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Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Gewalt gegen ältere Menschen

Aktionsprogramm "Sicher leben im Alter"

Das Thema Partnergewalt gegen Frauen wird zumeist vorrangig als Problem jüngerer Frauen und ihrer Kinder gesehen. Partnergewalt endet jedoch nicht im Alter.

Bild einer grauhaarigen Dame, darunter der Text 'Sicher leben im Alter'

(FHH)

Ältere Frauen werden seltener als jüngere Frauen, jedoch durchaus in relevanter Größenordnung Opfer von Gewalt in Partnerschaften.

Dabei handelt es sich um Gewalt in langjährigen Misshandlungsbeziehungen ebenso wie um Gewalt, die – auch bedingt durch altersbezogene Veränderungen – erst spät einsetzt.

Es ist für ältere Frauen häufig schwieriger als für jüngere Frauen, eine Gewaltbeziehung zu beenden und eine eigenständige Perspektive zu entwickeln. Besondere Gefährdungen entstehen, wenn misshandelte Frauen pflegebedürftig werden.

Bundesaktionsprogramm „Sicher leben im Alter“

Von August 2009 bis Juni 2011 nahm die Hamburger Sozialbehörde zusammen mit acht Einrichtungen am Bundesaktionsprogramm „Sicher leben im Alter“ teil.

Hierbei  stimmten die beteiligten Einrichtungen ihre Angebote gezielt auf die Bedarfe älterer Frauen ab. Sie entwickelten neue, niedrigschwellige Zugänge zu älteren Frauen, führten für Altenhilfe, Altenpflege und medizinische Professionen Schulungen durch und bauten Vernetzungsstrukturen auf.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird im Februar 2012 einen Abschlussbericht hierzu vorlegen.

Alle Informationen zum Aktionsprogramm und eine Übersicht der beteiligten Einrichtungen finden Sie unter www.silia.info

Hintergrund
Auf dem Senatsempfang zum internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25.11.2008 hielt Barbara Nägele einen Vortrag zum Thema "Ältere Frauen als Opfer von Gewalt in engen sozialen Beziehungen". Der Vortrag steht als ladbare Datei (PDF, 100 KB) zur Verfügung.