Ganztägige Bildung und verlässliche Betreuung am Standort Schule
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(© Karin Gerdes)
Wie soll das geschehen?
An allen Standorten, an denen es ausreichend Anmeldungen gibt, wird ein verlässliches Betreuungs- und Bildungsangebot von 7.00 bis 18.00 Uhr während der Schulzeit und in den Ferien vorgehalten. Voraussetzung ist, dass in Kess 1 und 2 Gebieten mindestens 38 Kinder und in Sozialräumen mit den Sozialindizes drei bis sechs mindestens 46 Kinder teilnehmen. Abweichend vom traditionellen Weg mit einem umfangreichen Beantragungs- und Beratungsszenario entscheiden also der Bedarf und der Wunsch der Eltern, ob Ganztägigkeit vor Ort entwickelt wird oder nicht. Zukünftig wird damit allen Kinder unabhängig von der Berufstätigkeit der Eltern ein Zugang in das ganztägige Bildungs- und Betreuungssystem eröffnet.
Wie sieht das neue System konkret aus?
Das neue System sieht zukünftig drei Schulformen vor: die gebundene Ganztagsschule klassischer Prägung, die verlässliche Halbtagsschule ohne ergänzende Angebote und die neue Form der offenen Ganztagsschule – die verlässlich betreute Schule. Die neue offene Ganztagsschule setzt sich im Schwerpunkt aus zwei zentralen Ressourcensträngen zusammen – der Schule und dem Hort. Hinzu kommen Kooperationen mit außerschulischen Institutionen und Vereinen z. B. aus den Bereichen Sport, Kultur, offene Jugendhilfe, Sozialeinrichtungen.
Wie finden die Partner zueinander?
Wesentliches Element der neuen Ganztägigkeit ist eine neue Partnerschaft der Beteiligten. Dabei geht es darum, dass an den jeweiligen Schulstandorten die jeweils beste Kooperation, insbesondere mit den außerschulischen Einrichtungen gelingt. Voraussetzung hierfür ist ein transparentes, sich an Inhalten ausrichtendes Verfahren, in welchem sich die unterschiedlichen Partner präsentieren können. Runde Tische sind hierfür in der Regel der beste und deswegen vorgesehene Ansatz. Auf der Grundlage einer transparenten Entscheidungsfindung muss ein gemeinsam von allen Beteiligten getragenes pädagogisches und räumliches Gesamtkonzept erarbeitet werden. Dies ist die Grundlage für die zukünftige Ganztagsschule am jeweiligen Standort. Die schulischen Beteiligungsgremien sind rechtzeitig in die Planungen einzubeziehen.
Wird das neue System bereits erprobt?
Um die konzeptionellen Überlegungen praktisch zu überprüfen, wurde eine Pilotphase eingerichtet. An 6 Standorten wird das System der ganztägigen Bildung und Betreuung an Schulen auf der Grundlage des Eckpunktepapiers der federführenden Behörden (BSB und BSG) in der Praxis überprüft. Dabei ist ein wesentliches Ziel, unterschiedliche Fallkonstellationen in der Praxis zu erproben. An allen eingerichteten Standorten wurde das Angebot von vielen Eltern angenommen. Im Schuljahr 2011/12 kommen 15 weitere Standorte als Modellstandorte der neuen offenen Ganztagsschule hinzu.
Wer sind die Ansprechpartner?
Die behördenübergreifenden Projektgruppe »Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen« ist zu erreichen über:
Uwe Gaul
Referat Ganztagsschule
Tel. 4 28 63 – 31 20
E-Mail: uwe.gaul@bsb.hamburg.de

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