Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Krankenhilfe für Obdachlose Ärztliche Versorgung

Ärztliche Versorgung Krankenhilfe Gesundheit Obdachlose Hamburg

vergrößern Äskulapstab und Kreuz auf grünem Hintergrund (Bild: kirchen-sieg) Für wohnungs- und obdachlose Menschen steht das normale medizinische Hilfesystem zur Verfügung.

Dazu gehören zum Beispiel niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser sowie die Notfallpraxen in der Stresemannstraße 54 und im Berner Heerweg 124.

Ärzte können unter der Hotline 28 66 52 50 beim Jobcenter Hamburg-Mitte den Status der Krankenversicherung derjenigen Patienten erfragen, bei denen die Krankenversicherung nicht bekannt ist.

Niedrigschwellige Gesundheitshilfen

Erfahrungen zeigen, dass ein erheblicher Teil der obdachlosen Menschen das bestehende Gesundheitssystem nicht oder nur unzureichend in Anspruch nimmt. Für diese Menschen gibt es weitere Angebote:

Tagesaufenthaltsstätte Bundesstraße
Medizinische und psychiatrische Sprechstunden.

Kemenate – Tagestreff für wohnungslose Frauen
Medizinische und psychiatrische Sprechstunden für obdachlose Frauen.

Park-In Treffpunkt Billstedt
Medizinische Sprechstunden.

Mobile Hilfe: "Krankenmobil"
Der zu einer rollenden Arztpraxis umgebaute Bus fährt durch Hamburg und bietet obdachlosen Menschen medizinische und pflegerische Versorgung.

Mobile Hilfe: "Zahnmobil"
Die rollende Zahnarztpraxis fährt wie auch das Krankenmobil die Treffpunkte von Obdachlosen an, um zahnärztliche Akutbehandlung durchzuführen.

Krankenstube für obdachlose Menschen
Menschen „auf der Straße“ leiden häufig an den Folgen schwer wiegender Erkrankungen, die – im Anschluss oder zur Vermeidung einer Krankenhausbehandlung - eines stationären Schonraumes bedürfen, um ausheilen zu können. Für die Behandlung akut- oder chronisch kranker Obdachloser stehen in der Krankenstube 14 Betten zur Verfügung.

Schwerpunktpraxen für wohnungslose Menschen

Für obdachlose, auf der Straße lebende sowie für wohnungslose Menschen in Notunterkünften, die zwar medizinische Hilfen benötigen, krankenversichert sind, bzw. einen Anspruch darauf haben, die Leistungen jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht geltend machen, gibt es Schwerpunktpraxen an drei Standorten.

Dort wird eine hausärztliche und psychiatrische Versorgung angeboten. Hintergrund dieser Maßnahme ist die Erfahrung, dass es nach wie vor viele obdachlose und wohnungslose Menschen gibt, die das medizinische Regelsystem nicht aufsuchen. Mit dieser Maßnahme sollen konkrete medizinische Hilfen angeboten werden.

Schwerpunktpraxis Übernachtungsstätte Pik As
Neustädter Straße 31a, 20355 Hamburg
Hausärztliche Sprechstunden:
Mo 15:00 – 18:00 Uhr
Mi 16:00 – 19:00 Uhr
Psychiatrische Sprechstunden:
Do 14:00 – 17:00 Uhr
Fr 13:30 – 16:30 Uhr

Schwerpunktpraxis Johanniswall
Johanniswall 3, 20355 Hamburg
Hausärztliche Sprechstunden:
Di 13:00 – 16:00 Uhr
Do 11:00 – 13:00 Uhr
Psychiatrische Sprechstunden:
Fr 14:00 – 16:30 Uhr (14-tägig in ungeraden Wochen)

Schwerpunktpraxis Achterdwars
Achterdwars 7-13, 21035 Hamburg
Hausärztliche Sprechstunden:
Di 15:00 – 18:00 Uhr
Do 13:00 – 16:00 Uhr

Hinweis: Ein Faltblatt enthält alle Infos zu den Schwerpunktpraxen.

Sozialpsychiatrische Dienste

Die sozialpsychiatrischen Dienste sind den bezirklichen Fachämtern für Gesundheit angegliedert.

Sie bieten neben der Beratung auch Vorsorge und nachgehende Hilfen in Fällen von psychischen Störungen, geistigen Behinderungen, psychischen Alterserkrankungen, Anfallsleiden, Suchtkrankheiten und Lebenskrisen.

Alle Kontaktdaten finden Sie im Behördenfinder Hamburg.

Weitere Hilfen

Die Straßensozialarbeit im Innenstadtbereich sowie die Straßensozialarbeiter der Sozialen Beratungsstellen in den Bezirken tragen ebenfalls dazu bei, dass obdachlose Menschen auf der Straße angesprochen werden und ggf. den medizinischen Hilfeleistungen zugeführt werden können. 

Ausführliche Informationen zu diesen und weiteren Maßnahmen enthält die Broschüre "Das soziale Hilfesystem für wohnungslose Menschen".