Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Opferschutz Ich wollte meine Würde zurück.

Aus Anlass des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2017 hat der Senat die erste Ermutigungskampagne Deutschlands gestartet.

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"Ich wollte meine Würde zurück" - Mut-Mach-Kampagne für Frauen, die von Gewalt in der Partnerschaft betroffen sind.

Die Kampagne

Drei Frauen erzählen ihre Geschichte und machen Betroffenen Mut, den Ausweg aus einer gewalttätigen Partnerschaft zu gehen. Die Aktionsseite ist unter www.aus-weg.de abrufbar.

Drei mutige Frauen zeigen sich in der Öffentlichkeit und sagen, warum und wie sie den Ausweg genommen haben. Sie ermutigen andere Betroffene auf Plakaten in Stadtinformationsanlagen, Infoscreens in U- und S-Bahnhöfen sowie in sozialen Netzwerken.

Annette: „Ich bin gegangen, weil ich meine Würde zurück wollte.“

Felicitas: „Ich bin gegangen, weil ich wieder ich selbst sein wollte.“

Martina: „Ich bin gegangen, weil ich wieder Freude spüren wollte.“

Senatorin Melanie Leonhard: „Die Kampagne aus/weg stellt Frauen in den Mittelpunkt, die einen Weg aus der Gewalt gefunden haben. Sie ist eine Mut-Mach-Kampagne, denn es gibt einen Ausweg aus Partnerschaftsgewalt. Gleichwohl fällt es betroffenen Frauen schwer, ihn zu gehen – das bestätigen Betroffene immer wieder. Wir wollen Frauen ermutigen, den Ausweg zu nehmen und ein gewaltfreies Leben zu führen.“

„Viele Betroffene empfinden Scham und Schuld, wenn sie sich aus gewalttätigen Partnerschaften lösen“, sagt Senatorin Melanie Leonhard. „Wir müssen uns dem als Gesellschaft stellen und Frauen Mut machen, Hilfen anzunehmen.“

Hintergrundinformationen

Laut Bundeskriminalstatistik waren im Jahr 2015 rund 127.400 Menschen von Partnerschaftsgewalt betroffen. 82 Prozent davon waren Frauen. Erfasst werden angezeigte Straftaten wie Mord / Totschlag, Körperverletzung, Missbrauch, sexuelle Nötigung, Bedrohung und Stalking. 

Gewalt in Partnerschaften gibt es in der gesamten Gesellschaft. Das Problem ist bekannt, wird aber nach wie vor in der Gesellschaft als Tabu behandelt. Die diesjährige Opferschutzkampagne geht deshalb einen neuen Weg.

Das Bundeshilfetelefon 08000 116 016 wurde 2016 insgesamt rund 81.800 Mal kontaktiert; in 34.400 Fällen fand eine Beratung statt. In 3.200 Fällen war eine Krisenintervention erforderlich. 

1.641 Frauen haben im Jahr 2016 Zuflucht in den Hamburger Frauenhäusern gefunden.