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Behörde für Schule und Berufsbildung Behörde für Schule und Berufsbildung

Lernformen

Wie wird das Lernen im Betrieb mit dem Lernen in der Schule verbunden?

Die praxis- und lebensweltbezogene inhaltliche Gestaltung des Unterrichts im Kontext des PraxisLerntages liefert einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf das Leben, hier insbesondere auf das Leben in der Arbeitswelt.

Ein Teil dieser Vorbereitung findet im Betrieb statt, indem in den PraxisLerntag Unterrichtszeit aus der Stundentafel einfließt. Der andere Teil findet im Unterricht in der Schule statt - und zwar bei jedem Berührungspunkt mit dem Praktikum über die gesamte Laufzeit hinweg. Die individuellen Erfahrungen und Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler im Betrieb bestimmen die Unterrichtsinhalte. Je intensiver die Schülerinnen und Schüler ihre individuell erworbenen bedeutsamen betrieblichen Lernerfahrungen als „Expertenwissen" in den Unterricht einbringen und bearbeiten, desto erfolgreicher konstruiert sich der individuelle Lernprozess sowie die Lern- und Leistungsmotivation der Schülerinnen und Schüler.

     

Die nachfolgende Übersicht zeigt Elemente zur Verbindung des betrieblichen Lernens mit dem schulischen Lernen:

 

  • An jedem Praxislernort bearbeiten die Schülerinnen und Schüler eine Besondere betriebliche Lernaufgabe eigenverantwortlich.
  • Das Thema der Besonderen betrieblichen Lernaufgabe bestimmen die Schülerinnen und Schüler nach Interesse in Abstimmung mit ihren Lehrerinnen und Lehrern und betrieblichen Anleiterinnen und Anleitern.
  • Eine Lernvereinbarung stellt die verbindliche Bearbeitung der besonderen betrieblichen Lernaufgabe sicher und gibt den äußeren Rahmen vor.
  • Die Besondere betriebliche Lernaufgabe wird von den Schülerinnen und Schülern eigenständig in schriftlicher Form (computergestützt in Wort und Bild) dokumentiert und in der Schulöffentlichkeit präsentiert.
  • In Praxislernstunden am Folgetag des Praxislerntages reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre praktischen Lernerfahrungen und werten sie aus.
  • In individuellen Lernentwicklungsgesprächen klären die Schülerinnen und Schüler den Stand ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen, entwickeln realistische Zielperspektiven und schließen Lernvereinbarungen
  • Die Schülerinnen und Schüler bringen ihre betrieblich erworbenen Kenntnisse und Fragestellungen in den Fachunterricht ein und gestalten ihn dadurch mit.
  • In einem Tätigkeitsbericht, in einem Lerntagebuch oder in einem Logbuch. strukturieren die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen am Praxislernort eigenverantwortlich.
  • Im Berufswahlpass dokumentieren die Schülerinnen und Schüler bedeutsame Ergebnisse und Zertifikate und präsentieren damit ihren Lernentwicklungsprozess.
  • Im Zeugnis erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Note über die Bewertung der Besonderen betrieblichen Lernaufgabe.