Städtebauliches Gutachterverfahren „Othmarschen-Park“
Im Bereich zwischen Behringstraße im Süden, Baurstraße im Westen, der S-Bahntrasse im Norden und der Griegstraße im Osten liegt der sogenannte Othmarschen-Park, eine ehemals gewerblich und industriell genutzte Fläche, die bereits seit Mitte der 1990er Jahre einer Konversion zugeführt wird. In Teilbereichen ist diese Umnutzung weit vorangeschritten. In einem weiteren Schritt sollen nun die Flächen nördlich der Jürgen-Töpfer-Straße (ehemals Johann-Mohr-Straße) für neuen Wohnungsbau erschlossen werden. Dazu ist die Änderung des derzeit geltenden Planrechts erforderlich. Aus einem reinen Gewerbegebiet soll ein Wohngebiet entwickelt werden.
In diesem Zusammenhang wurde vom Investor ein städtebauliches Gutachterverfahren ausgelobt. Das Preisgericht sprach hierbei den ersten Preis an das Büro LRW Loosen, Rüschhoff + Winkler – Architekten und Stadtplaner GbR, Hamburg aus. Städtebauliche Leitidee war, ein neues Wohnquartier zu entwickeln, dass sich an dem nördlich gelegenen bestehenden Wohnquartier orientiert und um einen zentral angeordneten Quartiersplatz gruppiert wird. Dieser Platz liegt in einer Nord-Süd verlaufenden öffentlichen Grünfläche, die das Quartier an die benachbarte öffentliche Grünfläche im Norden bzw. an die (zukünftig) südlich angrenzenden Baublöcke anbindet. Die Quartiersgrenzen werden durch klare Bebauungskanten definiert. Die variierenden Gebäudehöhen setzen einerseits städtebauliche Akzente, überzeugen andererseits vor allem in den Blockinnenbereichen durch menschliche Maßstäbe, die in Form von Wohnhöfen ausreichende Intimität für die zukünftigen Bewohner sicherstellen. Besonderen Charme bekommt das Quartier dadurch, dass der fließende Verkehr aus den Wohnblöcken herausgehalten und der gesamte ruhende Verkehr in Tiefgaragen untergebracht werden soll. Lediglich Rettungsfahrzeuge, Müllabfuhr, Behindertenfahrzeuge etc. können das Quartier befahren.
Insgesamt werden ca. 650 Wohneinheiten entstehen. Dabei soll es eine Mischung aus öffentlich gefördertem Mietwohnungsbau, frei finanziertem Mietwohnungsbau und Eigentumswohnungen geben. Ergänzt wird das Wohnquartier durch eine kleine Kindertagesstätte.
(Bezirksamt Altona)
| Grundstücksgröße: | 3,6 ha |
| Nutzungen: | Wohnen, Kindertagesstätte |
| Zahl der Wohneinheiten: | ca. 650 |
| Bruttogeschossfläche: | maximal 66.000 qm |
| Baujahr: | (geplant) ab 2012 |
| Auslober: | FPC First Properties Company GmbH |
Blick in die Quartiersmitte von der Johann-Mohr-Straße
Visualisierung Gartenhof

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