitäne und für Trauerfeiern. Auch gab er regelmäßig öffentliche Konzerte oder "Bachischen Privatconcerte“, die in der Hamburger Gesellschaft sehr beliebt waren. Seine Oratorien wurden weit über die Genzen der Hansestadt geschätzt -  selbst Wolfgang Amadeus Mozart dirigierte in Wien mehrere Aufführungen.

Bach pflegte  freundschaftlichen Umgang mit Dichtern wie Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Gottlieb Klopstock und Heinrich Wilhelm von Gerstenberg. Als hochverehrter Komponist, dessen Berühmtheit die seines Vaters übertraf, starb C. P. E. Bach am 14. Dezember 1788 in Hamburg.

Hauptvertreter des „empfindsamen Stils"

Carl Philipp Emanuel Bach wurde am 8. März 1714  als fünftes Kind des großen Johann Sebastian in Weimar geboren. 1762 verfasste er sein bedeutendes Lehrbuchs "Versuch über die wahre Art, das Clavier zu spielen". CPE Bach avancierte zum Hauptvertreter des sogenannten „empfindsamen Stils“. Heute steht Bachs Musik für eine  - gemessen an der damaligen Zeit - moderne Tonsprache mit starken Kontrasten und überraschenden Effekten. Es war vor allem Bachs Idee der freien Klavierfantasie, für die ihn seine Zeitgenossen bewunderten und die bis in die Romantik nachwirkte.

Weitere Informationen: CPE Bach-Museum