Schluss mit dem Rauchen
Vernünftige Gründe, um mit dem Rauchen Schluss zu machen, gibt es genug. Die meisten der Raucherinnen und Raucher wollen auch „irgendwann mit dem Rauchen wieder aufgehört haben“, nur der hierfür notwendige Zwischenschritt fehlt noch und wird weiter aufgeschoben. Die wahrscheinliche Ursache: Rauchen macht abhängig, mit sowohl psychischen als auch körperlichen Anteilen. Als tabakabhängig im medizinischen Sinne gilt, wer
- einen starken Wunsch oder eine Art Zwang verspürt zu rauchen; nicht abstinent leben kann,
- Entzugserscheinungen entwickelt, wenn das Rauchen eingeschränkt oder aufgegeben wird,
- schon erfolglos versucht hat, das Rauchen aufzugeben oder
weiterraucht, obwohl bereits schädliche Folgen aufgetreten sind.
Auf dieser Seite finden Sie Anregung und Unterstützung, um wieder zu einem rauchfreien Leben zurück zu finden:
Was kann mir helfen, mit dem Rauchen wieder aufzuhören?
Der ernst gemeinte Wunsch mit dem Rauchen wieder aufzuhören, ist schon der erste und wichtigste Erfolgsfaktor zu einem nikotinfreien Leben. Um die Absicht auch in die Tat umzusetzen und vor allen Dingen dauerhaft dabei zu bleiben, gibt es eine Vielfalt an Methoden, Materialien und Motivation zur Rauchentwöhnung, die je nach individueller Neigung und dem eigenen Rauchverhalten in Anspruch genommen werden können – teilweise sogar mit finanzieller Beteiligung Ihrer Krankenkasse.
Ob Sie sich aber für Akupunktur, Bücher, Nichtraucher-Kurse, Schluss-Punkt-Methode oder für eine medikamentengestützte Entwöhnung entscheiden: Wichtig ist, dass es sich bei der gewählten Methode um ein seriöses Angebot handelt, das keine weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach sich zieht oder das finanziell überzogen ist. Neben den untenstehenden Beratungsangeboten wird Ihnen Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt, Ihre Apotheke, aber auch Ihre Krankenkasse Auskunft hierzu geben können.
An wen kann ich mich wenden?
Viele Krankenkassen halten für ihre Mitglieder Informationen und Hilfsangebote zum Thema Rauchentwöhnung bereit und führen eigene Nichtraucherkurse durch – fragen Sie danach.
Mit dem Projekt "Nichtrauchen ist cool." will der Verein "Prävention der Nikotinsucht bei Kindern und Jugendlichen in Hamburg und Umgebung e. V." einen Bewusstseinswandel in Bezug auf das Rauchen erreichen. Das Projekt steht auf den Säulen „Vorbeugung, Entwöhnung, Forschung“ und umfasst folgendes Angebot:
- Wöchentlich stattfindende Aufklärungsveranstaltung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7. Lehrerinnen und Lehrer können ihre Klasse per Fax (040/42803-2849) oder per E-Mail (nichtrauchen-ist-cool@uke.uni-hamburg.de) anmelden.
- Rauchersprechstunde für Kinder und Jugendliche zur individuellen Beratung (Anmeldung per E-Mail an raucherentwoehnung-jugendliche@uke.uni-hamburg.de).
- Entwöhnungsprogramm für nikotinabhängige Kinder und Jugendliche (Anmeldung per E-Mail an raucherentwoehnung-jugendliche@uke.uni-hamburg.de).
Entwöhnungsprogramm für nikotinabhängige Erwachsene/Eltern (Anmeldungen per E-Mail an raucherentwoehnung-erwachsene@uke.uni-hamburg.de).
In der Hamburger Asklepios Klinik Nord gibt es ein umfassendes Angebot zur Raucherentwöhnung. Nach einem Stufenmodell werden individuelle Hilfen angeboten:
- Rauchersprechstunde für alle ausstiegswilligen Noch-Raucher (Anmeldung unter 040 / 18 18 87 3330)
Raucherentwöhnungskurse mit mehreren Gruppensitzungen können über das Rauchertelefon oder die Rauchersprechstunde gebucht werden.
Das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) bietet ein modernes Tabakentwöhnungsprogramm an, das neueste wissenschaftliche Erkenntnisse beinhaltet.
Neben der Tabakentwöhnung bietet das Programm noch
Akupunktur
Einführung in verschiedene Entspannungsverfahren
Ernährungsberatung und
Anregungen zu Bewegung und Sport.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hält verschiedene Angebote zur Förderung des Nichtrauchens bereit:
- Die Telefonberatung zur Tabakentwöhnung (Tel. 01805/313131)
Zumeist kostenlose Printmedien zur Förderung des Nichtrauchens (Online- Bestellung), wie z. B. einen „Nichtraucherkalender für die ersten 100 Tage“, „rauchfrei-Tischaufsteller“ oder Materialien für Pädagogen.
Broschüre „Stop Smoking - Girls“ für ausstiegsbereite Mädchen (pdf, 1,2MB)
Broschüre „Stop Smoking - Boys“ für ausstiegsbereite Jungen. (pdf, 1,2MB)
Das Internetportal „Rauschbarometer Hamburg“ der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen – Büro für Suchtprävention (HLS) ist als zentrale Anlaufstelle für Hamburgerinnen und Hamburger konzipiert, die anonym Rat und Hilfe rund um Alkohol, Tabak, illegale Drogen und andere Suchtformen suchen. Hier ist auch eine Suche nach Angeboten in den verschiedenen Wohnbezirken möglich (Hamburg und Umgebung).
Für Betriebe gibt es verschiedene Angebote für Raucherentwöhnungs- kurse vor Ort, entstehende Kosten werden zum Teil von den Krankenkassen erstattet. Fragen Sie hierzu z. B. bei der telefonischen Beratung zur Tabakentwöhnung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nach (Tel. 01805/313131).
Weitere Informationen zum Thema Rauchentwöhnung/ Rauchen
Umfangreiche Informationen des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle.
Initiative der Europäischen Union (EU) zur Sensibilisierung für die Gefahren des Tabakkonsums: "HELP - Für ein rauchfreies Leben"
- Informationen der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. darüber, welche Entwöhnungs-Methoden es gibt, mit welchen Entzugserscheinungen man während des Aufhörens zu rechnen hat und wie der Körper sich erholt.
- Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg „Gewichtszunahme durch einen Rauchstopp – ein begrenztes Problem“
- Informationen für Lehrerinnen und Lehrer des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI).
- Zurück zur Übersicht: Alle Informationen zum Thema Nichtraucherschutz in Hamburg

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