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Nordwestliches Russland

Hamburg will dazu beitragen, dass sich aus der EU-Osterweiterung keine neue Abgrenzung zu Russland ergibt, sondern die bestehende gute Zusammenarbeit ausgeweitet wird. Mit diesem Ziel wirkt die Hansestadt im Rahmen ihrer Kapazitäten an EU-Programmen bzw. Initiativen wie der Strategie "Neue Nachbarschaft" oder dem Programm "Nördliche Dimension" mit. Hamburg kann hierbei auf jahrzehntelange Erfahrungen aus seiner Städtepartnerschaft mit St. Petersburg zurückgreifen.

Partnerstadt St. Petersburg

Seit 1957 sind die Stadt Hamburg und die Stadt St. Petersburg, das damals noch Leningrad hieß, durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Den anfänglichen Schwierigkeiten zum Trotz ist aus dieser Partnerschaft inzwischen eine lebendige Freundschaft geworden, die im Jubiläumsjahr 2007 anlässlich von 50 Jahre Städtepartnerschaft mit einer beeindruckenden Vielzahl an Festveranstaltungen gewürdigt wird. Mehr zur Städtepartnerschaft mit St. Petersburg finden Sie unter www.hamburg.de/stpetersburg.

Zusammenarbeit mit Kaliningrad

Memorandum für 2012/2013 unterzeichnet

Ein Schwerpunkt des Senates seit 2002 ist das russische Gebiet Kaliningrad - eine Zusammenarbeit, die sich bisher sehr positiv und erfolgreich entwickelt.  Am 12. September 2011 wurde ein neues Memorandum in Kaliningrad unterzeichnet, welches die Zusammenarbeit zwischen der Freien und  Hansestadt Hamburg und der Stadt Kaliningrad für die Jahre 2012 und 2013 festlegt. Durch die gegenseitige Teilnahme an repräsentativen Veranstaltungen sowie die Entwicklung weiterer Kooperationen und Projekte soll die Freundschaft vertieft werden. Das aktuelle Memorandum für 2012/2013 finden Sie hier als Download. »

Austauschprogramme

Austauschprogramme bieten die Möglichkeit für Begegnungen von Mensch zu Mensch, die politischen Verbindungen Lebendigkeit verleihen. Deswegen unterstützt die Stadt Hamburg verschiedene Projekte, die solche Austauschmöglichkeiten mit der Region Nordwestliches Russland schaffen. Das 1992 von Senatskanzlei und Handelskammer Hamburg initiierte und vom Hamburger Regionalbüro der InWEnt gGmbH durchgeführte Hamburger Praktikantenprogramm für angehende Fach- und Führungskräfte hat sich inzwischen erfolgreich etabliert. Inzwischen haben fast 700 Praktikanten hauptsächlich aus St. Petersburg, aber auch aus Kaliningrad daran teilgenommen. Weitere Programme betreffen den Austausch von jungen Metallarbeitern auf der Grundlage einer im Jahr 2005 erneuerten Kooperationsvereinbarung zwischen der IG Metall Hamburg und dem Bund der Metallgewerkschaften St. Petersburg sowie den Auszubildendenaustausch zwischen der Staatlichen Gewerbeschule Kraftfahrzeugtechnik Hamburg und dem Autotechnical College St. Petersburg.

Jugendpolitische Zusammenarbeit

Der Stadt Hamburg sind die persönliche Begegnung und der interkulturellen Dialog zwischen jungen Menschen aus dem nordwestlichen Russland und Hamburg ein Anliegen. So veranstaltete die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz im Juli 2005 eine Jugendkonferenz in der Gebietshauptstadt Velikij Nowgorod. Daraufhin nahmen Jugendliche aus Velikij Nowgorod und St. Petersburg im April 2006 an einer einwöchigen Folgekonferenz zum Thema "Presse- und Meinungsfreiheit als Grundpfeiler einer demokratischen Bildung" in Hamburg teil. Im Herbst 2006 wurde außerdem die Reihe "Jugend im Dialog" in Psov fortgesetzt. Diese Veranstaltungen zeigen, dass Hamburg das Potenzial der Jugend für die Zukunft der Region erkannt hat und fördern will.

Stiftung deutsch-russischer Jugendaustausch

Auf Grundlage des im Dezember 2004 unterzeichneten deutsch-russischen Regierungsabkommens über jugendpolitische Zusammenarbeit wurde im Februar 2006 die "Stiftung deutsch-russischer Jugendaustausch" in öffentlich-privater Partnerschaft mit Sitz in Hamburg ins Leben gerufen - eine Bereicherung der Hansestadt um einen wichtigen Akteur in den deutsch-russischen Beziehungen. Träger der Stiftung sind die Freie und Hansestadt Hamburg, der Bund, die Robert Bosch Stiftung GmbH sowie der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft. Die Stiftung, die im Oktober 2006 offiziell eröffnet wurde, bietet Förderungen für den schulischen und außerschulischen Austausch an, um das Kennenlernen deutscher und russischer Jugendlicher zu unterstützen. Mit vollem Engagement ist die Stiftung bisher ihre Arbeit angegangen. So hat sie im Juni 2007 unter dem Titel " Jugend. Städte. Partnerschaften." ein Deutsch-Russisches Jugend-Regionalparlament abgehalten. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stiftung-drja.de.