Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Krankenhilfe für Obdachlose Ärztliche Versorgung

Gesundheit von Obdachlosen: Medizinische Versorgung und Krankenhilfe für obdachlose Menschen in Hamburg

Versorgung im Regelsystem

Für wohnungs- und obdachlose Menschen steht grundsätzlich das normale medizinische Hilfesystem zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser sowie die Notfallpraxen in der Stresemannstraße 54 und im Berner Heerweg 124.

Ärzte können beim Jobcenter Hamburg-Altstadt per E-Mail den Status der Krankenversicherung derjenigen Patienten erfragen, bei denen die Krankenversicherung nicht bekannt ist.

Niedrigschwellige Gesundheitshilfen

Erfahrungen zeigen, dass ein erheblicher Teil der obdachlosen Menschen das bestehende Gesundheitssystem nicht oder nur unzureichend in Anspruch nimmt. Für diese Menschen gibt es weitere Angebote:

Tagesaufenthaltsstätte Bundesstraße
Bundesstraße 101, 20144 Hamburg
Hausärztliche Sprechstunde.

Kemenate – Tagestreff für wohnungslose Frauen
Charlottenstraße 30, 20257 Hamburg
Medizinische und psychiatrische Sprechstunden für obdachlose Frauen.

Park-In Treffpunkt Billstedt
Oststeinbeker Weg 2h, 22117 Hamburg
Medizinische Sprechstunden.

Krankenstube für obdachlose Menschen
Seewartenstraße 10, 20459 Hamburg
Menschen, die „auf der Straße“ leben, leiden häufig an den Folgen schwer wiegender Erkrankungen. Diese bedürfen – im Anschluss oder zur Vermeidung einer Krankenhausbehandlung - eines stationären Schonraumes, um ausheilen zu können. Für die Behandlung akut- oder chronisch kranker Obdachloser stehen in der Krankenstube 14 Betten zur Verfügung.

Zahnambulanz
Seewartenstr. 10, 20459 Hamburg
In der Zahnambulanz werden Menschen ohne Krankenversicherungsschutz sowie obdachlose Menschen behandelt, die im Zahnmobil (siehe unten) nicht ausreichend versorgt werden können.

Cafeé mit Herz
Seewartenstraße 10, Haus 2, 20459 Hamburg
Ärztliche Versorgung für nicht krankenversicherte Menschen.

Mobile Hilfen

Krankenmobil
Der zu einer rollenden Arztpraxis umgebaute Bus fährt durch Hamburg und bietet obdachlosen Menschen medizinische und pflegerische Versorgung.

Zahnmobil
Die rollende Zahnarztpraxis fährt wie auch das Krankenmobil die Treffpunkte von Obdachlosen an, um zahnärztliche Akutbehandlung durchzuführen.

Schwerpunktpraxen für wohnungslose Menschen

Für obdachlose, auf der Straße lebende sowie für wohnungslose Menschen in Notunterkünften, die zwar medizinische Hilfen benötigen, krankenversichert sind, bzw. einen Anspruch darauf haben, die Leistungen jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht geltend machen, gibt es Schwerpunktpraxen an drei Standorten.

Dort wird eine hausärztliche und psychiatrische Versorgung angeboten. Hintergrund dieser Maßnahme ist die Erfahrung, dass es nach wie vor viele obdachlose und wohnungslose Menschen gibt, die das medizinische Regelsystem nicht aufsuchen. Mit dieser Maßnahme sollen konkrete medizinische Hilfen angeboten werden.

Schwerpunktpraxis Übernachtungsstätte Pik As
Neustädter Straße 31a, 20355 Hamburg
Hausärztliche Sprechstunden:
Mo 15:00 – 18:00 Uhr
Mi 16:00 – 19:00 Uhr
Psychiatrische Sprechstunden:
Do 9:00 – 12:00 Uhr
Fr 13:30 – 16:30 Uhr

Schwerpunktpraxis Johanniswall
Johanniswall 3, 20355 Hamburg
Hausärztliche Sprechstunden:
Di 13:00 – 16:00 Uhr
Do 15:00 – 18:00 Uhr
Psychiatrische Sprechstunde:
Mi 16:00 - 18:00 Uhr

Schwerpunktpraxis Achterdwars
Achterdwars 7-13, 21035 Hamburg
Hausärztliche Sprechstunde:
Do 13:00 – 15:00 Uhr

Sozialpsychiatrische Dienste

Die sozialpsychiatrischen Dienste sind den bezirklichen Fachämtern für Gesundheit angegliedert.

Sie bieten neben der Beratung auch Vorsorge und nachgehende Hilfen in Fällen von psychischen Störungen, geistigen Behinderungen, psychischen Alterserkrankungen, Anfallsleiden, Suchtkrankheiten und Lebenskrisen.

Alle Kontaktdaten finden Sie im Behördenfinder Hamburg.

Weitere Hilfen

Die Straßensozialarbeit im Innenstadtbereich sowie die Straßensozialarbeiter der Sozialen Beratungsstellen in den Bezirken tragen ebenfalls dazu bei, dass obdachlose Menschen auf der Straße angesprochen werden und ggf. den medizinischen Hilfeleistungen zugeführt werden können. 

Ausführliche Informationen zu diesen und weiteren Maßnahmen enthält die Broschüre "Das soziale Hilfesystem für wohnungslose Menschen".