Behörde für Umwelt und Energie

Herausragende Bildungsinitiativen Hamburg als Vorbild für Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission ehrten am 27.11.2017 auf dem Agendakongress in Berlin herausragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung. Hamburg gehört zu den sechs Kommunen, die eine Auszeichnung für ihren Beitrag zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland bekommen haben.

1 / 1

Hamburg als Vorbild für Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Insgesamt 63 Initiativen (23 Lernorte, 28 Netzwerke und sechs Kommunen) leisten als Vorreiter einen beispielhaften Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland.

 Für Hamburg nahm Ralf Behrens von der Initiative HLN der Behörde für Umwelt und Energie diesen Preis von Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, in Empfang.

Ralf Behrens erläutert: „Wir sind gerade dabei, einen Masterplan Bildung für nachhaltige Entwicklung für Hamburg zu entwickeln, der sich am Nationalen Aktionsplan (NAP) orientiert. Dabei wollen wir aber nicht einfach aus einem NAP einen HAP machen. Wir legen großen Wert darauf, die Hamburger Besonderheiten zu berücksichtigen.“ Wichtige Kooperationspartner der Initiative sind unter anderem die Senatskanzlei, die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) sowie die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI)."

Statement der Jury: „Die Stadt Hamburg versteht es, BNE mit herausragendem Engagement strukturell und ganzheitlich voranzutreiben. So bestätigte der Hamburger Senat 2016 den Auftrag an alle Behörden, sich an der Umsetzung des Weltaktionsprogramms BNE zu beteiligen und beschloss einen Masterplan BNE in Hamburg aufzustellen. Die Initiative "Hamburg lernt Nachhaltigkeit" vernetzt in vorbildlicher Weise Behörden, Institutionen, Verbände, Netzwerke und Personen, die gemeinsam BNE in allen Bildungsbereichen in der Stadt voranbringen. Hamburg entfaltet zudem besondere Strahlkraft durch seine Mitwirkung in nationalen sowie internationalen Gremien zum Weltaktionsprogramm BNE und die Beratung anderer Kommunen."

Cornelia Quennet-Thielen: „Wir brauchen Vorbilder, um den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu schaffen. Die Preisträger zeigen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in unserem Alltag gelebt werden kann. Nur durch Bildung verstehen wir die Auswirkungen unseres Handelns auf unsere Umwelt und Zukunft. Die Ausgezeichneten tragen mit ihrer Arbeit entscheidend dazu bei, unser Bildungswesen stärker am Prinzip der Nachhaltigkeit auszurichten. Damit liefern sie wichtige Impulse für die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung.“

Prof. Dr. Verena Metze-Mangold: „Nachhaltigkeit kann man lernen. Am besten gelingt dies an Orten, an denen wir nachhaltige Entwicklung praktisch leben und erfahren können. Genau das sind die heute ausgezeichneten Lernorte, Kommunen und Netzwerke. Sie alle machen deutlich, wie Nachhaltigkeit auch in den Strukturen des deutschen Bildungssystems verankert werden kann. Sie integrieren Prinzipien der Nachhaltigkeit in Inhalte und Methoden der Bildung, richten ihre Bewirtschaftung an Nachhaltigkeit aus, bilden ihre Mitarbeiter zu nachhaltiger Entwicklung weiter, und machen Nachhaltigkeit zum Thema in der Zusammenarbeit mit ihren Partnern. Ich wünsche mir, dass diese strukturbildenden Initiativen viele Nachahmer finden.“