Behörde für Umwelt und Energie

Auftaktkonferenz am 2. September in Hamburg Weltaktionsprogramm (WAP) „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019“

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird international immer stärker als Schlüsselfaktor für eine nachhaltige Entwicklung anerkannt. Auf ihrer 37. Generalversammlung hat die UNESCO ein neues Weltaktionsprogramm (WAP) als Fortsetzung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) beschlossen. Um eine gerechtere, friedlichere und nachhaltigere Welt zu erschaffen, benötigen alle Menschen und Gesellschaften mehr Wissen, Kompetenzen, Werte sowie ein stärkeres Bewusstsein für die Notwendigkeit eines solchen Wandels.

Weltaktionsprogramm (WAP) „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019“

Auftakt zum Weltaktionsprogramm BNE in Hamburg

Am 2. September 2015 fand die Auftaktveranstaltung zum WAP in Hamburg statt. Eingeladen waren alle Bildungsakteure und Interessierte.

vergrößern Senator der Behörde fur Umwelt und Energie Jens Kerstan hält ein Grußwort Senator der Behörde fur Umwelt und Energie Jens Kerstan (Bild: BUE) Umweltsenator Jens Kerstan von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) eröffnete die Veranstaltung, die in der BUE in Wilhelmsburg stattfand. Walter Hirche von der Deutschen UNESCO-Kommission erläuterte, welchen neuen Anforderungen das WAP an die Bildungsarbeit stellt. Anschließend wurde die Umsetzung des WAP in Hamburg in fünf Arbeitsgruppen diskutiert,  die sich an den fünf Handlungsfeldern des WAP orientieren, wie sie in der „Roadmap“ aufgeführt sind.

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"Roadmap" zum WAP

vergrößern Weltaktionsprogramm Weltaktionsprogramm (Bild: BSU/NR114) Die UNESCO hat ein Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019 als Folgeprogramm für die UN-Dekade BNE gestartet und hierzu eine „Roadmap“ veröffentlicht, die Hinweise zur Umsetzung gibt. Im Fokus der Roadmap stehen fünf Aktionsfelder, denen das Weltaktionsprogramm besondere Priorität einräumt. Außerdem werden Strategien und Beispiele zur Umsetzung beschrieben und Hinweise zur Evaluierung gegeben.

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Hamburg als internationaler „Key Partner“ der UNESCO

Große Ehre für die Hansestadt: Die UNESCO in Paris hat  Hamburg als eine von nur vier Städten weltweit zum „Key-Partner“ für das Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung, 2015-2019“ benannt. Die Hansestadt wurde neben Mexico, Barcelona und Okayama für die Priorität 5 „Local activities“ berufen. Voraussetzung war ein „Commitment“, das Hamburg als Vertreter der 21 deutschen UN-Dekade-Kommunen letztes Jahr abgegeben hatte und das den Anforderungen der vergrößern Arbeitsgruppe der UNESCO (Bild: Martha Patricia / City of Mexico) UNESCO nach besonders hoher Qualität der Bildungsarbeit sowie außergewöhnlicher politischer Reichweite entsprach. Am ersten Treffen Ende Mai nahm Jürgen Forkel-Schubert von der BUE teil. Als weitere Mitglieder wirken in der 14-köpfigen Arbeitsgruppe verschiedene internationale Organisationen, darunter das UNESCO-Institut für lebenslanges Lernen in Hamburg, das UN-Universitiy Institut for the Advanced Study of Sustainability, das UN-Habitat-Programm, das UNESCO MAP-Programm sowie regionale Netzwerke aus Indien, Namibia und Japan mit.

Gremien und Akteure des WAP

Das Weltaktionsprogramm BNE soll auf verschiedenen Ebenen umgesetzt werden: vergrößern Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019 (Bild: BUE)

1. Internationale Ebene: Die UNESCO in Paris hat 5 Arbeitsgruppen (Partnernetzwerke) eingerichtet, in denen ausgewählte Key-Partner (u.a. Hamburg) eine weltweite Vernetzung bewirken sollen. Aktivitäten und gute Beispiele werden über ein Clearing-House im Internet abrufbar sein. Neben zwei Berichten über die Umsetzung des WAP und zwei Weltkonferenzen wird auch jedes Jahr der internationale „Japan-Preis“ ausgelobt.

2. Nationale Ebene: In Deutschland hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung / BMBF die Federführung übernommen. Am 29. September konstituierte sich im BMBF die "Nationale Plattform Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" mit 37 Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die Nationale Plattform wird bis Frühjahr 2017 einen nationalen Aktionsplan erstellen. Unterstützt wird das Gremium durch Partnernetzwerke undsechs Fachforen. Daneben wird es jährliche "Agenda-Konferenzen" und die Möglichkeit geben, sich um bundesweite Auszeichnungen in 3 verschiedenen Kategorien zu bewerben.

3. Kommunale und Landesebene: Hier sind vielfältige Umsetzungsformen des WAP denkbar. In Hamburg organisiert die Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ die Umsetzung des WAP. Über eine Auftaktveranstaltung wurde das Interesse breiter Zielgruppen geweckt und es sollen Ideen für eine Weiterentwicklung im Bildungsbereich durch einen Masterplan BNE konkretisiert werden.

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