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UNESCO-Abschlusskonferenz in Japan Gutes Beispiel: UN-Dekadestadt Hamburg

In Aichi-Nagoya, Japan, ist am 12. November 2014 die UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" mit rund 1.100 Teilnehmenden aus 146 Nationen, darunter 74 Ministerinnen  und Minster, zu Ende gegangen.

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Gutes Beispiel: UN-Dekadestadt Hamburg

In einer gemeinsam verabschiedeten „Aichi-Nagoya-Declaration“ forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alle Mitgliedstaaten der UNESCO auf, ihr Engagement für das Bildungskonzept BNE fortzuführen und zu erhöhen.

Aus Deutschland reiste eine hochrangige Delegation zur Konferenz, die von Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung angeführt wurde. Als Experte mit dabei war Jürgen Forkel-Schubert von der BSU  Hamburg. Seine viel beachtete Präsentation im Workshop "Role of local initiatives in advancing ESD" war der einzige deutsche Beitrag zur Konferenz. Als Sprecher der 21 deutschen UN-Dekadestädte stellte Forkel-Schubert die Vorteile einer offiziellen Auszeichnung von Kommunen am Beispiel der UN-Dekadestadt Hamburg dar.
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www.facebook.com/BNE.kommunen


Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der 21 deutschen Städten und Gemeinden hatten sich erst im September dieses Jahres persönlich in einer "Bürgermeistererklärung" für die Weiterführung und Verstärung der Bildungsarbeit auch unter dem neuen Weltaktionsprogramm BNE ausgesprochen. Die Deutsche UNESCO-Kommission hatte das Faltblatt der Dekade-Kommunen extra in die japanische Sprache übersetzen und drucken lassen.

"There is no plan B, because there is no planet B!" erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bei seiner Begrüßungsrede: Es gibt keine Alternative zur nachhaltigen Entwicklung. Bereits im Eröffnungsplenum der Weltkonferenz war der finale Bericht der UNESCO über die Ergebnisse der UN-Dekade BNE mit dem Titel "Shaping the Future We Want" vorgestellt worden.

Insgesamt gab es während der dreitägigen Konferenz vier Vollversammlungen der UNESCO-Mitgliedsstaaten und einen Runden Tisch. Das Rahmenprogramm umfasste 34 Workshops, 25 Veranstaltungen sowie 42 Ausstellungs- und Informationsstände. Als Mitglied der internationalen Steuerungsgruppe beriet Prof. Gerhard de Haan, der Vorsitzende des deutschen Nationalkomitees der UN-Dekade, die UNESCO in der programmatischen Vorbereitung der Konferenz.

Als wegweisendes Konzept für das am 1. Januar 2015 startende Weltaktionsprogramm und wichtigstes Dokument für die Zukunft veröffentlichte die UNESCO die „Roadmap for Implementing the Global Action Programm on Education for Sustainable Development“.

Im Verlauf des Jahres 2014 hat die UNESCO sogenannte Launch Commitments zum Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung" gesammelt. Zum Start des Weltaktionsprogramms (GAP) sind rund 360 solcher Commitments von Unterstützern eingegangen, 20 davon von deutschen BNE-Akteuren.

Weitere Informationen:
www.bne-portal.de/un-dekade/folgeaktivitaeten
www.unesco.org/new/en/unesco-world-conference-on-esd-2014

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