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Altenwerder, Heimfeld und Moorburg

von Birte Kaiser

Diese drei Stadtteile an der Elbe werden vom Hafen und seiner Industrie geprägt. In Altenwerder verschwand sogar ein ganzes Dorf zugunsten der Hafenerweiterung. Jetzt steht hier ein modernes Containerterminal.

 

Öltanks
 Öltanks im Hafen (Bild: hamburg.de)

 

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Der bevölkerungsstärkste Stadtteil ist hier Heimfeld. Dort wohnen an die 20 000 Menschen - für ein Viertel am Rande des Hafens beachtlich. In teilweise recht dörflich-romantisch wirkenden Moorburg leben deutlich weniger Hamburger, die in der Vergangenheit aber immer wieder gezeigt haben , wie sehr sie ihren Stadtteil lieben. Lange Zeit war auch Moorburg von der Hafenerweiterung bedroht: Der Protesthaltung vieler Anwohner ist es wohl mit zu verdanken, dass ihnen garantiert wurde, die existierenden Strukturen bis 2035 nicht durch neue Hafenerweiterungen zu verändern. In Altenwerder hingegen sah die Lage in den 1970er Jahren anders aus.

Folgen der Hafenerweiterung
Die Folgen des Hafenerweiterungsgesetzes kamen in Altenwerder im erheblichen Ausmaß zum  Tragen. Der  Hamburger Senat kaufte die Grundstücke sukzessive auf und die Anwohner mussten wegziehen. Hafenanlagen fanden schließlich an der Stelle der Häuser, Gärten und Straßen ihren Platz. Moralische Bedenken verhinderten wohl, dass man die Kirche St. Gertrud und den Friedhof auch noch abriss. Und so steht sie denn auch heute noch recht verlassen auf einem schmalen Grünstreifen zwischen den Industrieanlagen und dem neuen modernen Containerterminal.

 

Altenwerder

 
Altenwerder / flickr.com, Georg Haeger
Besonders reizvoll am Abend: Der vom Hafen geprägte Stadtteil. »
Auch viel "Grün" und Idylle

Im Nordosten Heimfelds an der Süderelbe gibt es vier Seehäfen mit vielen Raffinerien, aber sonst bestimmt vor allem viel Grün den Stadtteil.
Die Harburger Berge gelten als beliebtes Naherholungsgebiet, zusammen mit dem Meyers Park nehmen sie etwa die Hälfte des Stadtteils ein. Kurzzeitig gab es sogar einen Skilift in den Harburger Bergen! Unweit der Stelle liegt die Kärntner Hütte, wo man den zünftigen Obstler auch heute noch bekommt.
Einige Wohnsiedlungen sind hier entstanden, z. B. jüngst auf dem ehemaligen Kasernengelände. Von multikulturellem Leben und netter Nachbarschaft geprägt ist die Eigenheimsiedlung Am Radeland. Ländliche Idylle konnte in Moorburg aller Hafenindustrie zum Trotz bis in die heutige Zeit hinein gerettet werden. Man ist stolz, mitten im Grünen zwischen Pferdekoppeln und Elbdeich zu leben.

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 Gute Verkehrsanbindung
Sicherlich haben die Anwohner auch wegen der recht hohen Wohnqualität diesen Gemeinschaftssinn im Kampf gegen die Hafenerweiterung und für die Erhaltung ihrer Stadtteile entwickelt: Die Verkehrsanbindung der Gegend wird ebenso hoch gelobt. Die Großstadt liegt gleich vor der Tür durch die Nähe zu den Autobahnen A7 und A1.
Diese für Gäste manchmal leicht in Vergessenheit geratenden Stadtteile lohnen einen Besuch. Sei es nun wegen ihrer idyllischen Lage, des vielen Grüns oder auch um ihrer Einzigartigkeit willen: Der Kontrast zwischen kühler Industrielandschaft und sympathischen Wohngebieten wirkt hier besonders intensiv.

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